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Pilot vor Flug mit Nationalteam nicht aufgeregt

07.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Menschen würden am Sonntag sicher gerne mit Jürgen Raps tauschen. Denn er ist Chefpilot des Riesenflugzeuges A380 – und mit der Maschine fliegt er die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika.

Sind Sie aufgeregt, wenn Sie so bekannte Fluggäste wie die deutsche Nationalmannschaft an Bord haben?

Jürgen Raps: „Nein, überhaupt nicht. Wahrscheinlich sind die Gäste sogar aufgeregter als ich. Aber etwas Besonderes ist es natürlich schon, die Nationalmannschaft nach Südafrika zu fliegen.“

Die Spieler dürfen Sie auf dem Flug im Cockpit besuchen. Was wollen Sie ihnen zeigen beziehungsweise erklären?

Jürgen Raps: „Normalerweise dürfen wir ja während des Fluges keine Gäste ins Cockpit holen. Aber wir werden sehen, ob wir für die Mannschaft die ein oder andere Ausnahme machen können. Dann erkläre ich gerne alles, was die Spieler wissen wollen.“

Ist so ein Riesenflugzeug schwerer zu fliegen als andere Flieger?

Jürgen Raps: „Nein, ganz und gar nicht. Die A380 fliegt sich einfach toll. Trotz ihrer Größe ist sie unheimlich beweglich und leicht steuerbar, liegt aber wegen ihrer Größe gleichzeitig ganz ruhig in der Luft. Es macht einfach Spaß, dieses riesige Flugzeug zu fliegen.“

Sind Sie eigentlich selbst Fußballfan?

Jürgen Raps: „Ja, und wie. Ich habe selbst bis zur A-Jugend recht erfolgreich Fußball gespielt. Als Libero beim FC Bayreuth haben wir dabei auch gegen solche Fußballgrößen wie den FC Bayern oder den 1. FC Nürnberg gekickt.“

Wer, glauben Sie, gewinnt die WM?

Jürgen Raps: „Oh, das ist eine schwere Frage. Da sind ganz viele Mannschaften dabei, denen ich das zutraue. Es sind halt einfach die besten Mannschaften der Welt versammelt. Meine Hoffnung ist aber, dass es Deutschland packt.“

Jürgen Raps, Chefpilot der Lufthansa Passage Airlines, in einem Simulator für den Airbus A380 Foto: Marius Becker

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