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Rästelhafte Zeichnungen in der Wüste

09.04.2016, Von Stefanie Paul — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Bilder sind so riesig, dass man sie nur vom Flugzeug aus richtig erkennen kann

Geheimnisvolle Kreise, Rechtecke und Geraden. Eine riesige Spinne, ein Kolibri oder ein Affe. Sie alle wurden in den Wüstenboden in Südamerika gezeichnet. Was hat es damit auf sich?

Aus dem Flugzeug kann man die Zeichnungen der Nasca in der Palpa-Wüste, 460 km südlich von Lima, Peru, besonders gut erkennen. Foto: Peruvian Aerophotographic Service

Da haben wir euch ja ein schönes Rätsel hinterlassen, nicht wahr? Diese Figuren und seltsamen Formen mitten in der Wüste – was hat es damit bloß auf sich? Wer hat sie gemacht? Und vor allem warum? Fragen über Fragen. Ein bisschen können wir dir verraten.

Man nennt uns die Nasca. Wir waren ein Volk, das vor etwa 2000 Jahren lebte. Die Gegend, in der wir wohnten, gehört heute zu dem Land Peru. Peru ist in Südamerika. Unsere Zeichnungen geben euch bis heute Rätsel auf. Manche sagen sogar: Es ist eines der größten Rätsel überhaupt. Ihr nennt die Zeichnungen Nasca-Linien.

Das sind zum Beispiel riesige Tierfiguren, ein Affe, eine Spinne und eine Echse. Die Figuren haben wir in den Boden der Wüste gescharrt. Sie sind schon uralt. Trotzdem haben sie sich bis heute erhalten. Das liegt vor allem am Wüsten-Klima, das die Boden-Zeichnungen schützt. Würde es dort regelmäßig regnen, dann wären sie wohl schon längst weggeschwemmt und zerstört worden.

Aber wir haben noch mehr in den Wüstenboden gescharrt: Kreise haben wir angelegt, Rechtecke und kilometerlange Geraden. So richtig entdeckt wurde das Ganze erst vor rund 90 Jahren. Damals flogen die ersten Flugzeuge über die Wüste hinweg. Und von oben konnte man die Linien und Figuren zum ersten Mal so richtig beobachten. Da habt ihr aber gestaunt!

Verschiedene Erklärungsversuche

Kaum waren die Linien entdeckt, haben eure Forscher auch schon mit dem Rätseln begonnen. Da sind ein paar ziemlich lustige Erklärungs-Versuche herausgekommen. Manche behaupteten zum Beispiel, es seien Landebahnen für Außerirdische und deren Raumschiffe.

Eine Frau aus Deutschland glaubte dagegen, es sei so eine Art riesiger Kalender. Diese Frau hieß Maria Reiche. Sie war superhartnäckig, das könnt ihr uns glauben! Über 40 Jahre lang forschte sie unermüdlich in der Wüste.

Sie lief oft viele Kilometer in der heißen Sonne, vermaß Linien, zeichnete Pläne und entdeckte immer wieder neue Figuren. Sie lebte in einer einfachen Hütte, ohne Wasser und Strom.

Ihre Kalender-Idee konnte Maria Reiche zwar nie beweisen. Trotzdem hatte sie einen riesigen Erfolg: Sie setzte sich dafür ein, dass die Nasca-Linien unter besonderen Schutz gestellt werden. 1994 war es endlich so weit.

Mittlerweile glauben einige Forscher, unser Rätsel gelöst zu haben. In einer großen Untersuchung haben sie nicht nur die Linien untersucht, sondern auch die Art und Weise wie wir gelebt haben. Deshalb nehmen einige Fachleute an, dass die geheimnisvollen Boden-Bilder etwas mit religiösen Ritualen zu tun haben, die wir damals hatten.

Entlang dieser Zeichnungen haben die Forscher zum Beispiel Altäre gefunden. Und jede Menge Scherben von Gefäßen. Deshalb glauben sie, dass wir dort entlang gelaufen sind und Opfer dargebracht haben. Mithilfe der Opfergaben sollen wir wohl die Götter um Regen gebeten haben – und um eine gute Ernte. Ob das wirklich des Rätsels Lösung ist? Das verraten wir nicht!

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