Paulas Nachrichten

Paula lässt ihre Schutzbrille lieber auf

21.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich mal zum Andreas gewatschelt. Das Wetter war schön. Der Andreas hat gesagt: „Hoffentlich ist es am Freitag auch so schön.“

Ich habe gefragt: „Wieso? Willst du ins Freibad? Dafür ist es noch zu früh!“

Der Andreas musste lachen. Er hat geantwortet: „Nein, nein, Paula. Ins Freibad will ich bestimmt nicht. Auch wenn am Freitag Frühlingsanfang ist. Aber ich will die Sonnenfinsternis sehen. Und das geht nur bei gutem Wetter!“

„Eine finstere Sonne?“, habe ich geschnattert. „Ausgerechnet zum Frühlingsanfang? Das geht ja gar nicht! Was soll das mit gutem Wetter zu tun haben?“

Der Andreas hat mich ganz groß angeschaut. Und er hat eine Weile überlegt. „Oh je, Paula, was soll ich da jetzt nur dazu sagen? Eigentlich hat die Sonnenfinsternis nichts mit dem Frühlingsanfang zu tun. Das ist Zufall. Die Sonnenfinsternis hängt auch nicht vom gutem Wetter ab. Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond vor die Sonne. Da ist es ihm egal, ob es bei uns regnet, schneit oder warm ist. Der macht das trotzdem. Aber für uns hat die Sonnenfinsternis schon was mit gutem Wetter zu tun. Bei bewölktem Himmel können wir ja die Sonnenfinsternis gar nicht sehen.“

Das habe ich jetzt wieder nicht verstanden. Ich habe gesagt: „Hä? Was sollen wir denn in der Finsternis überhaupt sehen? Finster heißt doch dunkel. Dann sehen wir doch sowieso nichts!“

„Das stimmt so nicht, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Die Sonne ist ja 400-mal größer als der Mond. Sonne und Mond sehen am Himmel trotzdem ungefähr gleich groß aus – weil die Sonne viel weiter von uns weg ist als der Mond. Deshalb kann der Mond die Sonne bei so einer Finsternis verdecken. Aber ihr Licht kommt trotzdem vorbei. Es wird nur ein bisschen düsterer. Außerdem ist am Freitag nur eine teilweise Sonnenfinsternis. Der Mond wird von uns aus die Sonne nicht ganz verdecken.“

„Das finde ich spannend. Hoffentlich lassen uns die doofen Wolken in Ruhe. Ich will mir das ganz genau anschauen.“

„Aber du brauchst eine Brille dafür, Paula“, hat der Andreas gemeint.

Da musste ich so richtig lachen. Dann habe ich mich beruhigt und gesagt: „Ich brauche doch keine Brille wie du! Ich sehe noch richtig gut!“

Der Andreas hat mich ganz streng angeguckt und mir erklärt: „Das hat mit gut sehen nichts zu tun. Du musst eine Schutzbrille aufziehen. Die Sonne ist nämlich viel zu stark. Wenn du da reinguckst, kannst du dir im Auge deine Netzhaut verbrennen. Dann siehst du da für immer einen schwarzen Punkt.“

Ich habe richtig schlucken müssen. „Äh“, habe ich gemeint, „das ist aber hart. Dann mag ich die Sonnenfinsternis doch nicht. Warum ist die denn so gefährlich? Sonst verbrennt mir ja die Sonne auch nicht die Netzhaut!“

Der Andreas hat gesagt: „Ja, klar, aber dann guckst du ja auch nicht einfach ein paar Sekunden in die Sonne. Das macht kein Mensch und kein Tier. Das ist ja viel zu hell und zu grell. Aber bei der Sonnenfinsternis könnte man neugierig sein und sich dazu zwingen. Außerdem verdunkelt ja der Mond ein bisschen die Sonne. Die ist aber immer noch stark genug, um dich zu verletzen. Das würde die aber sonst auch tun, wenn du einfach reinguckst. Aber mit der Schutzbrille geht das gut. Die hat so eine Folie und die schützt dein Auge. Durch die Brille sieht man nur die Sonne und den Mond.“

„Na gut“, habe ich gesagt, „äh, hast du vielleicht so eine Brille für mich?“

Der Andreas hat traurig gesagt: „Leider nicht, Paula. Den Menschen ist das zu spät eingefallen. Jetzt haben die Brillenläden zu wenig bestellt. Aber wir haben noch eine Chance. Ich kenne den Chef von einem Reisebüro. Der hat vor Kurzem noch Schutzbrillen gehabt.“

Ich habe zwar nicht verstanden, warum der Reisebüro-Chef diese Schutzbrillen haben soll. Aber ich bin mit dem Andreas einfach mal losgewatschelt. Der Typ war dann auch richtig nett. Und er hat auch noch für mich und den Andreas eine Brille gehabt. Da war Werbung von einer Reisefirma darauf. Deshalb haben die die Brillen verschenkt. Der Chef hat gesagt: „Einer neugierigen Zeitungsente gebe ich gerne eine Brille. Du musst ja den Kindern berichten, Paula!“

Wir haben dann gestern die Sonnenfinsternis angeschaut. Das war toll! Die Sonne war eigentlich klein und ganz hell. Aber sie hat nicht geblendet. Und davor ein dunkler Schatten. Deshalb sah die Sonne aus wie ein lächelnder Mund.

„Das ist schön!“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat gesagt: „Dafür muss die Mond in einer Linie mit der Sonne und der Erde sein. Das ist selten. Komm, ich erkläre dir das noch einmal!“

Er hat dann eine Mandarine und einem Golfball geholt und mir das noch einmal erklärt. Ich habe mal vorsichtshalber meine Schutzbrille aufgelassen. Dann habe ich aber gar nichts gesehen.

Der Andreas hat gesagt: „Hast du schon einmal eine Mandarine leuchten sehen, Paula? Du kannst die Brille ruhig abnehmen.“ Dann mussten wir beide lachen. Eure Paula

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