Paulas Nachrichten

Paula möchte lieber nicht aus dem Bierbrunnen trinken

12.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

gestern habe ich einen großen Schreck bekommen. Ich bin durch die Stadt gewatschelt, und plötzlich habe ich lauter Krankenwagen gesehen.

Oje, habe ich mir gedacht, da wird doch nichts passiert sein.

Wie es sich für eine fleißige Zeitungsente gehört, bin ich so schnell wie möglich zum Andreas geflattert. Der saß gerade beim Mittagessen.

He, Andreas, hör auf mit dem Essen, habe ich ihm gesagt. In der Stadt ist was Schlimmes passiert, in der Nähe vom Rathaus stehen lauter Krankenwagen rum!

Zuerst ist der Andreas auch richtig erschrocken. Und dann hat er gleich bei der Polizei angerufen. Die wussten nichts von einem Unfall oder von sonst etwas Schlimmen.

Plötzlich hat der Andreas gelächelt und gesagt: Aber klar doch, Paula. Da ist nichts Schlimmes passiert. Im Gegenteil: Da wird noch was Schönes passieren. Heute und morgen findet das Stadtfest statt. Da bauen vielleicht schon ein paar Rettungsdienste ihre Zelte auf. Die verkaufen dann manchmal auch etwas zu essen oder zu trinken, damit sie für ihre Arbeit Geld haben. Oder sie bauen Zelte auf, damit sie sich um die Gäste beim Fest kümmern können, wenn’s da mal einem nicht so gut geht. Und so viel ich weiß, kann man am Samstag sogar sehen, wie eine Rettungshundestaffel arbeitet.

Rettungshundestaffel? Kümmern die sich um Hunde, wenn deren Herrchen und Weibchen nicht lieb zu ihnen sind?

Nein, nein, Paula, hat der Andreas gesagt. Die Hunde kümmern sich um Menschen. Wenn zum Beispiel Menschen bei einem Erdbeben verschüttet wurden, dann suchen die Hunde mit ihren feinen Nasen nach den Vermissten.

Ach, das sind aber liebe Hunde, habe ich zum Andreas gesagt. Ich bin sicher, dass die auch nicht beißen.

Klar nicht, Paula, das sind gut erzogene Tiere. Und wenn du sie nicht ärgerst, tun sie dir sicher nichts. Du solltest sie dir einfach mal angucken. Zum Beispiel am heutigen Samstag. Da sind sie zwischen 14.30 und 18 Uhr in der Fußgängerzone beim Kaufhaus Hauber.

Huch, dachte ich mir, da wird doch nicht ein Erdbeben sein, mitten in Nürtingen?

Der Andreas hat meinen zweifelnden Blick gesehen und gleich gemeint: Du brauchst keine Angst haben. Die Hunde sind da, weil Stadtfest ist, und nicht, weil sie Vermisste suchen müssen. Sie wollen einfach mal zeigen, was sie so alles können.

Ich schaue mal vorbei, hat der Andreas erklärt, beim Stadtfest ist nämlich immer viel los. Da sind ganz viele Menschen, es spielen Musikgruppen, es wird getanzt. Und es gibt eine Menge zu essen und zu trinken.

Naja, habe ich mir gedacht. So langsam bin ich es ja wirklich gewöhnt, dass in der Stadt immer Radau ist. Zuerst der Maientag, dann die Europameisterschaft. Jetzt eben das Stadtfest. Wieder nix mit Schlafen.

Ach, stell dich nicht an, Paula. Schau halt mal vorbei. Ich bin ja auch bestimmt da und trinke gemütlich mit Freunden ein Bier.

Da habe ich gleich meinen Schnabel verzogen. Ich trinke doch kein Bier!

Ihr immer mit eurem Alkohol!, habe ich zum Andreas gesagt.

In Ordnung, Paula, du musst ja natürlich kein Bier trinken. Und wenn du willst, stoßen wir zusammen mit einem so richtig schönen, kühlen Wässerchen an. Mit Wasser kann man auch schön feiern, da hast du völlig recht. Allerdings schmeckt so ein Bier ab und zu gar nicht schlecht. Man sollte halt nicht zu viel davon trinken. Und vor allem nicht zu oft. Als letzte Woche die Nürtinger Geschäftsleute zum Bierbrunnen eingeladen hatten, habe ich arbeiten müssen. Deshalb freue ich mich ganz besonders auf das Stadtfest.

Bierbrunnen?, habe ich ganz erstaunt gefragt. Von einem Biergarten habe ich ja schon was gehört. Aber von einem Brunnen, aus dem Bier fließt?

Ich habe den Andreas mit meinen großen Augen ganz fragend angeschaut. Und er hat mir erklärt: Na, heute heißt das nicht mehr Bierbrunnen, da hast du schon recht. Aber früher hat man Schläuche über den alten Ochsenbrunnen oder den Lammbrunnen gehängt, aus denen ist Bier geflossen. Das hat bei dem Fest nichts gekostet, die Leute mussten sich nur vorher ein Gläschen kaufen. Das war der Bierbrunnen!

Und plötzlich hat der Andreas sich ganz arg gefreut und gesagt: He, Paula, ich habe sogar noch so ein altes, kleines Bierbrunnenglas in der Redaktion. Das schenke ich dir! Dann kannst du immer dein Wasser aus dem Glas trinken.

Darüber habe ich mich sehr gefreut – und mir gleich mal einen Schluck Wasser aus dem neuen Glas genehmigt. Bei der Hitze soll man sowieso viel trinken! Prost, liebe Kinder! Eure Paula

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