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Quallen sind auch ohne Gehirn ganz schön fit

30.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Quallen sind auch ohne Gehirn ganz schön fit

Kein Gehirn, kein Herz, keine Augen und Ohren, noch nicht einmal Knochen! Viel ist an so einer Qualle auf den ersten Blick ja nicht dran.

Aber: Quallen leben beinahe überall im Meer – vom eisigen Polarmeer bis zu den tropischen Riffen, von der Meeresoberflächen der Meere bis in mehrere Tausend Meter Tiefe. Wissenschaftler denken, dass es auf der ganzen Welt über 2000 verschiedene Quallenarten gibt.

Quallen sind ganz einfach gebaut: Zwischen einer äußeren und einer inneren Hülle ist ein glibberiger Stoff, die sogenannte Mesogloea. Sie besteht fast völlig aus Wasser. Und im Inneren der Qualle ist ein Hohlraum, der als Magen dient.

Quallen gibt es in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen. Oft sind die schleimigen Viecher nur wenige Zentimeter groß. Japanische Riesenquallen erreichen dagegen einen Durchmesser von etwa zwei Metern und wiegen über 200 Kilogramm. Bekannt und gefürchtet sind Quallen vor allem wegen der langen Fäden, die von ihren Körpern herabhängen. Die werden Tentakel genannt.

Darauf sitzen unzählige Nesselkapseln, die wie winzige Giftbomben sind. Manchmal können sie sogar für Menschen gefährlich werden.

Die Tentakel benutzen die Quallen zum Beutefang oder zur Verteidigung. Berührt ein Tier oder ein Mensch die Nesselzellen, so platzen die auf und rollen blitzschnell einen kleinen Faden aus.

Einige beschreiben das auch wie einen Pfeil oder eine Nadel. Der Faden gibt ein lähmendes Gift ab. Nach einem solchen Angriff wirft die Qualle die verbrauchten Nesselkapseln ab und bildet neue.

Die längsten Tentakel hat wohl die Portugiesische Galeere. Ihre Fangarme werden bis zu 50 Meter lang. Die Portugiesische Galeere besteht aber aus vielen einzelnen Tieren, die sich zusammengeschlossen haben.

Die Gifte der Quallen gehören zu den stärksten Giften, die im Tierreich vorkommen. Die Australische Seewespe ist eine der giftigsten Quallen, die es gibt. Ihr Gift kann Menschen töten. Das passiert zum Glück sehr selten. Denn die Seewespen sind nicht an Menschen interessiert.

Sie nutzen ihr Gift zum Fischfang. Die gelähmte Beute lässt sich nämlich dann ganz ohne Probleme auffuttern.

Quallen sind übrigens nicht nur gefährliche Räuber. Sie sind auch selbst eine wichtige Nahrung für andere Tiere. Auf der Speisekarte von Meeresschildkröten stehen sie zum Beispiel ganz oben.

Kein Gehirn, kein Herz, keine Augen und Ohren, noch nicht einmal Knochen! Viel ist an so einer Qualle auf den ersten Blick ja nicht dran. Aber: Quallen leben beinahe überall im Meer – vom eisigen Polarmeer bis zu den tropischen Riffen, von der Meeresoberfläche der Meere bis in mehrere Tausend Meter Tiefe.

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