Paulas Nachrichten

Paula will auch eine Ritterin sein

28.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich in die Redaktion gewatschelt. Der Andreas war zum Glück wieder da. Die Woche vorher war er nämlich im Urlaub. Ich habe zu ihm gesagt: „Na, wo warst du denn?“

Der Andreas hat mich begrüßt und geantwortet: „Ach, ich war in Portugal. Das ist ein Land in Südwesteuropa!“

„Das ist gemein! Da war es bestimmt schön warm! Und du konntest dort baden! Im Meer!“, habe ich geantwortet.

Der Andreas hat mit dem Kopf geschüttelt und gemeint: „Na ja, Paula, dort war es schon wärmer als hier. Aber baden konnte man dort noch nicht so richtig im Meer. Das Land liegt nämlich am Atlantik. Und das ist ein ziemlich kühles Meer jetzt im Frühjahr. Da weht auch ein ziemlich kalter Wind.“

Ich habe ihn mit meinen runden Entenäuglein angeguckt und gesagt: „Ach so, du Armer! Dann war das ja ein richtig blöder Urlaub, oder?“

Der Andreas musste lachen. „Nein, nein, Paula! Das war sogar ein richtig schöner Urlaub! Uns fallen da auch immer richtig schöne Dinge außer baden ein! Wir sind ja keine Enten! Ich muss nicht immer ins Wasser!“

„Na“, habe ich losgeschnattert, „ich kann auch andere Sachen machen! Aber im Sommer möchte ich halt schon baden! Aber ich weiß schon: du rennst auch immer gerne auf Berge und so. Hast du das dann in Portugal gemacht?“

„Nein, so richtige Berge hat es da nicht! Aber es hat schöne Städte. Da kann man alte Häuser sehen. Und alte Kirchen, Klöster und tolle alte Burgen.“

„Burgen? Das ist ja interessant. Hatten die denn da in Portugal auch Ritter?“, habe ich gefragt.

„Natürlich“, hat der Andreas geantwortet. „Die hießen da nur anders. Die nannte man da ,cavaliero‘.“

Das habe ich nicht so richtig verstanden. Also habe ich gemeint: „Hä? Warum hießen die da im Süden nicht Rittero oder so? Kommt das nicht wieder alles von so einem alten Römerwort?“

„Gute Frage, Paula“, hat der Andreas gemeint. Und dann hat er mir das erklärt: „Also, unser Wort ,Ritter‘ kommt vom alten Germanenwort ,ridare‘. Und das hieß einfach ,reiten‘. Die Ritter sind also Reiter. In Portugal heißen die Ritter ,cavaliero‘. Und in Spanien ,caballero‘ und in Italien ,cavaliere‘. Das sind lauter südeuropäische Länder. Die Wörter kommen alle vom Römerwort ,caballus‘. Das heißt einfach Pferd.“

„Klar“, habe ich ganz begeistert losgeschnattert, „die Ritter hatten ja auch tolle Pferde!“

„Genau“, hat mir der Andreas recht gegeben. „Die Ritter waren Krieger mit einer starken Rüstung. Und sie kämpften meistens vom Pferd aus. Auch die in Portugal. Das habe ich dort erfahren.“

„Hm, die tollen alten Burger dort würde ich mir gerne mal anschauen. Aber das ist ja weit weg!“, habe ich gemeint.

In dem Moment ist ein Kollege vom Andreas vorbeigekommen. Der hat gesagt: „Hallo, Paula, da musst du nicht extra nach Portugal. Ich war vor Kurzem mit meiner Familie an der Mosel. Das ist ein Fluss in Deutschland. Und an dem entlang stehen auch ganz tolle Burgen!“

Der Andreas hat ihm gleich recht gegeben: „Ja, und denke mal an die Burg Hohenneuffen, die ist auch toll und gleich hier ums Eck!“

„Das stimmt“, habe ich gemeint. Dann habe ich mir ein bisschen in den Schnabel gemurmelt: „Hmmmm, dann könnt ich vielleicht doch noch Ritter werden!“

Der Andreas hat das gehört und gesagt: „Die Ritter waren eigentlich immer Männer. Du könntest Burgfräulein sein. Die haben auf der Burg in schönen Klamotten auf ihre lieben Ritter gewartet.“

„Och“, habe ich gleich gesagt, „das ist doch langweilig!“

Der Kollege vom Andreas hat sich dann noch einmal in unser Gespräch eingemischt. Er hat gesagt: „Lass dich nicht entmutigen, Paula! Heute können Frauen und Mädchen alles werden, was früher nur Männer wurden! Allerdings wird das mit den Rittern ein bisschen schwierig. Denn die gibt es ja heute eigentlich nicht mehr. Aber warte mal, ich bringe dir heute mittag was von meiner kleinen Tochter mit.“

Nach der Pause kam er wieder. Er hatte einen Ritterhelm aus Pappe dabei. Der war sogar rosa. Und ein Schild und ein Schwert aus Holz hat er auch dabei gehabt. Er hat gesagt: „So, jetzt kannst du wenigstens Ritterin Paula spielen!“

Das habe ich dann auch gleich gemacht. Allerdinges war das mit meinem Schnabel ein bisschen schwierig. Der Helm hat mir den immer ein bisschen eingeklemmt. Der Andreas hat gesagt: „Das macht gar nichts, Paula! Dann kannst du schon nicht so viel schnattern!“

Ich habe ihm deshalb gleich ein bisschen mit dem Schwert gedroht. Aber das war nur Spaß, liebe Kinder. Denn ich wäre eine liebe Ritterin! Eure Paula

Paulas Nachrichten

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