Paulas Nachrichten

Paula kümmert sich auch um einen Bären

24.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Der saß am Schreibtisch und hat ganz traurig ausgesehen. „Na“, habe ich ganz frech geschnattert, „was guckst du denn so? Haben deine komischen VfB-Fußballer wieder verloren?“

Er hat ganz langsam den Kopf geschüttelt und „Nein, nein, Paula“ gesagt. Deshalb habe ich ein bisschen genauer hingeguckt. Und dann wollte ich ihn gar nicht mehr ärgern. Er hatte nämlich ein Tränchen in seinem Auge.

„He“, habe ich jetzt ganz lieb gefragt, „was ist denn mit dir los?“

„Ach“, hat er geseufzt, „es geht schon. Paula! Die Geschichte da ist nur ein bisschen traurig.“ Dabei hat er auf seinen Computer gezeigt.

„Echt?“, habe ich gemeint, „lass mal sehen!“

Dann habe ich auch die Geschichte gelesen. Oh je, und auch ich hatte bald ein Tränchen in meinen runden Entenäuglein. Das war eine Geschichte von der Schriftstellerin Astrid Nagel. Die ist auch aus Nürtingen. So wie ich. Und in der Geschichte ging es um einen Bären. Der heißt, glaube ich, Teddy. Dem ging es gar nicht so gut, dem Teddy. Das war schon traurig.

Der Andreas fing aber plötzlich wieder an zu lächeln. Ich habe geschnattert: „He, freust du dich jetzt doch über den traurigen Bären oder was?“

Der Andreas hat sofort mit dem Kopf geschüttelt und gemeint: „Nein, natürlich nicht! Aber ich habe die Geschichte schon weiter gelesen als du, Paula. Du wirst schon sehen. Das geht gut weiter!“

Ich habe dann mal weiter gelesen. Aber ich will euch nicht zu viel verraten, liebe Kinder. Ihr könnt ja die Geschichte hier auf meiner Zeitungsseite rechts unten selber lesen. Die ist echt schön!

Mir ist dann etwas aufgefallen. In Bären-Geschichten lese ich immer das Wort Teddy. So wie in dieser hier auch. Ich habe den Andreas gefragt: „Du, warum heißen eigentlich alle Bären Teddy? Es heißen doch auch nicht alle Enten Paula, obwohl das ein schöner Name ist.“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er gesagt: „Das ist ja auch nicht der Vorname von den Bären. Ein Teddybär ist einfach ein Kuscheltierbär. Das kam so: Vor über 100 Jahren ging der amerikanischen Präsident Theodore Roosevelt jagen. Seine Jagdkollegen zeigten ihm einen kleinen Bären. Den wollte er aber nicht schießen. Das Bärle tat ihm leid. Ein Zeichner einer Zeitung malte ein Bild von der Szene. Das Bild wurde sehr bekannt. Und bald wurde der kleine Bär zum Zeichen des Präsidenten. Der Spitzname von diesem Theodore war eben Teddy. Da hat man einfach den Bären so genannt. Ein Geschäftsmann hat dann Stoffbären als ,Teddy’s bear‘, also als ,Teddys Bär‘ verkaufen dürfen. Das hat ihm der Präsident erlaubt. Und es wurden viele, viele solcher Bären verkauft.“

Das fand ich interessant. Ich habe gemeint: „Hattest du auch einen Teddy? Und dein Sohn hatte auch einen?“

„Na ja“, hat der Andreas geantwortet, „wir hatten auch Bären. Aber die haben wir nicht Teddy genannt. Man kann seinen Bären auch andere Namen geben.“

Ich bin dann zum Andreas nach Hause gewatschelt. Ich wollte mal nach den Bären schauen. Nicht, dass die an Weihnachten auch traurig sind. Und ich habe einen süßen Bären gefunden! Um den kümmere ich mich jetzt! Eure Paula

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