Paulas Nachrichten

Paula liebt jetzt auch Selfies

31.05.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche war ich in der Stadt unterwegs. In der Fußgängerzone stand ein junger Mann. Der hatte einen Arm weit und hoch in den Himmel gereckt. Er hat ganz süß gelächelt und sich gefreut. Ich habe genauer hingeschaut und gemerkt: Der hat ja sein Handy in der Hand und guckt sich das an.

In dem Moment kam der Andreas ums Eck. Ich habe immer noch den jungen Mann angeguckt. Der Andreas hat gesagt: „Na, Paula, willst du auch auf dem Selfie zu sehen sein?“

Der junge Mann hat sich umgedreht und uns angelächelt. Dann ist er weitergegangen. Und ich habe wieder einmal geguckt wie ein Auto. Ich habe gesagt: „Was hat der denn mit seinem Telefon gemacht? Hat der andere so laut gesprochen? Oder warum hat er das so weit von seinem Ohr weggehalten?“

„Nein, Paula“, hat der Andreas gemeint, „der hat gar nicht telefoniert. Der hat fotografiert.“

Telefone, mit denen man fotografiert – das kannte ich schon. Aber das hat schon komisch ausgesehen. Ich habe den Andreas gefragt: „Äh, und was hat der fotografiert? Einen Vogel? Hat er deshalb das Fototelefon so hoch gehalten?“

„Nein“, hat der Andreas gesagt, „ich habe dir doch gesagt: Der hat ein Selfie gemacht!“

„Vieh?“, habe ich gesagt. „Meinst du damit den Vogel?“

Der Andreas musste lachen. „Nein, Paula. Er hat keinen Vogel fotografiert. Er hat ein Selfie gemacht. Aber gut, jetzt komm mal mit!“

Dann bin ich mit ihm in die Redaktion gefahren. Ich war ganz neugierig. Der Andreas hat zu mir gesagt: „Gleich wirst du wissen, was ein Selfie ist.“

In der Redaktion hat er dann gleich seinen Kollegen zugerufen: „He, liebe Kollegen, wir müssen der Paula ein Selfie zeigen. Kommt, wir machen ein Gruppenselfie.“

Dann sind ein paar Kollegen gleich dazugekommen. Die haben sich gefreut und gelacht. Tja, und der eine Kollege hat sein Handy genommen und seinen Arm ganz weit ausgestreckt – wie der junge Mann in der Stadt. Das war lustig. Wir haben dann noch viel mehr gelacht. Dann hat er mir auf dem Handy das Bild gezeigt. Da waren wir alle drauf und haben richtig lieb gelächelt. Das hat mir sehr gut gefallen!

„Siehst du, Paula“, hat der Andreas gesagt. „Das ist jetzt ein Selfie. Mein Kollege hat auch den Arm hochgestreckt – und keinen Vogel fotografiert.“

Dann hat er verschmitzt gelächelt und gemeint: „Obwohl, der eine oder andere schräge Vogel ist da ja schon drauf.“

Ich habe kurz überlegt und dann gleich losgeschnattert: „Hm, meinst du da mich damit? Schließlich bin ich ja als Zeitungsente auch ein Vogel, aber . . .“

Der Andreas hat mich gleich unterbrochen: „Nein, nein, das war nur ein Spaß. Auf dem Bild sind ja noch andere Typen zu sehen. Nicht nur du. Na ja, Selfie kommt eigentlich vom englischen Wort ,self‘. Das heißt eigentlich nur ,selbst‘. Das bedeutet also: Man fotografiert sich selbst. Viele machen das mit ihrem Handy. Das haben sie immer dabei. Einen Fotoapparat hat man ja nicht immer dabei. Außerdem kann man das Bild mit dem Handy auch gleich seinen Freunden schicken. Als lieben Gruß zum Beispiel. Damit kann man sagen: He, denk mal an mich. Oder: Mich gibt’s auch noch. Oder einfach: Ich bin gerade mit dem oder der da oder da und mir geht es gut. Das machen jetzt echt viele.

Manche stellen dann so ein Selfie auch direkt ins Internet. Allerdings sollte man sich da sehr gut überlegen, ob man das will. Und Kinder sollten das lieber gar nicht einfach so alleine machen. Die sollten immer erst ihre Eltern fragen. Man kann dann ja oft nichts mehr zurückholen aus dem Internet. Schau mal unser Bild an: Wenn du mal sauer bist mit mir, magst du unser Selfie vielleicht gar nicht mehr. Dann soll das vielleicht gar keiner mehr sehen.“

Ich habe eine Weile überlegt. Dann habe ich gesagt: „Hm, das Bild von uns gefällt mir aber sehr gut. Und das bleibt auch so. So sauer werde ich mit dir nie sein. Ich mag dich doch. Und deine Kollegen auch. Und wenn die Kinder das Selfie sehen, freuen sie sich bestimmt. Aber, hm, ich kann das ja sowieso gar nicht verschicken! Ich habe ja gar kein Handy.“

Der Andreas hat gelächelt und gemeint: „Aber Paula! Du bist doch eine Zeitungsente! Und die Zeitungsenten haben doch gute Verbindungen zu den Zeitungsmenschen. Da solltest du für dein Bild schon einen Weg finden!“

Und dann ist mir auch eingefallen, wie ich das Bild von mir und den Zeitungsmenschen zu euch bringe, liebe Kinder! Hoffentlich gefällt es euch auch so gut wie mir! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula will nicht auf dem Kopf stehen

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal ganz früh zum Andreas gewatschelt. Es war so warm. Deshalb habe ich nicht so lange schlafen können.

Der Andreas ist aber noch beim Frühstück gesessen. Die Redakteure fangen ja immer ein bisschen später mit dem Arbeiten an. Denn sie…

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