Paulas Nachrichten

Paula will nicht ins Schwitzen kommen

24.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war es ja wieder einmal so richtig heiß. Ich bin an einem besonders heißen Tag in dieser Woche über den Schillerplatz gewatschelt. Mir sind ein paar Schüler begegnet. Der Sohn vom Andreas war auch dabei. Also habe ich mal meine Ohren aufgesperrt und gelauscht. Allerdings musste man gar nicht sehr lauschen. Die waren nämlich sehr laut. Sie haben sich sehr gefreut.

„Das ist toll, dass wir hitzefrei haben“, hat der eine gerufen. Und der andere hat ergänzt: „Genau, in der Schule würden wir schwitzen wie die Schweine.“

Das hat sich ganz schön frech angehört. Aber so sind die Jungs halt manchmal. Vor allem, wenn sie untereinander sind. Aber ich habe mir Sorgen um die Schweine gemacht. Wenn die so arg schwitzen, muss ja dieser Sommer echt hart für die sein. Ich habe am Nachmittag den Andreas in der Redaktion getroffen. Der hatte den Rollladen runtergelassen und dauernd mit seinem Kollegen auf ein Thermometer geguckt. „Was guckst du denn?“, wollte ich wissen. „Willst du auch hitzefrei wie dein Sohn?“

„Klar!“, hat er gelacht. „Wenn’s mehr als 30 Grad hat hier drinnen, gehen wir. Dann gibt’s morgen eben keine Zeitung.“

Das Thermometer hat dann wirklich die 30-Grad-Marke geschafft. Aber er und seine Kollegen sind natürlich nicht gegangen. Das war nur Spaß. Ein Redakteur kann sich nicht hitzefrei nehmen. Ärzte können das ja auch nicht. Oder die Busfahrer. Aber er hat ganz schön gestöhnt.

Ich wollte ihn trösten und habe an die Schweine gedacht: „Sei froh, dass du nicht so schwitzen musst wie die Schweine.“

Der Andreas hat mich ganz komisch angeguckt. Dann hat er gelacht: „Tja, das ist ja eine Redewendung, dass man ,schwitzt wie ein Schwein‘. Aber das stimmt eigentlich gar nicht. Schweine können gar nicht schwitzen.“

„Und was machen die, wenn es heiß ist, die armen Schweine?“, wollte ich wissen.

„Die baden dann in Tümpeln oder auch im Schlamm. Deshalb haben sie auch den Ruf, nicht sauber zu sein.“

„Na ja, im Schlamm baden ist ja auch nicht so toll“, habe ich gemeint.

Der Andreas hat gegrinst: „Hm, Vögel können ja auch nicht schwitzen. Die baden dann gerne. Die Störche schwitzen auch nicht. Weißt du, was die machen? Die kühlen ihre langen Beine mit eigenem Kot!“

„Igitt“, habe ich gleich losgeschnattert. Und der Andreas hat gleich weitergekichert und zu mir gesagt: „Wie kühlst du dich eigentlich, Paula? Oder können Zeitungsenten schwitzen?“

„Du willst mich doch nicht etwa mit den Störchen vergleichen?“, habe ich geschimpft.

„Nein, nein, Paula“, hat er mich beruhigt. „Viele andere Tiere können auch nicht schwitzen und haben ganz gute und saubere Methoden zur Kühlung. Mäuse, Ratten oder Katzen lecken ihr Fell ab. Und die Kühe nehmen ihre stark durchbluteten Hörner als Hitzeableiter. Und weißt du, was die Hunde machen? Die atmen ganz schnell. Die hecheln dann 400-mal in der Minute statt 40-mal. Die Papageien machen es genauso. Die Elefanten können auch nicht schwitzen. Die saugen mit ihrem Rüssel Wasser auf und spritzen es über sich drüber. Aber das ist ja für dich auch nichts, du hast ja keinen Rüssel.“

Das fand ich wieder ganz schön frech vom Andreas. Aber dann habe ich an meine Vogelkameraden gedacht. Natürlich nicht an die Störche. Und ich wusste auch, wie ich ihn ein bisschen ärgern kann. Also habe ich gesagt: „Baden wie meine Vogelkameraden kann ich. Da gehe ich jetzt eben ins Freibad. Dort nehme ich eine kalte Dusche und dann hüpfe ich ins Wasser. Dazu brauche ich keinen Rüssel. Aber vielleicht brauchst du einen. Du musst nämlich in der Redaktion bleiben.“ Eure Paula

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