Paulas Nachrichten

Paula mag die Kaninchen sehr

18.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich wieder mal in die Redaktion gewatschelt. Dort hat mich eine tolle Überraschung erwartet. Da waren nämlich zuerst gar keine Reporter zu sehen. Auch der Andreas war nicht zu sehen. Aber direkt an seinem Schreibtisch sind zwei süße Hasen gehockt! Ich bin mal vorsichtig näher gewatschelt. Die haben nur mit ihrem Näschen geschnüffelt und mich angeschaut. Die sind gar nicht davongehoppelt.

Plötzlich habe ich dann doch die Stimme vom Andreas gehört. „Na, Paula, hast du unsere Gäste schon begrüßt?“

„Das ist ja super“, habe ich gejubelt. „Ich wollte doch schon immer mal den Osterhasen kennenlernen“, habe ich geschnattert. Ich habe ja auch tatsächlich schon oft dem Osterhasen aufgelauert. Einmal sogar mit einer Videokamera. Aber erwischt habe ich ihn noch nie. Und jetzt saßen da einfach diese zwei Hasen in der Redaktion!

Der Andreas hat aber gelacht. Und er hat gesagt: „Mensch, Paula, schau’ mal auf deinen Kalender! Ostern ist vorbei! Das sind doch auch gar keine Osterhasen! Das sind Kaninchen!“

Das habe ich nicht richtig verstanden. Deshalb habe ich gleich losgeschnattert: „Was? Kanönchen? Was haben denn die mit Kanonen zu tun? Die sehen so lieb und friedlich aus!“

Der Andreas hat wieder gelacht und gemeint: „Du musst dir echt mal die Ohren putzen, Paula. Ich habe Kaninchen mit ,i‘ gesagt. Und nicht Kanönchen mit ,ö‘. Kaninchen sind Hasen, die bei Menschen in einem Stall leben.“

„Ah so“, habe ich gemeint, „das ist ja interessant. Und bei wem leben die im Stall? Haben wir hier in der Redaktion jetzt einen Stall?“

„Nein, nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Ich habe doch gesagt: Das sind Gäste! Die leben bei meiner Kollegin im Stall!“

Das fand ich schon ein bisschen komisch. Und mir ist dann ein schrecklicher Verdacht gekommen. Die Menschen essen ja oft Tiere. Also habe ich ganz vorsichtig gefragt: „Du, äh, Andreas, äh, warum hat die denn Kaninchen bei sich zu Hause im Stall? Die wird die . . ., äh, die wird die doch nicht . . . Oder doch?“

„Nein, nein, keine Bange!“, hat der Andreas mich beruhigt. „Die isst die nicht auf! Die hat die nur zum Liebhaben und Streicheln zu Hause. Das geht ganz gut. Probiere es mal aus, Paula!“

Ich bin ganz nahe an die Kaninchen rangegangen. Da kam dann auch die Kollegin vom Andreas dazu. Sie hat gesagt: „Du brauchst dir nichts dabei zu denken, Paula. Die haben keine Angst! Die heißen Lola und Nepomuk. Zu Hause habe ich aber noch Ronja und Schlappi!“

„He, das sind ja ganz schön viele“, habe ich gesagt.

Und die Kollegin hat mir erklärt: „Ja, das ist wichtig. Die Kaninchen leben nämlich nicht gerne alleine. Alleine sind die richtig traurig. Das sollte man sich immer merken. Wenn man sich nur ein Kaninchen zum Streichen und Liebhaben holt, ist das immer traurig. Das braucht seine Hasenkameraden.“

Das hat mich jetzt wieder gewundert. Ich habe gesagt: „Warum sagst du jetzt Hasenkameraden? Sind das jetzt doch keine Kaninchen?“

„Doch, doch“, hat sie gemeint, „Kaninchen leben im Stall bei Menschen, Hasen alleine ohne Menschen draußen. Die haben dann auch stärkere Hinterbeine. Die hoppeln ja auch draußen viel mehr herum. Und sie haben normalerweise längere Ohren als die Kaninchen!“

Das konnte ich sehen. Lola und Nepomuk hatten jetzt nicht so richtig lange Ohren.

„Ich finde die echt süß“, habe ich gemeint, „so einen Stall mit Kaninchen hätte ich auch gerne.“

Die Kollegin vom Andreas hat mir erklärt: „Na ja, denke aber immer daran: Du solltest schon mehrere haben. Und du solltest ihnen einen schönen großen Stall im Garten bauen können.“

„Hm“, habe ich gemeint und den Andreas angeguckt, „könnten wir vielleicht in deinem kleinen Terrassengarten . . .“

Der Andreas wollte gerade antworten. Aber seine Kollegin war schneller. Sie hat gesagt: „Das ist schlecht, Paula. Die sollten auch einen Rasen haben! Die graben nämlich sehr gerne Löcher. Die bringen ihre Kleinen in tiefgebuddelten Höhlen auf die Welt. Die sind nämlich dann nackt und blind und bleiben lange im Nest hocken. Die Hasen sind da anders. Die haben gleich ein Fell und sie können gleich sehen. Deshalb hoppeln sie auch gleich raus aus dem Nest. Außerdem liegt der kleine Garten vom Andreas voll in der Sonne. Das mögen die auch nicht so. Die gehen der Hitze lieber aus dem Weg.

Aber weißt du was, Paula? Du kannst doch immer gerne Lola, Nepomuk, Ronja und Schlappi bei mir besuchen! Und wer weiß? Vielleicht bekommen die ja wieder mal Kinder – und dann können wir vielleicht eines von denen nach dir benennen!“

Das hat mich sehr gefreut. Und ich werde die Kaninchen bestimmt bald einmal besuchen! Eure Paula

Paulas Nachrichten

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