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Paula sieht aus wie die reichste Ente der Welt

25.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paula sieht aus wie die reichste Ente der Welt

Hallo liebe Kinder,

am Donnerstag bin ich durch die Stadt gewatschelt. Und an einer Ecke bin ich lauter glücklich lächelnden Menschen begegnet. Die sind alle aus einem Laden gekommen. Und jeder von denen hat ein Heftchen oder ein Buch in der Hand gehabt.

Wisst ihr, was auf und in den Heftchen zu sehen war? Lauter Enten! Lustige Enten. Grätige Enten. Kleine Enten. Größere Enten. Da waren ganz viele Bildchen mit den Enten. Und die haben sich darauf benommen wie Menschen. Und die Bildchen haben richtige Geschichten erzählt. „Das sind Comics!“, ist mir plötzlich eingefallen. So etwas habe ich beim Andreas und seinem Sohn natürlich schon gesehen.

Ich war jetzt logischerweise richtig neugierig geworden. Und was macht eine neugierige Zeitungsente? Richtig! Sie recherchiert, wie der Andreas immer sagt. Er hat mir mal erklärt, was „recherchieren“ heißt. Das kommt aus dem Französischen und heißt so viel wie „nachforschen“. Die Journalisten machen das, wenn sie Informationen für einen Bericht brauchen.

Also bin ich nichts wie rein in den Laden. Da war eine lange Schlange. Alle Leute hatten so Comic-Hefte in der Hand. Ich bin mal ganz vorsichtig an der Schlange vorbeigeschlichen. „Ich will mich nicht vordrängen“, habe ich gesagt. „Ich will nur mal schauen, was da los ist.“

Als ich vorne am Schlangenende angekommen war, saß da ein Mann an einem Tisch, der hat seinen Namen vorne in die Comic-Bücher reingeschrieben. Manchmal hat er auch Bildchen von so einer Ente reingemalt. Dann haben die Leute sich ganz besonders gefreut und sich superlieb bei ihm bedankt. Er hat irgendwas geantwortet. Das klang nett, aber ich habe es nicht verstanden. Ich glaube, das war englisch.

Und wisst ihr, wen ich da plötzlich hinter dem Tisch mit dem Mann entdeckt habe? Natürlich: Da stand der Andreas! Er hat Bilder gemacht und sich mit ein paar Leuten unterhalten. „Du bist ja überall, wo was los ist!“, habe ich gerufen. Er hat geantwortet: „Richtig, Paula. Das ist ja auch mein Job als Reporter.“

„Dann kannst du mir ja auch sicher erklären, was hier los ist?“, habe ich gemeint.

„Natürlich kann ich das“, hat er gesagt. „Der Herr hier ist Don Rosa. Er ist ein berühmter Comic-Zeichner aus Amerika. Der zeichnet die Geschichten von den Ducks, den berühmtesten Enten der Welt.“

„Wie?“, habe ich ganz traurig gefragt, „sind die berühmter als ich?“

„Ja, Paula, die sind weltberühmt. Aber es gibt sie ja nur in den Comic-Heftchen“, hat der Andreas geantwortet. Und er hat mir gesagt, dass die Geschichten sehr, sehr lustig sind und viele Kinder sie mögen.

„Kinder? Dann wundert es mich aber, dass hier auch so viele Erwachsene sind?“, habe ich bemerkt.

Der Andreas hat gesagt: „Na weißt du, jeder Erwachsene war auch einmal ein Kind. Und außerdem mögen viele Erwachsene auch das, was Kinder mögen.“

Jetzt wollte ich noch wissen, was die Leute da machen. „Sie freuen sich, dass der Zeichner seine Unterschrift als Erinnerung in die Bücher schreibt“, hat der Andreas mir erklärt. Und so eine Originalzeichnung von so einem berühmten Zeichner ist für Fans richtig viel wert.

„Hm, so eine Zeichnung hätte ich auch gern“, habe ich gemurmelt. Dann hat der Andreas mit dem Mann aus Amerika gesprochen. Er hat mich ganz lange angeguckt. Ich wusste nicht warum, ich bin ganz rot geworden. Aber plötzlich hat er angefangen zu malen. Und nach ein paar Minuten war da ein Bild von mir auf dem Papier! Dann hat er ganz verschmitzt gelächelt. Und ruck, zuck hat er mir auf dem Bild einen großen Hut auf den Kopf und eine kleine Brille auf den Schnabel gesetzt.

„Paula, jetzt siehst du aus wie die reichste Ente der Welt!“, hat der Andreas gesagt. Ich hab es nicht verstanden. Habt ihr das verstanden, liebe Kinder? Aber der Andreas hat gemeint, er liest mir zur Erklärung eine Comic-Geschichte vor! Eure Paula

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