Paulas Nachrichten

Paula will weniger Schokolade essen

01.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

ich esse ja am liebsten Salat. Da erzähle ich euch ja nichts Neues. Aber natürlich esse ich auch andere Sachen sehr gerne. Zum Beispiel Eis. Schokoladeneis oder Vanilleeis esse ich am liebsten. Jetzt geht aber der Sommer wieder vorbei. Da isst man wieder weniger Eis. Zum Glück gibt es aber die Schokolade. Die mag ich auch sehr gerne. Der Andreas übrigens auch. Der hat im Geschäft immer eine Schublade mit Süßigkeiten. Normalerweise. Er glaubt, die sei geheim. Pah!

Unlängst bin ich dann zu ihm gekommen. Ich war den ganzen Weg von der Stadt hergewatschelt und habe mir vorgestellt: Hm, jetzt so ein schönes Stück Schokolade! Das wäre doch eine tolle Stärkung!

Also habe ich gleich nach der Begrüßung zu ihm gesagt: „He, eigentlich könntest du mir gleich mal ein Stück Schokolade geben. Ich habe voll Hunger!“

Er hat mich ganz ernst angeguckt und gemeint: „Tut mir leid, Paula. Ich würde dir gerne etwas abgeben. Aber ich habe nichts da!“

Da musste ich lachen. Der will mir bloß nichts abgeben, habe ich mir gedacht. Deshalb habe jetzt ich mal gelacht und dann losgeschnattert: „Na klar, und morgen ist Weihnachten! Das stimmt doch niemals, du alter Geizhals!“

Dann bin ich einfach ganz zielstrebig an seine tolle Schublade und habe sie aufgemacht. Sie war natürlich nicht einmal abgeschlossen. Ich habe ganz stolz gegrinst und ihm in die Augen geschaut. Dann habe ich mein Entenköpfchen in Richtung Schublade gedreht – und ich bin erstarrt. Da war wirklich nichts drin. Gar nichts! Also zumindest nichts Essbares. Bloß irgendwelches Bürozeugs.

Jetzt hat der Andreas gelacht: „Bediene dich, liebe Paula! Du darfst dir gerne ein paar Büroklammern reinziehen!“

„Willst du, dass ich Bauchweh bekomme?“, habe ich geschnattert. „Sag’ mir lieber, wo du deine Schokolade versteckt hast!“

Der Andreas hat den Kopf geschüttelt: „Ich habe keine Schokolade da. Ich will nämlich weniger essen. Damit ich nicht zunehme! Meine Frau hat mich dazu gebracht!“

Ich habe ihn ganz kritisch angeguckt. Man kann ja über den Andreas sagen, was man will, aber dick ist er nun wirklich nicht. Er hat meine Gedanken erraten: „Ja, ja, ich weiß. Ich bin jetzt nicht so richtig dick. Aber man muss schon aufpassen. Schokolade ist ganz schön gefährlich. Da ist viel Fett und Zucker drin.“

„Ach so“, habe ich gemeint. „Und Fett kann fett machen. Und was macht der Zucker? Der macht mich süß! Und dann finden mich die Kinder noch viel süßer.“

Der Andreas hat ganz lieb gelächelt und mich in den Arm genommen. Er hat gesagt: „Aber Paula! Du bist doch schon die Allersüßeste! Noch süßer kannst du doch gar nicht werden! Aber das mit dem Zucker ist so eine Sache. Wenn man zu viel davon isst, wird der gleich in Fett umgewandelt und im Körper abgespeichert. Das ist doof, wenn man sowieso schon ordentlich gegessen hat.“

„Ja, ja“, habe ich gemeint, „so wie du es tust. Du magst ja am liebsten Spätzle und Fleisch und so.“

„Genau“, hat mir der Andreas Recht gegeben. „Ich esse also ganz normal und dann haue ich mir dazu noch einmal Schokolade rein. Dabei müsste ich ein Viertel weniger essen jeden Tag, wenn ich mir eine Tafel Schokolade reinziehe. Eine Tafel Schokolade ist also beinahe so viel wert wie eine ganze Mahlzeit.“

„Oh“, habe ich gesagt. „Dann sollten wir doch vorsichtig sein mit der Schokolade.“

Der Andreas hat mir Recht gegeben. Aber genau in dem Moment ist ein Kollege von ihm vorbeigekommen. Der hatte unsere Unterhaltung gehört. Und deshalb hat er uns ein paar Schokoküsse hingehalten. „Hier! Damit ihr nicht nur labert, sondern auch esst. Da ist ja nur ein bisschen Schokolade drauf“, hat er gesagt.

Der Andreas hat ihn ganz böse angeguckt und gemeint: „Toll! Da ist aber Eiweißschaum drin! Und der ist gezuckert!“

Aber ich habe gemeint: „Weißt du, ein einziger Schokokuss für jeden wird uns jetzt nicht richtig fett machen! Oder?“

Und der Andreas hat gemeint: „Na gut! Du hast recht. Es ist wie immer: Die Menge macht’s. Du solltest dir aber einen aussuchen. Einen dunklen, einen helleren oder einen ganz weißen?“

„Ach, da kann ich mich gar nicht entscheiden. Ich glaube, ich muss von jedem einen probieren. Ich kann ja die nächsten Tage auf die Süßigkeiten verzichten.“

„In Ordnung“, hat der Andreas gesagt, „aber ich werde darauf achten!“

Das soll er mal machen. Und ich werde auf ihn achten! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula will kein Krokodilritter sein

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas gewatschelt. Eigentlich mache ich das ja fast jeden Tag. Ich muss ja gucken, was los ist. Diesmal bin ich aber später angekommen. Ich habe nämlich noch meine Entenkumpels am Neckar besucht.

Der Andreas hat mich begrüßt und…

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