Paulas Nachrichten

Paula soll keine Wellen machen

14.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas gekommen. Er lag faul auf seinem Sofa. „He, du liegst auf meinem Lieblingsplatz! Das finde ich voll fies“, habe ich geschnattert.

Er hat mich ganz müde angeschaut und geantwortet: „Mensch, Paula, mach mal nicht solche Wellen!“

Ich habe ihn etwas beleidigt angeschaut und gemeint: „Wellen? Wie soll ich denn Wellen machen? Ich bin doch gar nicht im Wasser!“

Jetzt ist der Andreas wacher geworden. „Du musst nicht ins Wasser, um Wellen zu machen, Paula! Das ist nur so ein Spruch. Das soll heißen: Reg dich nicht so auf“, hat er mir erklärt.

„Na gut“, habe ich gesagt, „aber du liegst halt so faul auf dem Sofa herum. Das macht mich ein bisschen neidisch.“

„Aber Paula, du weißt doch, für dich hat es immer ein Plätzchen. Du musst dich halt dünn machen. Ich bin nämlich ganz schön dick. Ich habe gerade lecker gegessen. Puh, bin ich voll und müde!“

Jetzt habe ich ihn wieder richtig grätig angesehen. Ich habe wieder geschnattert. Und zwar Folgendes: „Wie? Erst blockierst du den ganzen Platz auf dem Sofa und dann erzählst du mir auch noch von Essen, das du ganz ohne mich aufgegessen hast? Vielleicht habe ich ja auch Hunger! Das ist doch gemein!“

„Denk an die Wellen, die du nicht machen sollst“, hat der Andreas ganz frech zu mir gesagt. „Ich habe zwar den ganzen Salat schon aufgegessen. Aber es hat noch Nudeln. Die kannst du dir aufwärmen! Nimm die Mikrowelle!“

Das habe ich erst recht nicht verstanden. „Ich mache doch gar keine Wellen mehr! Warum fängst du wieder mit der Welle an?“

Der Andreas musste lachen: „Das ist etwas anderes! Ich spreche von der Mikrowelle. Damit meine ich den Mikrowellenherd. Damit kannst du dir schnell die Nudeln heiß machen. Das ist der Kasten in der Küche. Such einfach nach einem Fernseher, in dem keine Filme laufen!“

Ich habe ihn angeschaut wie ein Auto. Aber ich bin in die Küche gewatschelt. Da war so ein komischer Kasten. Ein bisschen hat der ausgesehen wie ein Fernseher. Mit einer Tür mit Fenster. Die Nudeln standen davor. Der Andreas ist in die Küche gekommen. Wir haben die Nudeln ins Gerät gestellt, die Tür zugemacht und an einem Knopf gedreht. Die Nudeln haben sich im Kreis gedreht. Dann hat es gleich geklingelt. Der Andreas hat gesagt: „So, deine Nudeln sind fertig!“

Ich konnte das nicht glauben. Aber die Nudeln haben gedampft und lecker gerochen. Die Schüssel war aber nicht heiß. Ich konnte sie gleich anfassen. Der Andreas hat die Fragezeichen in meinen runden Entenäuglein gesehen. Er hat gesagt: „Na, das ist gut, dass das Gerät im Gegenteil zu dir Wellen macht! Oder, Paula?“

„Ja, aber was haben die Wellen mit dem Ofen zu tun?“, wollte ich wissen.

Und der Andreas hat angefangen zu erklären: „Also, in dem Gerät ist ein sehr starker Magnet. Der erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Das musst du dir eben wie Wellen im Wasser vorstellen. Die Wellen bewegen sich aber in der Luft. Du kannst sie nicht sehen. In der Nahrung, zum Beispiel in deinen Nudeln, ist Wasser. Wasser besteht aus vielen kleinen Tropfen. Und die bestehen aus vielen kleinen Teilchen. Die nennen wir Moleküle.“

„Heißen die so, weil sie kühl sind und wir sie erst aufwärmen müssen?“, habe ich wissen wollen.

„Hm“, hat der Andreas überlegt, „du hast recht und du hast unrecht. Also, sie heißen nicht Moleküle, weil sie kühl sind. Man schreibt sie ja auch ohne das ,h‘. Das Wort kommt nämlich vom Römerwort ,molecula‘. Das heißt auf Deutsch ,kleine Masse‘. Aber du hast recht: Eben die müssen wir aufwärmen, damit unser Essen warm wird. Die Wellen bringen die Moleküle in Bewegung. Das ist wie mit einem Kompass: Wenn du da einen Magneten hinhältst, tanzt die Kompassnadel ganz verrückt.“

„Ha, und die Moleküle tanzen dann auch wie verrückt!“, habe ich gemeint.

„Stimmt“, hat der Andreas gesagt, „dabei reiben sie aneinander. Wie wenn du deine Watschelfüße aneinanderreibst. Dabei entsteht die Wärme. So wird über das Wasser auch das Essen warm. Das Essen muss sich aber drehen. Sonst kommen die Wellen nicht überall gleichmäßig hin.“

Das fand ich toll. Und mir ist was eingefallen: „Ah, und weil die Schüssel nicht aus Wasser besteht, wird sie auch nicht warm. Oder? Wer hat denn so was Tolles erfunden?“

Der Andreas hat mich erst einmal gelobt. „Das mit der Schüssel stimmt. Und der Erfinder war eigentlich ein zufälliger Entdecker. Der war ein Amerikaner. Er hat mit einem Radargerät etwas ausprobiert. Das arbeitet auch mit solchen Wellen. Und die haben einen Schokoriegel in seiner Hosentasche geschmolzen.“

Das ist zwar schade um die Schokolade, liebe Kinder, aber das Opfer hat sich gelohnt! Eure Paula

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