Paulas Nachrichten

Paula will keinen Muskelkater haben

14.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich ganz früh mal zum Andreas gewatschelt. Ich hatte Glück. Denn ich habe ihn gerade noch erwischt. Er wollte nämlich gerade zu einem Termin fahren. „Guten Morgen, Paula“, hat er gerufen, „wir gehen heute in eine große Bäckerei! Da kommen viele Kinder mit! Kommst du auch mit?“

„Natürlich“, habe ich geschnattert, „wenn es was zu erleben gibt, bin ich immer dabei! Das machen wir!“

Also sind wir losgefahren. Die Führung in der Bäckerei war auch sehr, sehr interessant. Irgendwie hat mich das aber schon an die Küche in Andreas’ Haus erinnert. Dort bäckt seine Frau ja oft mal einen leckeren Kuchen. Das habe ich dem Andreas gesagt. Der hat geantwortet: „Na, es ist halt bloß alles ein bisschen größer hier! Oder? Du könntest ja mal den Teig da umrühren!“

Dabei hat er auf einen riesigen Topf gezeigt. Ich habe ihn komisch angeguckt. Und dann habe ich so ein bisschen auf meinen kleinen, süßen Entenkörper runtergeschaut. Der Andreas hat das verstanden und gemeint: „Tja, Paula, da würdest du einen schönen Muskelkater vom Rühren bekommen!“

Das habe ich nicht verstanden. „Einen was? Einen Muskelkater? Was ist denn das für ein komisches Tier? Würde der mir beim Umrühren helfen?“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er geantwortet: „Der würde dir bestimmt nicht beim Umrühren helfen. Der ist auch gar kein Tier. Einen Muskelkater bekommt man bei der Arbeit oder beim Sport. Und zwar immer, wenn man sich sehr anstrengt mit seinem Körper. Dann tun einem danach die Muskeln weh. Und das nennt man Muskelkater.“

„Ach, und warum heißt das so? Weil die Kater immer so viel herumrennen und ihnen dann die Pfoten wehtun?“, wollte ich wissen.

Der Andreas musste noch ein bisschen mehr lachen. Er hat gesagt: „Nein, nein. Das Wort hat eigentlich mit einem Kater nichts zu tun. Der Wortteil ,Kater‘ kommt hier eigentlich vom griechischen Wort ,katarrh‘. Das heißt so viel wie ,fließen‘. Denn eigentlich meint man mit dem Wort eine Entzündung unserer Schleimhäute in der Nase zum Beispiel. Das passiert bei einer Erkältung oder bei einem Schnupfen. Und dann läuft ja unsere Nase. Es fließt also so ein Schleim aus ihr raus. So hat man sich also überlegt: Wenn einem die Muskeln weh tun, hat man da einen Katarrh. Und aus dem komischen Wort Katarrh hat man dann einfach den Kater gemacht.“

Das habe ich verstanden. Aber eines war mir noch nicht klar. „Aber warum kriegen die Muskeln beim Arbeiten oder beim Sport einen Schnupfen?“, habe ich gefragt.

„Naja, die kriegen keinen Schnupfen. Aber sie entzünden sich. Die kriegen von der Anstrengung nämlich am Rand lauter klitzekleine Risse. Die heilen zwar schnell wieder. Aber zuerst sind sie entzündet. Da bilden sich dabei auch so Flüssigkeiten. Die müssen abgebaut werden im Körper. Und das tut weh“, hat der Andreas mir erklärt.

„Ah ja“, habe ich gemeint, „dann rühre ich den großen Teigtopf echt nicht um. So einen Muskelkater will ich nämlich nicht.“

Der Andreas musste lächeln. Dann hat er gesagt: „Das brauchst du auch nicht. Man kann ja auch so einen Schneebesen nehmen.“

Das habe ich wieder nicht verstanden. Ich habe geschnattert: „Einen Schneebesen? Ich will jetzt aber keinen Schnee mehr. Jetzt soll es endlich mal Frühling werden.“

Der Andreas musste schon wieder lachen. Dann hat er gesagt: „Aber, Paula, mit diesen Schneebesen fegt man auch keinen Schnee. Die steckt man in eine Maschine und dann kann man mit ihnen den Teig umrühren.“

Der Andreas hat mir dann auch in der Bäckerei richtig große Schneebesen gezeigt.

Mir war aber eines noch nicht klar. Deshalb habe ich gesagt: „Äh, ein bisschen wie ein Besen sehen die ja schon aus. Aber warum heißen die dann nicht Teigbesen?“

„Das ist einfach“, hat mir der Andreas geantwortet. „Weil man mit denen auch Eiweiß verrührt. Und das sieht dann ein bisschen aus wie Schnee.“

„Ah ja“, habe ich gesagt. „Jetzt habe ich alles verstanden. Dann lassen wir mal die Schneebesen-Maschinen den Teig verrühren. Die kriegen ja keinen Muskelkater. Solange können wir uns schon auf den Kuchen freuen.“ Das haben wir auch gemacht. Eure Paula

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Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der kam gerade von einem Termin. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, wo kommst denn du schon wieder her? Warst du wieder auf einem Termin?“

„Natürlich“, hat der Andreas gesagt, „und das war ein sehr…

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