Paulas Nachrichten

Paula mag ihren Nachnamen

05.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich wieder einmal beim Andreas in der Redaktion. Ich bin aber nicht ganz bis zu seinem Schreibtisch gekommen. Ich habe mich nämlich mit einem Kollegen von ihm unterhalten. Aber der Andreas wollte etwas von mir. Er hat gerufen: „Hallo, Paula, gut, dass du kommst.“

Ich konnte aber nicht reagieren. Denn ich habe mich ja unterhalten. Also hat der Andreas lauter gerufen: „Hallo, Paula, hörst du mich nicht? Kommst du mal bitte rüber!“

Ich habe wieder nicht gleich reagiert. Denn – ihr wisst ja – ich habe mich ja gerade unterhalten.

Deshalb hat er wieder gerufen: „He, Paula, ich brauche dich mal hier! Komm mal!“

Ich habe dann mal wenigstens zu ihm rübergeguckt und leicht mit meinem Entenköpflein genickt. Das hat er wohl nicht gesehen. Für ihn habe ich einfach wieder nicht reagiert. Denn ich bin ja wieder nicht zu ihm rübergewatschelt. Also hat er jetzt richtig laut und grätig gerufen: „He, Frau Print, ja Sie, Sie meine ich! Jetzt komm doch mal!“ Dabei hat sich das „Print“ eher angehört wie ein ganz energisches „Prihihint“.

Ich habe mich dann vom netten Kollegen verabschiedet und bin doch zum Andreas gewatschelt. Ich habe zu ihm ganz brav gesagt: „Guten Tag, lieber Andreas. Ich musste mich nur kurz zu Ende unterhalten. Aber warum hast du mich denn ,Frau Print‘ genannt? Ich bin doch die Paula!“

Der Andreas hat geantwortet: „Na, du bist gut! Ich habe ganz oft ,Paula‘ gerufen. Mindestens eine Million Mal oder so. Aber auf deinen Familiennamen hast du dann gehört. Das ist oft so. Du bist es nicht gewohnt, mit Frau Print angesprochen zu werden. Deshalb klingt es für dich ganz anders. Und es klingt für dich dann auch wichtiger. Deshalb reagierst du dann auch darauf.“

„Also gut“, habe ich gemeint. „Dann ist ja mein Familiennamen doch zu etwas gut. Ich habe mich nämlich schon immer über den gewundert. Ich dachte mir immer: ,Ich bin doch sowieso für jeden die Paula. Wozu brauche ich dann den Familiennamen überhaupt?‘“

Der Andreas hat gemeint: „Tja, eigentlich hat das einen anderen ganz einfachen Grund: Es könnte ja mehrere Paulas geben. Und dann ist ein Familien- oder Nachname eben doch gut. Deshalb hat man die überhaupt erst eingeführt. Das war zur Zeit der Ritter. Vorher hatten die Menschen einfach einen Namen. Die reichen Adligen haben mit den Nachnamen angefangen. Die wollten zeigen, dass ihre Kinder zu ihnen gehören und alles von ihnen erben. Die Ländereien und das Geld zum Beispiel. Dann haben die reichen Bürger das auch so gemacht. Später gab es immer mehr Papierkram zu erledigen. Die Menschen mussten zum Beispiel Steuern zahlen. Das muss man natürlich alles aufschreiben. Und man muss genau wissen, wer wer ist und was der geben muss und gegeben hat. So ist das mit den Nachnamen gekommen.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „und dann hat sich einfach jeder einen Nachnamen erfunden?“

„Nicht ganz“, hat der Andreas geantwortet. „Da gab es verschiedene Möglichkeiten. Manche haben sich einfach nach ihren Vätern und Müttern genannt. Der Herr Jansen war dann einfach der ,Sohn vom Jan‘. Für Sohn steht da einfach das Anhängsel ,-sen‘. Manche wurden nach ihrem Aussehen benannt. Ein dünner Mensch wurde zum Beispiel zum ,Herr Dürr‘. Oder sie benannten sich nach ihrer Heimat: Der Herr Bayer kam eben aus Bayern zum Beispiel. Manche haben sich nach ihren Berufen benannt. Das war mit dem Namen Müller so. In jedem Dorf gab es eine Mühle und einen Müller. Deshalb gibt es heute so viele.“

„Äh, interessant“, habe ich gemeint, „und warum heiße ich dann Print?“

„Das ist ganz einfach“, hat der Andreas gemeint, „komm mal mit.“

Dann sind wir raus in den technischen Bereich der Nürtinger Zeitung gegangen. Da stand ein großer Schrank. Da waren lauter metallene Buchstaben drin. Die waren aber alle spiegelverkehrt. Der Andreas hat fünf Buchstaben zusammengelegt. Ich habe genau hingeguckt. Das stand dann mein Nachname „Print“ – eben verkehrt herum.

„Guck’ mal, Paula“, hat mir der Andreas gesagt, „mit den Stempeln hat man früher die Zeitung gedruckt. Und Print ist das englische Wort für Drucken. Also ist es ein sehr guter Name für eine Zeitungsente!“ Das finde ich tatsächlich auch, liebe Kinder! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Nicht einfach nur Klopapier

MÜNCHEN (dpa). Wir benutzen es jeden Tag. Ohne groß darüber nachzudenken. Klopapier! Schaut man sich in Läden um, sieht man: Das Papier gibt es in vielen verschiedenen Farben. Es gibt tatsäch-lich auch schwarzes Toiletten-Papier.

Es soll sogar Menschen geben, die das Papier gern mit Gold…

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