Paulas Nachrichten

Paula könnte auch eine Jedi-Ente werden

19.12.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

gestern bin ich morgens zum Andreas in die Redaktion gekommen. Da war ganz schön was los. Ein paar Kollegen haben immer „Biiiieeeeeepppp“ zum Andreas gesagt.

Dann hat der Andreas ihnen mit so einem Plastikprügel gewunken und gesagt: „Passt nur auf, die Macht ist mit mir!“

Das habe ich alles irgendwie nicht verstanden. „He“, habe ich zum Andreas geschnattert, „sind deine Kollegen jetzt unter die Vögel gegangen? Können die nicht mehr normal sprechen?“

Der Andreas musste ein bisschen lachen. Dann hat er gesagt: „Na ja, Paula, was soll man da sagen? Es gibt ja immer wieder komische Vögel. Aber nein, die ,biiiieeeepen‘ aus einem ganz anderen Grund. Ich habe mir gestern im Kino einen ganz neuen Film angeschaut. Und meine Kollegen wollen den Film erst heute Abend anschauen. Jetzt haben sie Angst, dass ich spoiler!“

„Speuler? Was ist denn das Gefährliches? Hat das was mit dem Ding da zu tun?“, habe ich gesagt und auf den komischen Prügel gezeigt.

Der Andreas musste wieder lachen. Und dann hat er gemeint: „Tja, Paula, das hat ein bisschen damit zu tun. Ich erkläre dir das: ,Spoiler‘ ist ein englisches Wort. Auf Deutsch heißt das einfach ,verderben‘. Na ja, und meine Kollegen wollen sich den Filmabend heute nicht von mir verderben lassen. Spoilern bedeutet nämlich: Ich erzähle ihnen, was in dem Film passiert. Deshalb ,biepen‘ sie. Der ,Biep‘ soll mich einfach übertönen.“

„Ach, das ist ja aber auch fies von dir!“, habe ich geschnattert.

„Keine Angst“, hat der Andreas geantwortet. „Das ist ja nur Spaß. Ich würde ihnen nie den Spaß am Film verderben. Ich erzähle ihnen echt nichts. Ich tue nur so. So kann ich sie ein bisschen ärgern.“

Ich habe gesagt: „Ja, ja, das mit dem Ärgern kenne ich ja auch von dir. Na ja, das mit ,Biep‘ ist ja dann auch noch in Ordnung. Sonst sollten die dir den Prügel abnehmen und dich damit verhauen“, habe ich geschnattert.

Der Andreas hat immer noch ein bisschen gelacht. „Ich habe keine Angst vor dir, Paula. Denn die Macht ist mit mir!“

„Was soll das eigentlich immer? Die Nacht ist bei dir? Bist du umnachtet oder was? Oder soll das auch nur ein Spaß sein?“

Der Andreas hat mich zuerst groß angeguckt. Dann hat er lachen müssen. „Du musst echt mal zum Ohrenarzt, Paula“, hat er gesagt, „die Macht mit M ist mit mir und nicht die Nacht mit N! Das kommt aus dem neuen Film. Der heißt ,Star Wars‘. Das spricht man ,Star Wors‘ aus und das ist Englisch. Das heißt ,Krieg der Sterne‘. Da kämpfen im Weltall die Sternenkrieger gegen die Bösen. Beide haben große Kraft. Die gibt ihnen die Macht. Ja, und die Guten sind Jedi-Ritter. Die haben Lichtschwerter.“

„So“, habe ich dazwischengeschnattert, „dann willst du auch so ein Blödi-Ritter sein? So siehst du schon aus!“

Der Andreas musste lachen. Er hat gesagt: „Nicht Blödi-, sondern Jedi-Ritter. Und das Plastiklichtschwert ist auch nicht von mir. Das ist von meinem Sohn. Das hat er bekommen, als er noch klein war.“

„Ja, ja“, habe ich gemeint, „jetzt schiebst du es wieder auf die Kinder! Du bist doch selbst ein Kindskopf!“

„Da hast du schon recht“, hat der Andreas gesagt, „,Star Wars‘-Filme gab es schon zu meiner Kinderzeit. Aber da gab es noch nicht so tolles Spielzeug dazu. Deshalb hat das mein Sohn auch gerne von mir bekommen.“

„Das hat dir damals gefallen und deinem Sohn gefällt das heute auch?“, habe ich mich gewundert.

„Ja, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „das ist so wie ein spannendes Märchen. Das verstehen alle Generationen immer wieder. Du musst auch mal gucken, Paula. Oder einfach mal ein Lichtschwert in die Hand nehmen – das gefällt dir bestimmt gleich, und dann willst du eine Jedi-Ente sein!“

Ich habe das mal ausprobiert. Das war schon gut. Aber ich bleibe lieber eure Zeitungsente, liebe Kinder! Eure Paula

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