Paulas Nachrichten

Rausgehen und in den Himmel gucken

20.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kennst du das auch? Der Wecker klingelt, draußen schneit es und am liebsten würdest du liegenbleiben, um im Bett noch ein bisschen vor dich hin zu dösen. Gerade im Winter sind wir oft müde. Zumindest müder als im Sommer. Aber warum eigentlich? Dieter Kunz kennt die Antwort. Er ist Lichtforscher und hat dpa-Nachrichten für Kinder erklärt, dass die Dunkelheit dafür verantwortlich ist.

Warum ist man im Winter oft so müde?

Licht und Helligkeit sind für den Menschen das Signal, wach zu sein – die Dunkelheit ist das Signal zu schlafen. Der Körper passt sich dabei den unterschiedlichen Tageslängen an. Wenn es also länger dunkel ist – wie zum Beispiel im Winter –, brauchen wir auch mehr Schlaf.

Warum ist das so?

Wie für alle anderen Lebewesen auch, war es für den Menschen früher ganz schwierig, im Winter draußen zu überleben. Weil es bei Schnee und Eis schwierig ist, Nahrung zu beschaffen, musste der Mensch in der Kälte mit ganz wenig Energie auskommen. Und am wenigsten Kraft verbraucht man, wenn man sich einfach hinlegt und schläft. Das hat sich der Körper bis heute gemerkt.

Was kann ich tun, damit ich tagsüber nicht mehr so müde bin?

Zum Beispiel rausgehen und in den Himmel gucken! Das Licht sendet ein Signal an das Gehirn. Das gaukelt einem dann vor, es sei Sommer. Dadurch werden wir wacher. Auch wenn es draußen grau ist und die Sonne nicht scheint: Tageslicht ist immer wirksamer als das künstliche Licht in den Häusern.

Bei Müdigkeit im Winter: rausgehen und in den Himmel gucken Foto: Rainer Jensen

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