Paulas Nachrichten

Paula will auch beim Baden Zeitung lesen

21.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

diese Woche wollte ich im Neckar baden. Aber dann war mir das Wetter zu schlecht. Also bin ich mal zum Andreas gewatschelt. Ich habe ihn begrüßt und gemeint: „Bei dem Herbstwetter habe ich gar keine Lust zum Baden.“

Der Andreas hat gelacht und geantwortet: „Na, Paula, du bist mir ja ein schöner Süßwasserpirat!“

Das fand ich seltsam. Denn ich trinke ja auch sehr gerne Wasser. Aber süßes Wasser? Ich habe geschnattert: „Süßes Wasser? Das trinke ich ja gar nicht! Da schwimme ich ja nicht einmal darin!“

Der Andreas hat mich angeguckt und gesagt: „Naja, das sagt man halt so. Und außerdem schwindelst du, Paula. Natürlich schwimmst du in Süßwasser!“

„So ein Quatsch, das Wasser ist gar nicht süß! Keiner schüttet Zucker oder so in den Neckar, oder?“

Der Andreas musste lachen und er hat gesagt: „Das stimmt natürlich. Trotzdem sind unsere Flüsse und Seen Süßwasser. Das heißt so, weil sie nicht so salzig sind. Deshalb ist Süßwasser das Gegenteil vom Salzwasser. Das Salzwasser wiederum finden wir in den Meeren.“

„Salzwasser?“, habe ich geschnattert. „Das ist ja noch blöder! Wer schüttet denn Salz ins Wasser?“

„Niemand natürlich“, hat der Andreas geantwortet. „Die Flüsse fließen doch alle in die Meere. Und die spülen auch das Salz ins Meer.“

Das habe ich gar nicht verstanden. Ich habe wieder geschnattert: „Du willst mich wohl veräppeln? Du hast gesagt, die Flüsse sind nicht salzig. Wie sollen die dann das Salz in die Meere bringen?“

„Da hast du aber gut aufgepasst, Paula“, hat mich der Andreas gelobt. Er hat weiter erklärt: „Das ist so: Das Regenwasser fällt auf die Erde und geht in den Boden hinein. Es sickert nach unten und nimmt aus dem Boden Salz mit. Das findet man in bestimmten Gesteinen. Das Wasser sammelt sich und kommt in Quellen wieder als Bach heraus. Die Bäche fließen in Flüsse und die Flüsse fließen in die Meere. Dabei löst das Wasser noch mehr Salz aus Steinen und dem Boden. Und das Salz fließt dann mit.“

„Schön und gut“, habe ich überlegt, „Aber dann müssen die Flüsse doch auch schon salzig sein.“

Der Andreas hat gelächelt und gemeint: „Stimmt schon. In denen ist auch schon Salz drin. Aber das ist sehr wenig. Man kann es nicht rausschmecken. Im Meer aber wird das anders. Auf das große, große Wasser scheint die Sonne. Das Wasser wird immer wärmer. Und was passiert dann damit, Paula?“

Ich musste kurz überlegen. Dann habe ich gesagt: „Äh, das Wasser wird warm? Hm, dann gibt’s Rauch, oder? Es löst sich auf, gell!“

„Richtig“, hat der Andreas gesagt, „wir sagen: es verdampft. Das Salz kann aber nicht verdampfen. Es bleibt im Meer. Und so wird das nicht verdampfte Meerwasser immer salziger. Außerdem gibt’s auf dem Meeresboden Vulkane. Die brechen manchmal aus. Das kriegen wir gar nicht so richtig mit. Aber die Lava von den Vulkanen ist ja flüssiges Gestein. Da ist auch Salz drin. Und das wird dann auch im Wasser gelöst – und das Wasser wird noch salziger! Tja, und alles in allem schmeckt Meerwasser dadurch richtig salzig – im Gegenteil zum Fluss- und Seewasser.“

Jetzt hatte ich das verstanden. Ich habe gemeint: „Puh, salziges Wasser. Da schwimme ich lieber im Süßwasser.“

„Naja, eigentlich hast du recht. Aber das Salzwasser führt auch zu ganz lustigen Sachen. Zum Beispiel am Toten Meer in Israel“, hat der Andreas gesagt.

Ich habe mich gewundert: „Totes Meer? Wie soll ein Meer denn sterben?“

„Naja“, hat der Andreas gemeint, „das heißt so, weil da keine Fische und so darin leben können. Es ist nämlich zu salzig. Da ist sechsmal so viel Salz drin wie in einem normalen Meer. Es ist aber eigentlich kein Meer, sondern ein See. Dort ist es sehr, sehr warm. So verdampft das Wasser sehr schnell. Und es regnet sehr selten. Es kommt also wenig unsalzigeres Wasser nach. Durch das Salz darin ist das Wasser schwerer als sonst. Und im Vergleich dazu ist alles, was darin schwimmt, leichter. Da kann man darin auf dem Rücken liegen und Zeitung lesen – ganz ohne zu paddeln.“

Das fand ich toll. „Hm, glaubst du, ich könnte das auch mal probieren?“, habe ich gefragt. Der Andreas hat geantwortet: „Ich weiß, was du vorhast, Paula. Aber spüle das Salz nachher wieder aus meiner Badewanne. Äh, und eigentlich können doch Enten sowieso toll schwimmen, oder?“

Das stimmt zwar, liebe Kinder. Aber ich bin halt immer neugierig. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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