Paulas Nachrichten

Paula will die Fische Treppen steigen sehen

12.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich bei Sonnenschein am Neckar unterwegs. Ich wollte mal nach meinen Entenkumpels schauen. Unterwegs habe ich den Andreas getroffen. Er hat auf die andere Neckarseite gezeigt und zu mir gesagt: „Na, Paula, willst du dir mal die neue Fischtreppe anschauen? Mach das!“

Dann ist er schon wieder weitergewatschelt, äh, weitergegangen. Ich bin dagestanden und habe geguckt wie ein Auto. Ich habe gestottert: „Äh, äh, Fische? Fische auf einer Treppe? Äh . . .“

Der Andreas hat mir aus der Ferne nur noch zugerufen: „Habe keine Zeit, Paula! Muss zum Termin!“ Und weg war er.

Also bin ich einfach mal über die Brücke auf die andere Seite vom Neckar gewatschelt. Dort haben die echt einen neuen, kleinen Neckar gebaut. Mit Steinen und so. Der fließt am Wehr vorbei. Ihr wisst doch, liebe Kinder: Das Wehr ist der kleine Staudamm mit dem Wasserfall. Eine Treppe habe ich aber nicht gesehen. Hm, und erst recht keine Fische, die auf eine Treppe steigen.

Ich habe aber einfach mal eine Zeit lang alles beobachtet. Man kann ja nie wissen, habe ich mir gedacht. Aber natürlich konnte das auch nur wieder ein doofer Witz vom Andreas sein. Dann kam der Andreas schon wieder. Sein Termin war wohl schon vorbei. Ich habe geschnattert: „Fische, die Treppen steigen? Aber die haben doch gar keine Beine!“

Der Andreas hat auf den neuen, kleinen Neckar gezeigt und meine Frage ganz brav beantwortet: „Schau mal, Paula. Das hier nennt man Fischtreppe. Ja, ja, die Treppe hat keine Stufen. Man kann sie eigentlich auch Fischweg nennen. Dann ist das vielleicht klarer.“

Mir war das nur ein bisschen klarer: Gut, die Fische würden jetzt keine Treppe hochsteigen. Wie sollten sie das auch tun ohne Beine? Aber ich hatte natürlich trotzdem eine Frage: „Ja, aber für was brauchen die denn einen Weg? Die haben doch den Fluss!?“

Jetzt musste der Andreas lachen. Dann hat er gesagt: „Also gut, Paula, ich erkläre dir das: Die Flüsse und Bäche fließen ja immer den Berg runter. Die Fische können aber auch das bisschen den Berg gegen die Strömung raufschwimmen. Aber manchmal baut der Mensch was in die Flüsse rein. Das Wehr hier am Neckar staut das Wasser so, damit es dann schneller fließt und man so im Elektrizitätswerk besser Strom herstellen kann.

Also, die Fische können nicht über das Wehr schwimmen. Das ist natürlich viel zu steil. Deshalb baut man ihnen so einen Umweg. Und der heißt dann Fischweg oder Fischtreppe, weil da die Fische den Berg raufschwimmen können. Da müssen sie immer nur über ganz kleine Stufen springen und schwimmen. Am Wehr müssten sie viel höher springen. Im Vergleich müssten du und ich über den Turm von der Stadtkirche springen!“

Das geht natürlich nicht. Aber so ganz klar war mir das wieder nicht: „Ja, und warum müssen die unbedingt den Berg raufschwimmen?“

Der Andreas hat geantwortet: „Na ja, die schwimmen immer gerne zur Quelle von den Flüssen hinauf. Dort legen sie ihre Eier ab. Denn dort gibt es mehr Sauerstoff und damit auch mehr Nahrung für die Fischkinder im Fluss.“

Das fand ich toll. In dem Moment kam auch noch der Kollege vom Andreas vorbei. Das ist der Fotograf. Der Andreas hat zu ihm gesagt: „Der Paula gefällt die Fischtreppe. Kannst du mit deinem Fischauge nicht ein Bild machen?“

Das fand ich echt hart. Aber er war gar nicht beleidigt und hat einfach ein Bild von mir gemacht. Als er wieder weg war, habe ich gesagt: „Du kannst doch nicht einfach sagen, dass er ein Fischauge hat. Das ist doch gemein.“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gesagt: „Aber, Paula, das Fischauge ist doch nur ein Objektiv für den Fotoapparat. Damit kann man ganz weit auseinanderliegende Dinge fotografieren. Und die Linien werden dann rund. Wie ein Fischauge.“

Ich habe nur „In Ordnung“ gesagt. Für den Tag hatte ich genug von Fischtreppen und -augen. Eure Paula

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