Paulas Nachrichten

Paula mag nicht jedes Eis

28.01.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich wie immer mal zum Andreas gewatschelt. Der stand richtig warm angezogen vor seinem Haus. Er hat mich gleich begrüßt: „Hallo, Paula. Na, hast du dich auch bei der Kälte in die Stadt getraut?“

„Nein, nein“, habe ich geantwortet, „ich habe mal zu meinen Entenkumpels am Neckar geguckt! Da war es aber auch ganz schön kalt. Der Neckar friert schon vom Rand her zu!“

„Ah“, hat der Andreas gemeint, „dann breche bloß nirgendwo ein!“

Das habe ich nicht verstanden. Ich habe geschnattert: „Wieso einbrechen? Ich bin doch kein Einbrecher! Was denkst du denn von mir?“

Der Andreas musste lachen. Er hat gesagt: „Klar bist du kein Einbrecher! Sonst hätte ich ja schon lange die Polizei geholt. Ich meine doch: Du sollst auf dem Eis nicht einbrechen! Das ist nämlich viel zu dünn. Man darf nicht darauf rumrennen. Das geht kaputt. Und dann versinkt man im eiskalten Wasser!“

„Brrrr“, habe ich gemeint, „das stimmt! Aber da müssen vor allem die Kinder aufpassen. Für mich als Ente ist das Wasser nicht gefährlich!“

„Da hast du recht“, hat der Andreas gesagt, „dann pass doch auf die Kinder auf, wenn du am Neckar bist! Aber jetzt bist du ja hier. Magst du dich mal um mein Eis kümmern?“

Den letzten Satz fand ich richtig gut. Ich habe ganz erfreut losgeschnattert: „Ums Eis kümmern? Aber gerne doch! Soll ich schon mal reingehen? Ich kann es aus der Tiefkühltruhe holen! Habt ihr heute Vanilleeis? Hmmmm! Oder vielleicht sogar Schokoladeneis? Lecker!“

Jetzt hat mich der Andreas angeguckt wie ein Auto. Dann hat er gemeint: „Äh, wieso Tiefkühltruhe? Hier hat es doch genug Eis. Hier auf dem Auto! Da steht sogar dein Name drauf!“

„Auf dem Auto? Eis auf dem Auto? Wer hat das denn draufgeschmiert? Das ist ja eklig! Und wieso steht da mein Name . . .“

Dann habe ich aufgehört zu schnattern. Denn ich habe den Andreas verstanden. Und ich habe meinen Namen auch auf dem Auto entdeckt. Der Andreas hatte den in die Eisschicht auf der Scheibe von seinem Auto gemalt. „Ach so“, habe ich nur ganz traurig gesagt.

Dann hat er aber lieb zu mir gesagt: „Na ja, Paula, also ehrlich: ein schönes Schoko- ode Vanilleeis isst man doch eher im Sommer. Und nicht im Winter! Guck mal, für das Eis brauchst du auch keinen Löffel. Ich gebe dir einen Kratzer!“

„Das ist ja toll“, habe ich jetzt ganz grätig und ironisch gesagt. Ihr wisst doch: Ironisch ist man, wenn man etwas sagt, was man gar nicht so meint. Ich habe das nämlich gar nicht toll gefunden. „Na ja, aber essen kann man dieses Eis ja nicht!“, habe ich noch gemeint. „Wieso soll ich es dann zusammenkratzen?“

Der Andreas hat den Kopf geschüttelt. „Aber Paula“, hat er gesagt, „du musst doch nicht immer nur ans Essen denken. Das Eis muss man auch nicht zusammenkratzen. Man muss es wegkratzen. Sonst sieht man ja nichts beim Autofahren. Dann fahre ich wie im Nebel!“

„Das wäre blöd“, habe ich gemeint. „Na dann, ich bin ja eine liebe Ente. Gib mir mal den Kratzer! Dann helfe ich dir! Ich kratze sogar meinen eigenen Namen weg!“

Ich habe dann gekratzt. Aber das ging gar nicht so einfach. Ich habe gemeckert: „He, Mann, wieso friert so eine doofe Scheibe überhaupt zu?“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „das ist ganz einfach. Die Scheibe wird kälter als die Luft. Und in der wärmeren Luft sind klitzekleine Wasserteile. Das ist die Luftfeuchtigkeit. Die bleiben dann an der kalten Scheibe hängen und sie werden zu richtig kleinen Wassertropfen. Man sagt: sie kondensieren. Aus dem Wassergas in der Luft wird richtige Wasserflüssigkeit. Ja, und die friert dann natürlich auf der eiskalten Scheibe zu Eis.“

„Ach“, habe ich gemeint, „schade, dass das nicht mit Schokolade geht!“

Bevor der Andreas was sagen konnte, habe ich gemeint: „War nur Spaß!“

Dann war ich fertig mit der einen hinteren Scheibe. Ich habe gemeint: „Puh, müssen wir jetzt die anderen Scheiben auch noch freikratzen?“

Der Andreas hat gestrahlt und gemeint: „Nee, Paula. Die anderen Scheiben sind nicht zugefroren. Die zeigen nämlich zum Haus.“

„Na und?“, habe ich gemeint.

Der Andreas hat weiter erklärt: „Also, jeder Körper gibt Wärme ab. Und er nimmt von anderen Körpern Wärme an. Die hintere Scheibe zeigt gerade zum Himmel. Deshalb gibt sie nur Wärme ab und bekommt keine. Sie wird immer kälter. Kälter als die Luft um sie herum. Die anderen Scheiben tauschen die Wärme mit den Hausmauern. Und die Hausmauern fangen ihre Wärme auch auf. Und geben sie ihr wieder zurück. Wie ein Tischtennisball. Das geht immer hin und her. Deshalb werden die Scheiben nicht so kalt und gefrieren nicht.“

Ich habe gemeint: „Das ist gut. Dann haben wir ja noch Zeit für ein Schoko- oder Vanilleeis. Mir schmeckt das nämlich auch im Winter.“ Eure Paula

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