Paulas Nachrichten

Pumas, Tausendfüßler und der Kalipopus

15.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Kalipopus ist ein Tier, das einsam und allein im Urwald wohnt. Er glaubt, dass es sonst keinen Kalipopus mehr auf der Welt gibt. Doch eines Tages trifft er einen Vogel, der behauptet, dass er ein ganz ähnliches Tier in Europa gesehen habe. Der Vogel nimmt den Kalipopus auf seine Flügel. Und die beiden machen sich auf die Suche. Jan-Hendrik aus Berlin hat sich diese Geschichte ausgedacht. Der Achtjährige hat sie aufgeschrieben und Bilder dazu gemalt. So ist ein richtiges Buch entstanden: sein eigenes Bilderbuch.

Jan-Hendrik hat bei einem Mal-Kurs in Berlin mitgemacht. „Wir illustrieren ein Bilderbuch mit unserem Lieblingstier“ war das Thema. Ein Wochenende lang hat er im Museum „C/O Berlin“ ein Buch gestaltet. Gemeinsam mit etwa zehn anderen Kindern hat er alles Schritt für Schritt gemacht. Die Profi-Bilderbuchmalerin Tina Nagel hat ihnen dabei geholfen. Zuerst sammelten alle Ideen für eigene Geschichten. Dann zeichneten sie erste einfache Bilder mit wenigen Strichen, die diese Geschichte erzählen. Das nennen Fachleute ein „Storyboard“ (gesprochen: Storri-Board) anfertigen. „Storyboard“ ist ein englisches Wort: „Vorkritzelei“, sagte Luise dazu. Die Neunjährige war auch beim Kurs dabei. Sieht im „Storyboard“ alles gut aus und passt zusammen, kann man die Geschichte richtig zeichnen: in großen Bildern und schön farbig. Darunter schreibt man die Textzeilen. So entsteht Seite für Seite ein eigenes Bilderbuch. Die Mädchen und Jungen haben sich tolle Ideen für ihre Geschichten ausgedacht: Luises Buch heißt „Wie tausend Füße Klavier spielen“ und erzählt von einem Tausendfüßler, der Klavierspielen lernt. Wie ist sie auf diese Idee gekommen? „Ich spiele auch Geige und Klavier und interessiere mich für Musik“, erzählte sie. Anton, zehn Jahre alt, berichtet in seinem Buch von der Reise eines einsamen Pumas. Alle haben Angst vor dem gefährlichen Raubtier, dabei sucht der Puma nur einen Freund. Als er Hühner trifft, hat er leider erst auch noch Hunger und isst eins von ihnen auf. Dann lernt er aber einen Uhu kennen. Und die beiden werden Kumpels, die sich die ganze Nacht Gruselgeschichten erzählen. Später dürfen Anton und die anderen Kurs-Teilnehmer ihr Buch mit nach Hause nehmen.

Jan-Hendrik malt beim Bilderbuch-Workshop an seinem eigenen Bilderbuch Foto: Juliane Gringer

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