Paulas Nachrichten

Paula will den feinen Staub nicht wegputzen

04.02.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich mal zum Andreas gewatschelt. Er hat sich gerade angezogen. „He“, habe ich geschnattert, „gehst du in die Stadt? Das ist schön. Dann komme ich mit. Ich wollte sowieso gerade spazieren watscheln.“

Der Andreas hat mich auch begrüßt und gemeint: „Ah, Paula, das wäre schön. Ich würde auch gerne mit dir spazieren watscheln, äh, spazieren gehen. Aber ich muss wirklich in die Stadt.“

„Was?“, habe ich weitergeschnattert, weil ich das gar nicht verstanden habe. „Du musst wirklich in die Stadt und kannst deshalb mit mir nicht in der Stadt spazieren watscheln, na gut, spazieren gehen?“

„Ja, weil ich nicht in unsere Stadt muss. Sondern in die richtig große Stadt. Nach Stuttgart.“

„Ach so“, habe ich gemeint, „da können wir wirklich nicht hinwatscheln oder gehen. Das ist zu weit. Oder?“

„Stimmt, Schlauente, das ist zu weit“, hat der Andreas geantwortet. „Man kann schon laufen. Aber dann braucht man ein paar Stunden.

„Nee, danke“, habe ich gemeint, „das ist nichts für meine Watschelbeine. Ich könnte höchstens mal auf dem Neckar hinschwimmen.“

„Gute Idee“, hat der Andreas gemeint, „dann musst du nur auf die Schleusen aufpassen.“

„Schleusen?“, habe ich geschnattert, „sind das irgendwelche gefährlichen Raubfische oder so? Gibt es solche Typen ehrlich im Neckar?“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gesagt: „Nein, keine Bange. Die Schleusen sind keine Tiere. Schleusen haben riesengroße Tore. Die können den Neckar absperren. Schleusen brauchen die Schiffe auf den Flüssen. Denn ein Fluss fließt ja bergab. Dabei überwindet er Höhenunterschiede. Die Schleusen helfen dabei. Dann haben die keine Probleme damit. Eine Schleuse umfasst einfach einen kleinen Teil vom Neckar. Der kann von beiden Seiten mit einem Tor zugemacht werden. Dann macht man ein Tor auf. Das Schiff fährt rein. Dann macht man auf der anderen zu und lässt das Wasser raus. Das Schiff sinkt mit dem Wasser ab. Und dann macht man unten das Tor auf und das Schiff kann weiterfahren.“

„Ah“, habe ich gemeint, „das ist ja ganz schön schwierig. Da haben wir Enten keine Lust drauf. Ich würde um das Tor drumrum flattern oder watscheln.“

„Ja, Paula“, hat der Andreas gemeint, „für mich als Mensch ist das eh nichts mit dem Schwimmen bis Stuttgart.“

„Klar“, habe ich geantwortet, „dann fahren wir eben mit dem Auto.“

„Das sollten wir heute nicht tun. Wegen dem Feinstaub“, hat er gesagt.

„Was?“, habe ich losgeschnattert. „Feinstaub? Hast du wieder bei dir zu Hause nicht sauber geputzt? Hast du den Staub liegen lassen? Und dann hat dir deine Frau das Auto weggenommen zur Strafe?“

Der Andreas musste lachen. Er hat gemeint: „Tolle Idee, Paula! Sag ihr das bloß nicht. Sonst macht sie das wirklich.“

Dann habe ich überlegt. „Ach nee“, habe ich weitergeschnattert, „jetzt weiß ich es. Dein Auto ist wieder einmal so richtig dreckig. Du hast ganz viel Staub auf den Scheiben. Deshalb können wir nicht mit dem Auto fahren. Weil du nicht raussehen kannst!“

Jetzt hat der Andreas ganz böse geguckt und mich angemault: „So ein Blödsinn, Ente! So schmutzig ist mein Auto auch wieder nicht! Und ich dürfte auch nach Stuttgart fahren. Obwohl es den Feinstaub-Alarm gibt. Aber ich mache es nicht. Ich fahre mit dem Zug. Das ist besser!“

„He, die geben sogar schon Alarm wegen deinem Staub! Schäme dich! Und nimm’ wieder mal den Staublappen zur Hand!“

Jetzt musste der Andreas wieder lachen. Und dann hat er ganz lieb gesagt: „Du kannst mir ja mal helfen, Paula. Beim abstauben. Aber mit dem Feinstaub wirst du dich schwertun. Ich erkläre dir das! Also: Die Autos verbrennen ja beim Fahren Benzin und Diesel. Dann kommen ja aus dem Auto Abgase raus. Da sind auch minikleine Staubkörner drin. Und die sind sehr ungesund, wenn man sie oft und lange einatmet. Deshalb messen die in großen Städten wie Stuttgart immer den Feinstaub in der Luft. Bei viel Staub gibt es Alarm. Dann werden die Menschen gebeten, nicht mit dem Auto nach Stuttgart zu fahren.“

„Ah“, habe ich gemeint, „und fahren dann nicht immer gleich viele Autos in Stuttgart herum? Sonst wäre ja immer Alarm, oder?“

„Eigentlich schon, so ungefähr“, hat der Andreas geantwortet. „Aber das hat auch was mit dem Wetter zu tun. Regen spült den Staub weg. Und Wind kann ihn wegblasen. Zum Beispiel.“

„Ah, und warum dürftest du trotz Alarm fahren?“, wollte ich wissen. „Weil du von der Zeitung bist?“

Der Andreas musste wieder lachen. Dann hat er erklärt: „Nein, nein. Weil ich auf dem Auto eine grüne Plakette mit einer ,4‘ habe. Ältere Autos haben keine. Weil sie noch mehr Abgase machen wie die neueren. Dann dürfen die gar nicht nach Stuttgart fahren. Ob Feinstaub-Alarm ist oder nicht.“

„Na gut“, habe ich gemeint, „dann gucke ich mir mal deine Plakette an.“

Der Andreas hat gelacht und gemeint: „Ja, und bei der Gelegenheit kannst du ja gleich mal mein Auto abstauben.“

Ich habe ihn ganz böse angeguckt. Aber dann musste ich lachen. Das war ja sicher nur Spaß! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula besucht die Enten auf dem Dach

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich in die Redaktion gewatschelt. Da kam mir ein Kollege vom Andreas entgegen. Das ist der mit dem großen Fotoapparat. Er hat ganz lieb gelächelt wie immer und gemeint: „Hallo, Paula, komm einfach mit! Ich habe einen super Termin!“

Das hat…

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