Paulas Nachrichten

Piksiger Grünling in trockener Gegend

02.01.2016, Von Alexandra Stober — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Durch eine möglichst kleine Oberfläche versuchen Kakteen so viel Wasser wie möglich zu speichern

Wasser? Gibt es in Wüsten-Gegenden nicht viel. Das ist aber für viele Kaktus-Arten kein Problem. Denn sie sind besonders darauf eingestellt, dort zu leben.

Findest du den Weg durch das Kaktus-Labyrinth zum Kaktus? Grafik: K. Dengl

BERLIN. Komm mir nicht zu nahe! Sonst kann es schmerzhaft für dich werden. Das scheint der Kaktus mit seinem Aussehen zu sagen: Viele Kaktus-Arten haben jede Menge Dornen, an denen man sich piksen kann.

Dornen? Ja, genau – Dornen. Die piksigen Auswüchse eines Kaktus sind keine Stacheln. Auch wenn viele Leute diese so nennen. „Stacheln sind nur oberflächlich. Man kann sie ziemlich leicht abbrechen“, sagt Expertin Gesche Hohlstein. Sie arbeitet im Botanischen Garten der Stadt Berlin. „Dornen sind dagegen umgebildete Organe einer Pflanze – etwa Blätter. Sie sitzen viel fester.“

Genau das ist beim Kaktus der Fall. Allerdings haben nicht alle Arten nur Dornen. Manche tragen sogar Blätter und sehen fast aus wie Laub-Bäume. Einige recken sich meterhoch in den Himmel. Andere dagegen wachsen in runder Form am Boden. Pflanzen-Forscher kennen ungefähr 1500 verschiedene Kaktus-Arten.

Klein, kugelig und ohne Blätter sind bestimmte Kakteen vor allem aus einem Grund: So haben sie eine möglichst kleine Oberfläche. Und warum ist das wichtig? Die Expertin erklärt: „Die Oberfläche einer Pflanze ist der Sonnen-Strahlung ausgesetzt. Je mehr Oberfläche sie hat, desto mehr Wasser kann sie verlieren – weil es verdunstet.“

Das wäre für den Kaktus ein Problem! Denn er kommt oft in Gegenden vor, in denen es heiß und lange trocken ist. Also ist für die Pflanze jeder Tropfen Wasser wertvoll. Damit er davon möglichst wenig verliert, hat er aber nicht nur eine kleine Oberfläche. Seine Außenhaut schützt davor, dass das Wasser verdunsten kann. Diese Haut ist nämlich dick und wachsartig.

Erst einmal muss der Kaktus aber überhaupt Wasser aufnehmen. Das ist in Wüsten-Gegenden nicht so einfach. Weil es nur selten regnet. Und wenn, dann häufig jede Menge auf einmal. Viele Pflanzen können so schnell gar nicht so viel Wasser aufnehmen. Ein Kaktus, der in Wüsten-Gegenden wächst, aber schon. Er hat nämlich flache Wurzeln, die weit verzweigt sind. Damit nimmt er das Wasser auf und speichert es in seinem Inneren.

Das checken auch Tiere, etwa manche Vögel. Sie sind in der Wüste natürlich auf Wasser scharf. Darüber hinaus sind manche Kakteen-Arten sehr nährstoffreich. Ein super Fressen also! Doch die Dornen halten die Vögel zumindest davon ab, große Stücke aus dem Kaktus herauszupicken. Das könnte ihnen nämlich ganz schön wehtun.

Paulas Nachrichten

Sophia fährt Autorennen in der Formel 4

Jede freie Minute steckt sie in das Training – Von ihren Mitschülern wird sie oft angesprochen

Sophia Flörsch rast fast jeden Tag über die Rennstrecke. Sie ist 16 Jahre alt und startet in der Formel 4. Doch damit gibt sie sich nicht zufrieden. Ihr…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten