Paulas Nachrichten

Paula kühlt ihre Schokolade

17.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Puh, liebe Kinder,

ist das eine Hitze! Da jammern ja viele Menschen drüber. Aber der Andreas schimpft dann meistens mit ihnen. Er sagt: „Wenn’s kalt ist und regnet, ist es ihnen auch nicht recht. Und wenn es mal richtig Sommer ist, klagen sie auch.“

Recht hat er. Aber ein bisschen zu heiß ist es mir trotzdem. Naja, das Wetter ist ja kein Wunschkonzert. Leider.

Vor kurzem bin ich zum Andreas gekommen. Der hat gerade ganz süß geguckt. Wie ein treuer, braver, kleiner Hund. Das mag ich. „Was ist denn mit dir los? Hast du von deiner Frau was geschenkt bekommen?“, wollte ich gleich wissen.

„Nein, nein, Paula“, hat er geantwortet. „Ich habe nur ein schönes Lied im Radio gehört. Da könnte ich echt dahinschmelzen.“

„Schmelzen? Na, da brauchst du doch kein Lied zu hören. Da brauchst du dich doch gerade nur in die Sonne setzen“, habe ich geschnattert.

„Eigentlich stimmt das“, hat der Andreas geantwortet. „Aber zum Glück bringt die Sonne einen Menschen nicht zum Schmelzen. Aber ein schönes Lied oder etwas Liebes, das man von jemandem gesagt oder geschenkt bekommt, bringt unser Herz zum Schmelzen. Aber nur sprichwörtlich. Das soll einfach heißen, dass man sich ganz gut fühlt, dass man viele schöne Gefühle hat und gar nicht grätig ist. Keine Spur grätig.“

„Dann ist das ja o.k.“, habe ich festgehalten. „Sonst hätte ich ja Angst um die Schokolade gehabt. Wenn dein Herz schmilzt, schmilzt die Schokolade womöglich gleich mit.“ Der Andreas hatte mir nämlich versprochen, dass ich bei meinem nächsten Besuch von ihm Schokolade geschenkt bekomme. Er schenkt mir nämlich oft Schokolade. Meistens die mit Nüssen. Die verträgt er nämlich selber nicht. Aber plötzlich bekam ich es mit der Angst zu tun. Die Schokolade lag gar nicht an ihrem eigentlich Platz im Schrank in der Küche.

„Hast du das mit der Schokolade vergessen?“, habe ich ganz kleinlaut gefragt.

„Keine Angst, Paula, deine Schokolade ist gut aufgehoben“, hat er mich beruhigt. „Ich habe sie in den Kühlschrank gelegt.“

Das fand ich jetzt gar nicht so toll. Ganz kalte Schokolade schmeckt mir nicht so. Der Andreas weiß das. Deshalb hat er gesagt: „Du kannst sie ja gleich rausholen. Dann schmeckt sie in ein paar Minuten richtig lecker. Ich wollte nur nicht, dass sie mal schmilzt. Dann kann man sie doch wegwerfen.“

Das habe ich nicht verstanden. „Aber es ist doch gar nicht so schlimm, wenn die Schokolade schmilzt. Man kann sie ja im Notfall auch nach dem Schmelzen in den Kühlschrank legen. Dann schmeckt sie doch wieder.“

Der Andreas hat mit dem Kopf geschüttelt. „Eben nicht, Paula. Wenn die Schokolade schmilzt, gehen ihre Inhaltsstoffe auseinander. Das Fett schmilzt ja besonders gut. In so einer Schokolade ist viel Fett und Zucker. Und wenn das Fett sich von den anderen Stoffen abteilt, wird die Schokolade so richtig speckig. Zusammengemischt schmecken die Stoffe als Schokolade super. Auseinandergeschmolzen nicht mehr. Stell dir mal einen Kuchen vor. Da sind ja Eier und Mehl drin . . .“

Der Andreas musste nicht mehr weiterreden. Ich hatte verstanden. Pures Mehl oder Eier alleine: das geht auch gar nicht.

Da habe ich mir schon so meine Sorgen gemacht. „Wenn ich die Schokolade aus dem Kühlschrank hole, muss ich sie ja ganz schnell ohne Pause aufessen. Sonst schmilzt sie doch . . . Aber das schnelle Essen ist doch ungesund.“

„Tja Paula, das ist doch ganz einfach: Du schnappst dir einen Ventilator und isst in seinem kühlen Luftstrom die Schokolade“, hat der Andreas vorgeschlagen.

Das fand ich toll. Eine super Idee! „Und weißt du was, Paula? Du kannst dabei sogar bei dieser Hitze einen kühlen Kopf bewahren!“

Ich musste lachen. Kühlen Kopf bewahren heißt nämlich, sich auch bei Stress und Anstrengung nicht aufzuregen. Das hat er mir schon einmal erklärt. Ich habe geantwortet: „Dann komm lieber auch zum Ventilator. Mit kühlem Kopf kannst du eine bessere Zeitung machen.“ Eure Paula

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