Paulas Nachrichten

Paula will kein fieses Entenmonster sein

27.02.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich wieder einmal durch die Stadt gewatschelt. Das gehört ja zu meinem Job. Aber das ist in letzter Zeit gar nicht so einfach. Da sind nämlich überall riesige Löcher und Gräben in der Fußgängerzone. Die sind alle mit Zäunen abgesperrt. Da kommt man gar nicht richtig durch. Manchmal muss ich dann erst einmal nach dem Weg gucken. Und manchmal finde ich ihn gar nicht mehr.

In dieser Woche habe ich mich also auf so einen rot-weißen Zaun gesetzt. Von dort oben aus habe ich nach dem Weg gesucht. Da kam eine nette Frau vorbei. Die sehe ich oft in der Stadt und sie grüßt mich dann immer ganz nett. Manchmal trifft sie auch nur den Andreas. Dann lässt sie mir durch ihn einen Gruß ausrichten. Diesmal hat sie zu mir gesagt: „Na, Paula, hast du dich im Labyrinth verwatschelt? Komm’! Gib mir deine Pfote! Wir watscheln zusammen durch!“

Das habe ich nicht so ganz verstanden. „Laberwas?“, habe ich geschnattert. „Ich habe doch gar nicht gelabert! Ich habe ja nicht einmal geschnattert! Ich habe doch nur den Weg gesucht!“

Die Frau hat gelacht und gemeint: „Na klar, Paula. Das ist schon in Ordnung. Wir suchen einfach zusammen unseren Weg durch das Labyrinth!“

Wir haben unseren Weg dann auch ganz gut gefunden. Wir kamen eigentlich auch ganz schön schnell durch das Laberdings. Ich habe mich wieder von der Frau verabschiedet. Und dann bin ich gleich weiter zum Andreas gewatschelt.

Der hat mich begrüßt: „Hallo, Paula, schön! Hast du wieder einmal den Weg zu mir gefunden! Das freut mich!“

„Ja, ja“, habe ich geantwortet, „eine Frau hat mir geholfen! Das ist ja gerade gar nicht so einfach! Wegen dem Laberdingski!“

Jetzt hat mich der Andreas angeguckt wie ein Auto. „Ein Laberdingski? Wo gibt es denn so was? Und was soll das überhaupt sein?“

„Na ja“, habe ich gemeint, „so ein Laber . . ., Labi . . ., so ein Ding, wo man halt nicht so leicht durchfindet! Wir mussten uns richtig den Weg suchen!“

„Ah“, hat der Andreas gesagt, „jetzt weiß ich, was du meinst! Du meinst ein Labyrinth! Das passt ja so richtig! Nur dass kein Stier, sondern eine Ente dringehockt ist!“

„Genau“, habe ich geschnattert, „ein Labiriri . . . Äh, was soll das denn jetzt eigentlich heißen?“

Der Andreas hat mir das dann erklärt: „Also, Paula, das Wort heißt Labyrinth. Das schreibt man L-a-b-y-r-i-n-t-h. Damit ist eigentlich so etwas wie ein Irrgarten gemeint. Da gibt es ganz viele verschiedene Wege. Und manchmal geht es auch nicht weiter. Dann muss man umdrehen und einen anderen Weg suchen. Das sieht dann von oben aus wie ein Rätsel!“

„Ah“, habe ich dazwischengeschnattert, „das passt wirklich gerade sehr gut zu unserer Fußgängerzone! Ich musste auch schon umdrehen. Zum Beispiel als ich mir mal eine leckere Brezel beim Bäcker holen wollte! Da kam ich nur bis zum Kleiderladen. Aber Kleider brauche ich als Zeitungsente ja nicht. Ich habe ja mein schickes Gefieder. Und einen warmen Schal habe ich auch schon. Gut, aber warum muss man dafür so ein komisches Wort nehmen? Ist das wieder von deinen guten, alten Römern?“

„Nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet, das Wort kommt von den guten, alten Griechen. Auf der griechischen Insel Kreta gab es mal einen riesigen Palast. Die Kreter mochten so seltsame Äxte mit zwei Schneiden. Die nannten sie Labris. Wir sagen Doppelaxt dazu. Und solche hingen überall in dem Palast herum. Wahrscheinlich heißt deshalb Labyrinth einfach ,Haus der Doppeläxte‘. Der Palast hatte auch gaaaaanz viele Zimmer. Und natürlich gab es dann auch viele lange Gänge. In denen konnte man sich leicht verirren. Dann hat man in Zukunft solche Irrgärten einfach nach dem riesigen Palast mit den verwirrenden Wegen Labyrinth genannt.“

„Ah“, habe ich gemeint, „dann habe ich das mit dem Labyrinth verstanden. Aber warum sagst du das mit dem Stier?“

„Ganz einfach“, hat der Andreas weiter erklärt, „zu dem riesigen Palast gibt es ein gruseliges Märchen. Der Palast hat dem König Minos gehört. Und der hat in sein Labyrinth ein fieses Stiermonster reingesperrt. Das hat andere Typen gefressen. Der hieß Minotauros. Denn Tauros heißt auf griechisch Stier.“

„Wie?“, habe ich ganz aufgeregt geschnattert, „ich bin doch kein fieses Stiermonster! Äh, äh, und auch kein fieses Entenmonster! Na warte, vielleicht doch! Ich kann dich nicht fressen. Aber ich kann dich mit meinem orangenen Schnabel ganz feste in den Po kneifen!“

Dann bin ich ganz schnell auf den Andreas zugewatschelt. Ich habe so getan, als wollte ich ihn beißen. Der Andreas musste lachen und hat gemeint: „Oh, Hilfe, die Minopaula kommt! Ich sperre dich gleich wieder in das Labyrinth in der Fußgängerzone!“

Wir mussten beide lachen. Ich bin doch kein fieses Entenmonster! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Kleiner Panda hat jetzt einen Namen

TOKIO (dpa). Noch ist das Panda-Baby klein und tapsig. Kein Wunder, es kam ja auch erst im Juni auf die Welt. Jetzt hat es endlich einen Namen: Shan Shan heißt das Bärchen. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Süßer Duft“.

Shan Shan lebt in einem Zoo in dem Land Japan in Asien. Der…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten