Paulas Nachrichten

Paula will lieber kuscheln statt heizen

28.11.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der hat gerade im Internet etwas gelesen. Er hat sich gar nicht so richtig um mich gekümmert. Der Bericht war wohl spannend. Ich habe eine Weile gewartet. Dann bin ich einfach wieder losgewatschelt.

Plötzlich hat es hinter mir geklungen: „He, Paula, wohin willst du so schnell? Willst du auch noch zum Klimagipfel?“

„Äh“, habe ich zögerlich zurückgeschnattert, „du hast doch keine Zeit für mich gehabt. Du musstest doch unbedingt was lesen. Da wollte ich halt weiterwatscheln. Und überhaupt: Was soll denn das für ein Berggipfel sein? Und ausgerechnet im Winter! Ich steige doch bei der Kälte nicht auf einen Gipfel! Da liegt doch bestimmt schon Schnee.“

Jetzt hat mich der Andreas erst einmal angeguckt wie das berühmte Auto. Seine Augen sind immer größer geworden. Dann hat er einfach richtig losgeprustet vor lachen. „Na“, hat er gemeint, „das ist doch gerade das Problem – es liegt meistens kein Schnee mehr.“ Dann hat er weitergelacht. Und ich habe das immer noch nicht verstanden.

Also habe ich gesagt: „Kein Schnee? Na gut. Aber kalt ist es auf dem Berg Klima bestimmt trotzdem. Also ich will da nicht hoch. Wo ist der Gipfel überhaupt?“

Der Andreas hat immer noch ein bisschen gelacht. Und er hat gesagt: „Der Gipfel? Wo der ist? Na in Paris!“

Ich habe ihn weiter angeguckt wie ein Auto. Über Paris hatten wir uns letzte Woche doch auch schon unterhalten. Da habe ich mir auch Bilder von Paris angeguckt. Da war weit und breit kein Berg zu sehen. Ich konnte mich nur an den komischen Turm erinnern. Das habe ich dem Andreas gesagt: „Gipfel in Paris? Meinst du den Eifel-Turm?“

Der Andreas hat dann aufgehört mit dem lachen. Er hat gemeint: „Na gut, liebe Paula! Also, es geht natürlich nicht um einen Berggipfel. Dieser Gipfel ist eine Versammlung von ganz wichtigen Politikern. So eine Versammlung nennt man Gipfel – weil eben die wichtigsten zusammenkommen. Ja, und bei der Versammlung geht es um unser Klima. Deshalb kann man die Versammlung in Paris einfach Klimagipfel nennen.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „schön! Und warum ist das Klima dann so wichtiges. Ach, warte. Das ist doch so eine Stadt in Südamerika. Ha! Davon habe ich schon gehört. Aber, äh, warum müssen die Chefs von den Ländern sich dafür extra treffen? Was ist denn da so wichtiges in Klima?“

Der Andreas hat die Augen verdreht und gemeint: „Ach, Paula, heute bist du aber besonders komisch. Das ist doch nicht Klima. Die Stadt heißt Lima. Das ist die Hauptstadt von Peru. Um die geht es da natürlich nicht. Es geht ums K-l-i-m-a. Mit einem K vorne. Das Klima ist so etwas ähnliches wie das Wetter. Man kann eigentlich sagen: Mit Klima beschreibt man, wie über viele, viele Jahre hinweg an einem Ort oder in einer bestimmten Gegend das Wetter ist.“

Da ist mir jetzt aber der Kragen geplatzt! Ich habe losgeschnattert: „Was? Die wichtigsten Politiker aus allen Ländern treffen sich, um über das Wetter zu reden? Das ist ja wohl der Hammer! Es gibt doch so wichtige Probleme – und die labern über das Wetter!“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „das ist schon wichtig. Da geht es ja nicht nur um den Schnee für den nächsten Skiurlaub oder den Sonnenschein für die nächste Freibadsaison. Es wird gerade seit einigen Jahren auf der Erde immer wärmer. Dann können viele schlimme Dinge passieren. Dann schmelzen zum Beispiel die Gletscher. Dadurch wird der Meeresspiegel immer höher. Und dann sind viele Städte und Gegenden am Meer unbewohnbar. Durch die Wärme entstehen auch viele Unwetter. Und die sind auch schlimm. Mit denen kommen nämlich auch oft Überschwemmungen. Und in einigen Gegenden werden die Wüsten immer heißer und größer. Dann kann dort auch niemand mehr wohnen.“

„Das wäre echt blöd“, habe ich gesagt. „Aber warum labern die Politiker da herum? Das Wetter können die doch nicht ändern, oder?“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „eigentlich schon. Der Mensch ist mit schuld an der Erwärmung. Die vielen Fabriken und Autos pusten Abgase in die Luft.“

Dazu hat er mir ein Bild von dem Bericht im Computer gezeigt. Dann hat er weiter erzählt: „Die Gase sammeln sich hoch oben am Himmel. Dann kommt dort das Sonnenlicht zwar rein. Aber die Wärme von den Sonnenstrahlen kommt dann nicht mehr weit genug weg von der Erde. Dadurch wird es immer wärmer.“

„Oh“, habe ich gemeint, „dann sollten wir in Zukunft nicht mehr zu unseren Terminen mit dem Auto fahren. Lass’ uns doch laufen oder mit der Rad fahren, wenn es geht.“

„Das ist eine gute Idee“, hat der Andreas gemeint. „Das sollten alle machen. Wir sollten auch sonst keine Energie verschwenden. Die muss nämlich hergestellt werden. Dafür wird Öl und Holz verbrannt. Dadurch entstehen schädliche Gase. Also, lass und immer das Licht ausmachen, wenn wir es nicht brauchen.“

„Ich habe noch eine Idee“, habe ich geschnattert. „Lass’ uns doch im Winter auf deinem schönen Sofa unter die Decke kuscheln. Dann brauchen wir nicht so viel zu heizen. Und gemütlich ist das auch.“ Gell, liebe Kinder? Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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