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Plötzlich hatte ich die Idee, Bücher zu schreiben

09.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der elfjährige Torben Schott kann nicht nur fünf Instrumente spielen, er hat auch bereits zwei Bücher veröffentlicht. Sie heißen „Die Hexe aus dem Kleiderschrank“ und „Zucchini statt Kakao“. dpa-Nachrichten für Kinder hat Torben erzählt, wie es sich anfühlt, sein eigenes Buch in den Händen zu halten.

Wann hast du das erste Mal überlegt, einen Text zu veröffentlichen?

Schon immer habe ich gerne geschrieben. Als ich vier war, begann ich Buchstaben zu schreiben. Ziemlich krakelig und klein, aber es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich 21 kleine Hefte nur mit Buchstaben vollschrieb. Weitere 14 Hefte füllte ich dann als ich vier oder fünf Jahre alt war mit vielen kleinen Geschichten, die ich mir ausdachte. Mit sieben entdeckte ich auf unserem Dachboden die alte Schreibmaschine meiner Mutter. Jeden Abend setzte ich mich an den Wohnzimmertisch und tippte Wörter, Gedichte und auch schon etwas längere Geschichten. Im Sommer 2007 hatte ich plötzlich die Idee, ein Buch zu schreiben.

Als du dein erstes Buch in der Hand hieltst – wie war das für dich?

Es war ein tolles Gefühl, die von mir geschriebene Geschichte in den Händen zu halten - und zu wissen, dass auch viele andere Leute sie jetzt kaufen und lesen können. Das Cover gefiel mir sehr gut und richtig schön war, dass die Bücher genau einen Tag vor meinem elften Geburtstag kamen.

Was ist für dich der Unterschied zwischen „Ich schreibe eine Geschichte und lese sie in der Klasse vor“ und „Ich schreibe eine Geschichte und mache ein Buch daraus“?

Eine Geschichte als Buch ist etwas Besonderes und viel öffentlicher als eine Geschichte, die man in der Klasse vorliest. Ich kann mein eigenes Buch in Buchhandlungen und Online-Shops sehen. Oder wie im Frühjahr auf der Leipziger Buchmesse, zwischen all den unzähligen berühmten und tollen Büchern, von denen ich selbst schon viele gelesen habe.

Wie finden das deine Mitschüler, dass du gerne schreibst?

Alle finden das toll und freuen sich, wenn ein neues Buch erscheint. Sie fragen immer, ob ich denn bald mit der nächsten Geschichte fertig bin und um was es da geht. Viele haben schon mein zweites Buch bestellt und drängeln mich immer, dass ich doch mal etwas in der Klasse vorlesen soll.

Wer sind deine Vorbilder? Deine Lieblingsautoren?

Beim Schreiben habe ich keine Vorbilder, aber einige Lieblingsautoren: Zum Beispiel Sabine Ludwig, Cornelia Funke und viele mehr.

Willst du weiterschreiben?

Vielleicht werde ich einmal Journalist. Denn in diesem Beruf kann man auch eine Menge schreiben, lernt viele Menschen kennen und sieht die Welt. Nebenbei möchte ich auf jeden Fall weiter Bücher schreiben. Mit Musik sollte meine Arbeit auch zu tun haben.

Cover des Buches „Zucchini statt Kakao“ von Torben Schott Foto: Papierfresserchens MTM-Verlag

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