Paulas Nachrichten

Paula möchte ein Plimp haben

28.10.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Die Sonne hat gescheint. Aber so richtig warm war es nicht mehr. Na ja, habe ich mir gedacht, Paula, genieße lieber mal die Sonne. Denn bald ist so richtig Herbst.

Der Andreas hat genauso gedacht. Er hat mich begrüßt und gemeint: „Na, Paula, saugst du die letzten Sonnenstrahlen auf?“

„Ja, das mache ich“, habe ich geantwortet. Und dabei habe ich wohl ein bisschen traurig geguckt.

Denn der Andreas hat mich gleich trösten wollen: „Aber Herbst ist ja auch nicht so schlimm. Denke mal an das schöne bunte, raschelnde Laub. An den warmen Tee auf meinem Sofa. Und an die Drachen.“

Jetzt habe ich den Andreas erst einmal ganz komisch angeguckt. Ihr wisst schon, Kinder: Ich habe geguckt wie ein Auto. Denn das habe ich nicht verstanden. Ich habe geschnattert: „Was? Du willst mich trösten? Und dann erzählst du mir etwas von den grässlichen Viechern? Den bösen Drachen?“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gesagt: „Quatsch, Paula! Ich meine doch nicht die Drachen aus den Märchen. Die gibt es doch gar nicht. Ich meine die Papierdrachen. Die kann man im Herbst wieder fliegen lassen.“

„Ah, stimmt“, habe ich ganz beruhigt geantwortet. Aber eines hatte ich immer noch nicht verstanden. Also habe ich gefragt: „Und warum fliegen die Papierdinger besonders gut im Herbst?“

„Na, weil es im Herbst mehr Wind hat“, hat der Andreas gemeint.

Und ich habe gleich wieder gefragt: „Und warum hat es im Herbst mehr Wind?“

Der Andreas hat die Augenbrauen nach oben gezogen. Er sah etwas genervt aus. Er hat dann auch gesagt: „Mensch, äh, Ente, Paula! Du kannst einem aber auch Löcher in den Bauch fragen!“

Das habe ich natürlich wieder nicht so richtig verstanden. Ich habe erst einmal ganz überrascht auf seinen Bauch geguckt. Aber da war alles in Ordnung. Keine Löcher.

Der Andreas hat dann ein bisschen gelacht und gesagt: „Oh je, das sagt man doch nur so. Und zwar, wenn jemand viel, viel fragt. Aber das ist ja in Ordnung. Frag’ nur, Paula! Also hier erst einmal eine Antwort: Im Herbst hat es tatsächlich mehr Wind. Das kommt von den großen Temperaturunterschieden. Im Norden von Europa wird es schon richtig kalt. Und im Süden ist es noch wärmer. Vor allem am Mittelmeer. Denn das viele Wasser speichert die Wärme. Durch den Unterschied kommt die Luft in Bewegung und es windet mehr. Stell’ dir mal ein ganz warm beheiztes Zimmer im kalten Winter vor. Du machst das Fenster auf. Und dann zieht es ganz arg, weil die warme Luft raus und die kalte Luft rein will. Tja, und bei dem Wind kann man natürlich toll die Drachen steigen lassen.“

„Ja, das macht schon auch Spaß! Aber weißt du was blöd ist? Mit dem Drachen kann man gar nicht mitfliegen!“, habe ich gemeint.

Der Andreas hat gelächelt und gemeint: „Stimmt! Zum Mitflliegen brauchst du schon ein Flugzeug oder ein Luftschiff!“

„Was?“, habe ich geschnattert, „ein Luftschiff? Was soll denn das? Schiffe fahren doch auf dem Wasser und nicht in der Luft!“

Der Andreas hat gesagt: „Äh, das stimmt nicht ganz. Es gibt auch Luftschiffe. Die fahren dann auch eher in der Luft wie Schiffe statt zu fliegen. Die haben eine große Hülle. In die kommt ein Gas. Das ist leichter als die Luft. Und deshalb schwebt das Luftschiff in der Luft wie ein Unterseeboot im Wasser. Unten hängt eine Gondel für die Passagiere dran. Und an der Gondel ist auch der Motor dran. Mit dem wird das Luftschiff dann in die entsprechende Richtung getrieben.“

Der Andreas hat mir in seinem Computer so ein Luftschiff gezeigt.

„Ah“, habe ich gemeint, „du meinst die Zeppeline!“

„Stimmt beinahe“, hat der Andreas gesagt, „ein Zeppelin ist ein Luftschiff. Die sind nach dem Graf Zeppelin benannt. Der hat die am Bodensee hier bei uns gebaut. Die hatten ein Gerüst wie die Knochen bei einem Tier. Und das Gerüst gibt die Form für die Hülle mit dem Gas vor. Aber es gibt da auch noch die Blimps.“

„Was? Blimps? Das klingt aber lustig“, habe ich geschnattert.

„Stimmt“, hat der Andreas gesagt, „das sind andere Luftschiffe. Die sehen zwar auf den ersten Blick auch aus wie ein Zeppelin. Aber sie haben in ihrer Hülle kein Gerüst. Die bekommen ihre Form erst durch das Gas. Warum die so heißen, ist nicht ganz klar. Es könnte was mit dem englischen Wort ,limp‘ zu tun haben. Das heißt so viel wie ,schlaff‘ oder ,biegsam‘. Weil die Hülle halt ohne Gerüst schlaff ist, wenn kein Gas drin ist. Und weil für die amerikanischen Soldaten solche Luftschiffe der Typ B waren. So wurde aus ,B‘ und ,limp‘ vielleicht Blimp.“

„Wenn ich der Kapitän von so einem Luftschiff wäre . . .“, habe ich überlegt. „. . . . würde ich es Plimp nennen: Paulas schlaffes Luftschiff.“ Eure Paula

Paulas Nachrichten

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