Paulas Nachrichten

Paula singt jetzt auch „Waka waka“

26.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

irgendwie hat mich das ja richtig interessiert: Ich wollte einfach wissen, was „waka waka eh eh“ heißt. Das ist doch der Satz aus diesem Lied zur Fußball-Weltmeisterschaft. Und der Andreas hat zu mir gesagt: Was eine richtige Zeitungsente ist, die bekommt das selber heraus!

Ich habe mir gedacht: Man muss einfach die Fußballfans fragen. Der Andreas fragt auch immer irgendwelche Menschen, wenn er etwas für seine Artikel wissen will. Das ist viel besser als im Internet rumzugurken, sagt er immer.

Also bin ich losgewatschelt. Bei ihm in der Nähe gibt es ja den Schlachthof. Da sind immer ganz viele Fußballfans, vor allem, wenn die Deutschen spielen. Am Mittwoch war es wieder so weit. Die hatten ein ganz wichtiges Spiel gegen Ghana. Der Andreas hat davor zu mir gesagt: „Ich freue mich immer sehr für die afrikanischen Mannschaften. Aber heute nicht. Heute müssen wir gewinnen.“

Er sah auch ganz blass aus. Und er hat nicht einmal gelächelt. Ich glaube, der war aufgeregt.

Drüben im Schlachthof war das ähnlich. Es war schönes Wetter. Die Menschen hatten zu essen und zu trinken. Aber so richtig haben sie sich nicht auf das Spiel gefreut, habe ich gemeint. Ich glaube, auch die waren einfach nervös. Sie haben dann angefangen mit ihren Tröten zu tröten. Manche haben gegrölt und gesungen. Ich habe dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und welche angesprochen. Das fällt mir immer gar nicht so leicht. Der Andreas sagt, das ist normal. Er hat das auch nicht immer einfach so gemacht, als er noch ein ganz junger Journalist war. Man ist da einfach ein bisschen scheu. Er sagt mir immer: Du musst halt nett und freundlich zu den Leuten sein – dann sind sie das auch zu dir. Und dann kannst du deine Schüchternheit ruhig überwinden.

Also habe ich zu einem gesagt: „Hallo, ich bin die Paula von der Nürtinger Zeitung. Und ich habe eine Frage: Weißt du, was ,Waka waka eh eh‘ heißt?“

Der Typ hat mich angeschaut wie ein Auto. Ich kenne das ja. Der nächste, den ich gefragt habe, auch. Ein anderer hat mit mir geschimpft: „Das ist doch afrikanisch. Wie kann eine deutsche Zeitungsente heute afrikanisch sprechen. Wir müssen doch gegen die afrikanische Mannschaft gewinnen.“ Das fand ich blöd.

Ein anderer hat gesagt: „Klar weiß ich das. Aber ich kann es dir gerade nicht erklären, weil ich das Spiel gucken muss.“

Ich weiß nicht, ob das gestimmt hat. Vielleicht hat er ja nur geschwindelt. Ich bin dann doch ganz enttäuscht rüber zum Andreas gewatschelt. Aber als ich kam, habe ich gedacht, die Welt geht unter. So ein Krach! Der Andreas hat mit seinem Sohn und seiner Frau im Arm getanzt. Seine Freunde haben es genauso gemacht. Die Deutschen hatten ein Tor geschossen! Da habe ich eben mitgefeiert. Auf meinem Lieblingssofa war gar kein Platz mehr. Aber ich war nicht sauer. Ich habe mich einfach irgendwo dazwischengedrückt.

Ich habe dann zum Andreas gesagt: „Wie ist das jetzt mit dem ,Waka waka eh eh‘? Ich habe die Fans im Schlachthof gefragt. Aber die wollten oder konnten mir das nicht sagen.“

Wisst ihr, was der Andreas gesagt hat? Beinahe das Gleiche wie der eine am Schluss: „Paula, jetzt gucken wir erst das Spiel und dann unterhalten wir uns!“

Ich war einverstanden. Mir blieb ja auch nichts anderes übrig. Nach dem Spiel hat mir der Andreas dann erklärt: „,Waka Waka‘ kommt aus einer afrikanischen Sprache. Es heißt so viel wie ,leuchte‘ oder ,brenne‘. Gemeint ist damit eher ,mach weiter‘ oder ,geh voran‘. Eigentlich stammt das Lied von der Shakira von einer anderen Band aus dem afrikanischen Land Kamerun. Und die haben die Idee von einem Soldatenlied.“

„Soldaten? Was haben denn die mit Sport zu tun?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat geantwortet: „Fußball ist ja schon friedlich, da hast du recht. Aber er hat auch was mit Kampf und Einsatz zu tun. Natürlich nur mit friedlichen und fairen Mitteln. Und das Lied ist gut geeignet, um jemandem Mut zu machen.“

Naja, wenn der Andreas beim nächsten Spiel gegen England wieder so nervös ist, dann singe ich ihm das Lied. Dann bekommt er sicher Mut! Eure Paula

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Paula sorgt sich um die Äpfel

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich durch die Stadt zum Andreas gewatschelt. Der Wind hat ganz schön geweht. Der Andreas hat mich begrüßt: „He, Paula, schön dass du da bist! Der Wind hätte dich auch verwehen können. Oder auch deine Buchstaben. Dann hätte man gar nichts mehr auf…

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