Paulas Nachrichten

Paula schaut sich die Raketen an

31.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

heute ist ja wieder einmal Silvester. Da wird es wieder mächtig krachen! Früher habe ich ja noch richtig Angst gehabt vor der Knallerei. Das ist heute ein bisschen anders. Ich weiß jetzt: Mir passiert nichts, wenn ich aufpasse. Aber so richtig mögen tue ich das ganze Gelärme nicht.

Deshalb habe ich in dieser Woche meinen runden Entenäuglein kaum getraut. Mir ist in der Stadt der Andreas begegnet. Und wisst ihr, was der dabei hatte? Eine riesige Tüte mit Raketen, Böllern und lauter so komisches Zeug!

Ich habe ihn gleich mal angeschnattert: „He, was soll denn das? Bist du jetzt unter die Feuerteufel gegangen?“

„Aber nein, Paula! Du weißt doch: Ich kaufe eigentlich nie Feuerwerkssachen!“

Ich habe ihn ganz krumm angeguckt. „Was heißt hier ,Ich kaufe eigentlich nie‘? Und wo hast du die Raketen dann her? Sind die vom Himmel gefallen? Ohne dass du sie wolltest?“

Er war dann ganz kleinlaut. Er hat gemeint: „Na gut, Paula. Natürlich habe ich die gekauft. Aber du musst mir glauben: ich habe mir zum allerersten Mal in meinem Leben solche Dinger gekauft.“

Ich habe ihn gleich unterbrochen: „Na, das ist ja echt der Hammer! Dann warst du als junger Kerl viel vernünftiger als jetzt? Du kaufst dir mit bald 50 Jahren zum ersten Mal solche Krachmacher, Luftverpester und Geldverschwender?“

Er hat mir auf die Schulter geklopft und ganz lieb gemeint: „Na, jetzt rege dich mal nicht so auf, Paula. Ich will dir ja erklären, warum ich dieses Jahr welche gekauft habe: Das habe ich nur wegen meinem Sohn gemacht!“

Auch jetzt habe ich ihn gleich unterbrochen: „Ha, du schämst dich nicht? Du schiebst die Schuld echt auf dein Kind? Das ist ja wie mit den Vätern, die eine elektrische Eisenbahn kaufen. Die sagen dann auch: ,Die ist für meine Kinder‘. Und dann spielen sie die ganze Zeit selber damit, die Schwindler!“

„Aber Paula, das stimmt doch nicht! Mein Kleiner ist jetzt so alt, dass er auch mal Lust auf Knallerei und bunte Lichter hat. Aber das Ganze ist ja nicht ungefährlich. Man kann sich schwer verletzen. Deshalb dürfen die Kinder das Zeug auch nicht kaufen. Und sie dürfen es auch nicht benützen. Jetzt mache ich das mit ihm zusammen. Wir passen auf. Und dann kommt er auch nicht auf die Idee, das mal heimlich und alleine mit seinen Kumpels auszuprobieren. Hast du nicht auch Lust? Komm’ doch heute Abend zu mir und wir machen zusammen unser kleines Feuerwerk!“

„Naja“, habe ich gemeint. „Ein bisschen kann ich das ja verstehen. Aber das Zeug kostet doch Geld. Man könnte mit dem Geld viel sinnvollere Sachen anfangen. Man könnte das Geld spenden. Für Menschen, die Hunger leiden. Oder für arme und kranke Kinder.“

„Da hast du Recht, Paula. Aber ich habe für das Feuerwerkzeugs nicht so viel ausgegeben. Wir können noch zusammen ein bisschen sparen und dann können wir trotzdem etwas spenden. Manchmal kann man halt auch was machen, was einfach nur Spaß macht. Das ist doch auch ein schöner Sinn. Viele Sachen machen einfach nur Spaß – und haben weiter keinen Sinn. Man darf es eben nur nicht übertreiben. Und man muss aufpassen, dass nichts passiert. Dann können wir auch mal ein paar Raketen abschießen. Wir müssen das ja nicht jedes Jahr machen.“

Damit war ich einverstanden. Ich werde mir die Ballerei kurz angucken. Wenn ihr auch unterwegs seid, macht keinen Blödsinn und passt gut auf. Eure Paula

Paulas Nachrichten

So schleckt die Schnecke

Häuschenschnecken wie die Weinbergschnecke sind anders

Langsam, langsam! Ohne Eile kriecht diese Schnecke über eine Pflanze. Die meisten Gärtner stört das nicht.

Denn die Weinbergschnecke nimmt ihnen etwas Arbeit ab. Sie frisst am liebsten welke…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten