Paulas Nachrichten

Paula will in Zukunft auch Nüsse essen

18.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paula will in Zukunft auch Nüsse essen

Hallo liebe Kinder,

in dieser Woche gab es ja noch ein paar schöne Tage. Aber am Donnerstag hat es dann ganz arg geregnet. Das sah schon richtig nach Herbst aus. Ich habe es gerade noch bis zum Andreas ins Haus geschafft.

„Puh, das ist ja eklig! Wenn es jetzt noch kälter wird, haben wir bald Winter“, habe ich zu ihm gesagt.

„Nee, nee Paula. So wie der Winter ist das noch nicht. Der wird nämlich richtig hart in diesem Jahr“, hat er geantwortet.

Ich habe nur gefragt, woher er denn das wissen will. Ich weiß von ihm nämlich, dass oft nicht einmal die Wettervorhersage für den nächsten Tag stimmt. Da schimpft er immer richtig. Woher will er das dann wissen?

„Von den Eichhörnchen natürlich, Paula!“, hat er gesagt und gelacht.

„Du willst mich wohl wieder einmal veräppeln?“, habe ich losgeschnattert. „Dass du mit einer Zeitungsente sprechen kannst, ist ja in Ordnung. Aber mit Eichhörnchen? Die habe ich noch nie sprechen hören. Die können das höchstens in Comics!“

Der Andreas hat mich gestreichelt und gesagt, dass ich recht habe. „Natürlich können Eichhörnchen nicht sprechen, aber sie verraten uns dennoch, wie das Wetter wird.“

Jetzt wollte ich ihn veräppeln, und da habe ich zu ihm gemeint: „Willst du mir vielleicht erzählen, dass die irgendwelche Bilder mit Wolken malen, wenn du sie fragst, wie das Wetter wird?“

„Hahaha“, hat er so getan, als würde er lachen. „Natürlich nicht. Aber ich habe in dieser Woche einen Mann getroffen, der hat mir erzählt, dass die Bäume in der Nähe seines Hauses mit Eicheln und Haselnüssen schon völlig leergeplündert ist. Und er hat die Eichhörnchen beobachtet, wie die den geräumt haben.“

„Ach, und bei der Gelegenheit haben sie ihm erzählt, wie der Winter wird?“, wollte ich lachend wissen.

„Völliger Quatsch“, hat er gesagt. „Ich erkläre dir das: Die Bauern sind ja Menschen, die viel auf die Natur achten müssen wegen ihrer Ernte. Und deshalb können sie auch sagen, was es bedeutet, wenn etwas in der Natur geschieht. Und so haben sie beobachtet, dass der Winter hart wird, wenn die Eichhörnchen schon früh die Bäume plündern, um sich einen Vorrat für den Winter anzulegen. So eine Beobachtung nennt man dann eine Bauernregel.“

„Vielleicht sollte ich mir dann auch einen Salatvorrat anlegen, damit ich den Winter gut überstehe“, habe ich mir überlegt. Der Andreas hat gelächelt und mir vorgeschlagen: „Weißt du, Paula, du könntest es ja auch mal mit Nüssen probieren. Die schmecken gut und sind sehr gesund.“

„Aber wo soll ich denn die herholen, wenn die blöden Eichhörnchen die alle geklaut haben?“, habe ich ganz enttäuscht gefragt. Der Andreas hat mich in den Arm genommen und mich in seinen Keller geführt. Da war ein ganzer Korb voller Nüsse.

„Das sind Walnüsse“, hat der Andreas zu mir gesagt. Und ich habe ihn gefragt: „Warum heißen die denn so? Weil sie von den Walfischen gesammelt werden, damit die was zu essen haben, wenn die Meere zufrieren im Winter.“

„Ach was, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Die heißen Walnüsse, weil sie viel größer sind als die anderen Nüsse. Und deshalb nennt man sie eben nach den riesengroßen Tieren, die im Meer herumschwimmen. Die Walnüsse habe ich von einem Freund bekommen. Wir können uns ja an langen und kalten Winterabenden ein paar knacken, wenn draußen der Schnee meterhoch liegt. Dann musst du eben mit dem Schlitten zu mir kommen. Ich mache uns dann auch einen heißen Tee dazu“, hat er zu mir gesagt.

„Mhm“, beim Gedanken an einen kuscheligen, gemütlichen Abend auf dem großen Sofa vom Andreas ist mir’s ganz warm und wohlig ums Herz geworden. Und ich war gar nicht mehr traurig, dass jetzt bald die kalte Jahreszeit beginnt. Jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten! Eure Paula

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