Paulas Nachrichten

Paula will im Liegestuhl Geschichten hören

28.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war noch einmal eine Kinderpressekonferenz. Ihr wisst doch: Da dürfen Kinder so richtige Reporter sein. Sie dürfen dann in unserem Stadtbüro mitten in Nürtingen interessanten Menschen Fragen stellen. Diesmal waren zwei Schauspieler da. Das war sehr spannend. Die haben den Kindern sogar eine kleine Schlägerei vorgespielt. Da bin ich richtig in Deckung gegangen! Als fleißige Zeitungsente bin ich bei den Kinderpressekonferenzen natürlich immer dabei. Da kann ich auch noch etwas lernen. Aber das strengt schon ganz schön an. Ich passe nämlich bei jeder Frage und jeder Antwort ganz genau auf.

Deshalb war ich danach richtig müde. Der Chef vom Andreas war ganz lieb zu mir. Er hat mir vor unserem Stadtbüro in der Sonne einen Liegestuhl aufgebaut und zu mir gesagt: „Du warst jetzt sehr fleißig, Paula. Ruhe dich ein bisschen aus und genieße die Sonne. Bis zum Wochenende ist die nämlich schon wieder weg.“

Das habe ich dann auch gemacht. Plötzlich bin ich aber richtig erschrocken. „Zeitungsente müsste man sein“, hat nämlich jemand direkt neben mir ganz laut gesagt. Ich habe deshalb meine runden Entenäuglein gleich aufgerissen. Das war natürlich der Andreas gewesen! Ich habe gleich losgeschnattert: „Mensch, musst du mich so erschrecken! Überhaupt: Störe mich nicht! Bis zum Wochenende ist die blöde Sonne nämlich schon wieder weg.“

„Das ist aber ärgerlich“, hat der Andreas gemeint. „Ausgerechnet zur Sommerzeit!“

Das habe ich nicht verstanden. Ich habe gefragt: „Sommerzeit? So warm ist es jetzt auch nicht! Und ohne Sonne wird es bestimmt wieder richtig kalt.“

„Diese Sommerzeit meine ich auch nicht, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Ich meine die auf der Uhr. Die wird nämlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder umgestellt. In der warmen Jahrszeit stellen wir doch die Uhren eine Stunde vor. Dann bleibt es abends länger hell. So sollen wir das Tageslicht richtig ausnützen! Das soll Energie sparen!“

„Soll?“, habe ich geschnattert. „Das ist doch wirklich eine gute Idee! Dann brauchen wir doch weniger Strom für die Lampen!“

„Das hast du dir eigentlich richtig überlegt, Paula“, hat mich der Andreas gelobt. Dann hat er aber gesagt: „Wir brauchen dadurch aber auch mehr Energie für die Heizung. Wir heizen im Frühling und im Herbst nämlich durch die Sommerzeit morgens und abends mehr. Am Ende haben wir doch nichts gespart.“

„Na ja“, habe ich gemeint, „dann musst du halt abends länger draußen bleiben im Sommer – dann guckst du weniger in den Fernseher. Dann brauchst du auch wieder weniger Strom.“

Der Andreas hat seine Augenbraue wieder einmal ein bisschen nach oben gezogen. Das macht er doch immer, wenn er sauer ist. Dann hat er gemault: „So viel Fernsehen gucke ich ja gar nicht. Meistens schaue ich sowieso Nachrichten. Außer wenn du vorbeikommst. Dann flatterst du sowieso vor der Glotze herum und ich sehe nichts mehr. Und so wird aus dem schönsten Film ein Hörspiel!“

Das fand ich komisch. „Ein Hörspiel?“, habe ich gelacht. „Spielst du da mit deinen Ohren? So groß sind die doch auch wieder nicht. Außerdem spielst du doch am liebsten mit einem Fußball oder einer Gitarre.“

„Weißt du was, Paula?“, hat der Andreas gesagt. „Du hast dich wahrscheinlich gerade zu lange im Liegestuhl in der Sonne ausgeruht! Deshalb bist du jetzt so frech zu mir! Aber gut, ich will dir das noch einmal erklären: Ein Hörspiel kommt im Radio. Und das ist eine Mischung aus einem Film und einem Buch. Meistens macht man nämlich aus einer Geschichte zum Lesen so ein Hörspiel.“

„Ach“, habe ich dazwischen geschnattert, „dann liest da einfach einer eine Geschichte vor. Das kenne ich doch.“

„Nein, nein, Paula“, hat der Andreas weiter gesprochen. „So ist das nicht. Bei einem Hörspiel wird nicht einfach eine Geschichte vorgelesen. Da liest zwar schon einer die Geschichte. Das ist der Erzähler. Aber die einzelnen Personen aus der Geschichte werden von verschiedenen Schauspielern gesprochen. Und es gibt auch Geräusche dazu. Automotoren und Hupen zum Beispiel. Oder schnatternde Enten. Nächste Woche kommt ein spannendes Hörspiel im Radio über einen Jungen namens Ismael. Und ich habe ein paar CDs mit einem Hörspiel über ein Mädchen namens Ida hier. Da habe ich sogar mehrere davon. Die könntest du an die Kinder verschenken.“

„Das ist ja eine tolle Idee. Dann machen wir doch am Samstag auf meiner Seite ein Spiel und eine Verlosung damit“, habe ich gesagt. Und das machen wir heute auch. Schaut mal auf der Seite nach unten! Das Hörspiel werde ich mir selber auch anhören. Hoffentlich scheint dann die Sonne. Dann höre ich nämlich ganz gemütlich in meinem Liegestuhl zu. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula findet die Geschenk-Ente gut

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der kam gerade von einem Termin. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, wo kommst denn du schon wieder her? Warst du wieder auf einem Termin?“

„Natürlich“, hat der Andreas gesagt, „und das war ein sehr…

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