Paulas Nachrichten

Putziger Nachtkletterer auf Streifzug

02.04.2016, Von Jennifer Heck — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wickelbären sind etwa so groß wie eine Katze und stammen aus Süd- und Mittelamerika

Wie praktisch, wenn man so einen langen Schwanz hat! Damit hält der Wickelbär sich beim Klettern im Baum an den Ästen fest. Wickelbären leben in freier Natur in Mittelamerika und Südamerika. Bei uns kann man sie in manchen Zoos sehen, zum Beispiel in Berlin.

Wickelbären sind gute Kletterer. Der Greifschwanz wird zum Balancieren und als „fünfter Arm“ eingesetzt. Fotos: Jennifer Heck

In einer Baumhöhle verschläft der Wickelbär den ganzen Tag. Er ist ungefähr so groß wie eine Hauskatze und in der Nacht aktiv. Tagsüber liegt er eingerollt da.

Wickelbären sind nachtaktiv.

Die Pfoten hält er vor seine kugelrunden, schwarzen Augen, als ob er sich verstecken wollte. Sein Schwanz liegt wie ein Haarreif über seinem Kopf.

Oft schlafen noch andere Wickelbären im selben Baum. „Das sind meist Familiengruppen“, sagt Mario Grüßer. Er ist Tierpfleger im Zoo Berlin und kümmert sich dort unter anderem um die Wickelbären. „Selten sieht man sie im Laub oder auf dem Ast schlafen“, erklärt er.

In freier Natur lebt der Wickelbär in den tropischen Regenwäldern von Mittelamerika und Südamerika. Er tummelt sich dort in Ländern wie Brasilien, Mexiko und Panama.

Wenn es dämmert, wacht der kleine Bär auf und ist hungrig. Deshalb klettert er meist die ganze Nacht durch die Äste und sucht nach Futter. Dazu bleibt er am liebsten hoch oben in den Baumkronen. Den Waldboden betritt er nur selten. Denn in freier Natur ist es dort für ihn gefährlich. Es könnten andere Raubtiere auf ihn lauern. Er streift also durch die Wipfel. Geschickt klettert er von Ast zu Ast. Seinen langen, kräftigen Schwanz wickelt er beim Klettern mal hier, mal da um die Äste. Jetzt weißt du auch, warum das Tier Wickelbär heißt! „Das ist so ein Greifschwanz“, sagt Mario Grüßer. „Den benutzt er sozusagen wie einen fünften Arm.“

Der Schwanz ist rund und überall behaart wie bei vielen anderen Tieren. Aber er hat eine Besonderheit: „Die Wirbel können sich so krümmen, dass der Wickelbär den Schwanz um etwas herumwickeln kann“, erklärt der Tierpfleger. „Um die Wirbel herum ist eine schöne, starke Muskulatur gebaut.“

Manche Affen wie der Klammeraffe haben einen ähnlichen Schwanz und noch stärkere Muskeln. Sie schwingen damit zum Beispiel von Ast zu Ast durch die Luft. „Beim Wickelbär ist das nicht ganz so toll entwickelt wie beim Klammeraffen“, sagt der Fachmann. Das Tier benutzt den Greifschwanz vor allem, um sich festzuhalten. Das gibt ihm weit oben auf den schmalen Ästen Sicherheit.

Außerdem nutzt er den Schwanz, um das Gleichgewicht besser zu halten. Wie wenn du die Arme ausstreckst, um zu balancieren. „Aber wenn eine Frucht weit weg hängt, dann kann er sich schon auch am Schwanz festhalten und hinüberangeln“, sagt Mario Grüßer. Oder er lässt sich kopfüber vom Ast herunterhängen, um an die Frucht zu kommen.

Paulas Nachrichten

Paula wundert sich über die Rollenten

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich natürlich wieder in der Stadt unterwegs. Obwohl es sehr, sehr kalt war. Aber mein schickes Zeitungsgefieder leistet mir da dann ganz gute Dienste. Normalerweise begrüßen mich immer die Menschen ganz lieb. Die sagen dann: „Ah, hallo, Paula!“ Oder…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten