Paulas Nachrichten

Paula mag die springenden Wale

04.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Der hat gerade ein Buch angeguckt. Da waren lauter tolle Tiere drin. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe zu ihm gesagt: „He, du bist ja ein richtiger Tierfreund! Wo hast du denn das schöne Tierbuch her?“

„Hallo, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „na ja, ich mag Tiere schon ganz gerne. Aber das ist jetzt kein Tierbuch. Das ist ein Reisebuch. Eigentlich ist es ein Buch mit Reisebildern.“

Ich habe mit meinem runden Entenköpflein genickt und gemeint: „Na klar, dann ist das wieder ein Buch von Amerika. Aber warum sind da keine amerikanischen Bären drin? Von denen hast du mir doch schon letzte Woche erzählt!“

Der Andreas wollte gerade antworten. Er hat gerade einmal den Mund dazu aufgemacht. Aber mir ist gleich eine Antwort auf meine eigene Frage eingefallen. Das passiert mir manchmal. Kennt ihr das, liebe Kinder?

Auf jeden Fall habe ich gleich losgeschnattert: „Ha, ich weiß warum! Du hast genauso Angst vor den Bären wie ich! Da warst du froh, dass du keine gesehen hast!“

Der Andreas hat sein eckiges Menschenköpflein geschüttelt und gemeint: „Nee, Paula. Das ist falsch. Die richtige Antwort heißt: Weil es in Island keine amerikanischen Bären gibt.“

Das habe ich jetzt gar nicht verstanden. „Hä?“, habe ich gemeint, „wieso denn Island? Warst du denn dort auch noch in deinem Urlaub?“

„Nein, Paula, da war ich nicht auch noch“, hat der Andreas geantwortet, „obwohl das eigentlich eine gute Idee ist. Island ist eine Insel. Und diese Insel liegt direkt im Atlantik zwischen Europa und Amerika. Na ja, vielleicht mache ich das nächstes Mal. Dann landen wir auf dem Weg nach Amerika in Island. Dann kann ich ja mal nach deinen Bären gucken. Aber ich habe gehört, da gibt es nur ab und zu Eisbären.“

„Ab und zu?“, habe ich gefragt. „Wieso nur ab und zu? Düsen die auch im Urlaub einfach mal so vorbei in Island? So wie du das nächstes Jahr machen willst? Auf dem Weg von Europa nach Amerika?“

Der Andreas musste lachen. „Aber nein, Paula. Die machen da keinen Ausflug und die kommen auch nicht aus Europa. Die kommen eigentlich aus der Gegend um Grönland. Dort treiben im Meer nämlich viele Eisschollen. Da setzen die sich drauf. Und dann können die Robben jagen.“

„Oh je, oh je“, habe ich gejammert, „das ist ja echt hart. Zum Glück kommen die nicht bis hierher.“

Der Andreas hat geantwortet: „Da kann ich dich durchaus verstehen. Aber die müssen halt auch mal etwas essen. Das sind halt Raubtiere. Das haben die sich nicht ausgesucht. Tja, und nach Island kommen die auch nicht freiwillig. Es wird ja in den letzten Jahren immer wärmer auf der Erde. Das hat was mit den Abgasen aus unseren Fabriken und unseren Autos zu tun. Durch die Wärme wird das Eis zwischen Grönland und Island immer dünner. Und dann verschlägt es Eisbären öfter mal nach Island. Früher ist das nur alle zehn oder 20 Jahre mal passiert.“

„Ach so“, habe ich gemeint, „aber du musst trotzdem aufpassen, wenn du da hingehst. Hm, und in dem Reisebilderbuch sind auch keine Bilder von Eisbären?“, wollte ich wissen.

Der Andreas musste lächeln. Er hat gesagt: „Da müssen wir den Jürgen fragen. Den kennst du doch. Das ist unser Fotograf. Der war nämlich in Island. Und der hat auch die tollen Bilder und das Buch mit diesen Bildern gemacht.“

Ich habe den Jürgen angeguckt. Der sitzt nämlich direkt beim Andreas. Er hat auch gelächelt und gemeint: „Nein, Paula. Eisbären habe ich keine gesehen. Aber viele andere schöne Tiere.“

Dann hat er mir noch einmal die Bilder gezeigt. Zum Beispiel von den Pferden. Und er hat mir auch vieles dazu erklärt. Die Island-Pferde sind ziemlich klein. Die stehen dort überall im Hochland herum. Die Pferde haben sich seit der Ritterzeit nicht verändert. Denn es kommen auf die einsame Insel weit draußen im Meer nie andere Pferde, mit denen ein Island-Pferd Pferdekinder zeugen könnte.

Am besten gefallen haben mir aber die Bilder von den Buckelwalen. Der Jürgen hat die Bilder von einem Schiff aus gemacht. Die Wale springen richtig aus dem Wasser. Ich habe ihn gefragt: „Warum springen die denn so? Haben die sich so über deinen Besuch gefreut?“

Er hat gemeint: „Das wäre schön! Vielleicht springen die wirklich nur aus Spaß. Aber vielleicht springen die auch, um sich zu unterhalten. So ein Klatscher macht ja Krach im Wasser. Den hören dann die anderen Wale und wissen: ,Aha, der ist jetzt da.‘ Vielleicht wollen die aber auch nur die Parasiten (ähnlich wie Läuse) auf ihrer Walhaut loswerden. Kratzen können sie sich ja nicht.“

Das fand ich sehr interessant. Und das hat sich auch echt lieb angehört. So einen Wal würde ich lieber mal besuchen als einen Eisbären! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Ein Schaf als Mähmaschine

BERLIN (dpa). Wenn du nächstes Mal Schafe siehst, guck doch mal, ob du ein Rhönschaf entdeckst. Diese Tiere erkennst du an ihrem schwarzen Kopf. Hörner haben sie nicht. Hinter den Ohren beginnt die weiße Wolle. Ihr Körper ist lang und kräftig.

Rhönschafe sind sehr selten. Sie wären sogar…

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