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Professor für Computerspiele

08.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zocken als Arbeit? Toll! Für Maic Masuch ist das ganz normal. Er ist nämlich Professor für Computerspiele. Am meisten mag er Abenteuerspiele mit einer tollen Geschichte. Aber auch mit Strategie- und Actionspielen kennt der Forscher sich aus. Früher zockte er oft stundenlang.

Heute dagegen kommt der 42-Jährige meist nur mitten in der Nacht zum Spielen. Denn als Professor hat er tagsüber viel zu tun.

An der Fachhochschule Trier in Rheinland-Pfalz lehrt er, wie Computerspiele entworfen und entwickelt werden. Ab Herbst unterrichtet Masuch das mit Kollegen sogar in einem extra Fach. Die Spiele-Hersteller suchen nämlich gut ausgebildete Fachleute.

Spielen am Computer sei heute etwas ganz Normales, sagt der Professor. „Leute, die Computerspiele nur als Zeitverschwendung und Gefahr sehen, werden über kurz oder lang aussterben“, meint er. Und in 30 Jahren werde man über Computerspiele sogar als „hohe Kunst“ sprechen – so wie über Theater und Kino.

Die Spiele würden ja auch immer perfekter. An der Herstellung eines Top-Spiels arbeiten heute schon ungefähr 75 Experten zwei Jahre lang. So etwas koste 10 bis 15 Millionen Euro. „Das ist inzwischen vergleichbar mit einem Filmprojekt“, erzählt Masuch.

Immer mehr Firmen produzieren auch Lernspiele. Damit könne das Lernen richtigen Spaß machen, findet der Wissenschaftler. Außerdem erfahren die Kinder gleich, was sie richtig und was sie falsch gemacht haben. An der Fachhochschule Trier entwickeln die Studenten auch selber Spiele. Zurzeit arbeiten sie an einem über Trier zur Zeit der alten Römer. Darin muss ein Baumeister das große Stadttor neu bauen, weil er eine große Statue dagegenkrachen ließ.

Professor Maic Masuch hält einen Vortrag über Computerspiele. Am meisten mag er Abenteuerspiele mit einer tollen Geschichte. Aber auch mit Strategie- und Actionspielen kennt der Forscher sich aus. Der 42-Jährige unterrichtet an der Fachhochschule Trier in Rheinland-Pfalz, wie Computerspiele entworfen und entwickelt werden. Foto: Harald Tittel

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