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Rad-Ass Kristina Vogel: Bahnsprint ist wie Achterbahn fahren

31.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kristina Vogel ist 21 Jahre alt und startet zum ersten Mal bei Olympia. Sie ist Sprinterin auf der runden Radbahn. Zusammen mit ihrer Partnerin Miriam Welte ist Kristina Vogel schon Weltmeisterin im Team-Sprint geworden. Bei den Olympischen Spielen würde sie sich gern eine Medaille schnappen. Das erzählte die Radlerin „dpa-Nachrichten für Kinder“. Am Donnerstag haben sie die Chance dazu. Kristina Vogel kommt aus Erfurt in Thüringen.

Es ist das erste Mal Olympia für dich – vier Jahre hast du dich darauf vorbereitet. Bist du jetzt nicht tierisch aufgeregt?

Kristina Vogel in Aktion Foto: EPA/Grzegorz Jakubowski

„Wenn man so an die Wettkämpfe denkt, kribbelt es schon ein bisschen in einem. Wenn man sich vorstellt: Ich bin jetzt im Finale und die Zeit-Uhr läuft runter, bis es zum Start geht . . . Aber ich versuche ruhig zu bleiben, damit ich nicht durchdrehe. Aber langsam will man schon, dass man endlich zeigen kann, wofür man sich vier Jahre beim Training den Popo aufgerissen hat.“

Ist es nicht langweilig, ständig im Kreis zu fahren?

„Nein, man muss sich das so vorstellen, als wenn man Achterbahn fährt – das ist schön und schnell. Man muss in der Kurve auch ,die Pobacken zusammenkneifen‘. Das sagen wir Radler so für ,sich in die Kurve legen und jeden Muskel des Körpers anspannen‘. Und es geht auch um Renn-Taktik: Man kann die anderen ärgern, wenn man zum Beispiel die Fahrlinie ändert. Es wird also bestimmt nie langweilig.“

Ihr habt ja furchtbar enge Klamotten – zwickt das nicht?

„Nein, das ist nicht unbequem. Der Renndress ist wie eine zweite Haut, nur dass man noch ein Polster zwischen den Beinen hat. Ich brauche Hilfe von Trainern oder meinen Team-Kollegen, um da reinzukommen. Der Reißverschluss ist ja auf dem Rücken. Und da darf nirgendwo eine Falte sein, damit ich dem Fahrtwind keinen Widerstand biete. Es geht da ja um Tausendstelsekunden.“

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