Paulas Nachrichten

Paula kennt die Mark gar nicht

06.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

in dieser Woche habe ich den Andreas besucht. Er saß beim Frühstück. Er frühstückt ja immer ein bisschen später als andere Menschen. Und länger. Er sagt, das liegt daran, dass er immer die Zeitung ganz genau lesen muss. Aber ich glaube: Er isst ein bisschen länger. Und er ist morgens auch immer noch ganz arg müde.

Ich habe mich solange noch ein bisschen in seinem Arbeitszimmer umgeschaut. Der hat da ganz interessante Bücher. In einem Glasschrank habe ich aber diesmal Geldscheine und Münzen entdeckt. Die sahen lustig aus. Die habe ich gar nicht gekannt. Ich habe gefragt: „Was ist das für Geld? Hast du das aus einem Urlaub mitgebracht? In welchem Land gibt’s denn das Geld?“

Der Andreas hat nur ganz kurz geantwortet: „Das ist deutsches Geld, Paula!“

Ich habe ihn krumm von der Seite angeschaut. „Willst du mich veräppeln?“, habe ich geschnattert. „Euros sind das keine! Wenn ich mit denen versuche, mir einen Salat zu kaufen, kriege ich bestimmt Ärger. Vielleicht ist das Geld aus irgendeinem Spiel! Polonomy oder wie das heißt!“

Jetzt hat der Andreas mal ganz krumm geguckt. „Polonomy? Was soll das denn sein? Ach, du meinst Monopoly! Tja, bei Monopoly gibt es Spielgeld. Da hast du Recht. Weißt du, was Monopoly heißt?“

Ich habe mich mehr für das Geld da im Schrank interessiert. Aber wenn der Andreas was weiß, muss er es immer gleich loswerden. Also habe ich mit meiner normalen Vermutung geantwortet: „Das kommt bestimmt von den alten Römern.“

Das war aber falsch diesmal. Der Andreas hat mir erklärt: „Nein, Paula. Das ist das englische Wort für Monopol. Und das wiederum kommt aus dem griechischen. ,Mono‘ heißt allein. Und das ,poly‘ kommt vom alten, griechischen Wort für ,verkaufen‘. Wenn es nur eine Firma geben würde, die Salatköpfe herstellt, wäre das ein Monopol. Du müsstest dann bei der Firma kaufen, wenn du einen Salat haben willst. Und die Firma könnte Preise verlangen, wie sie will.“

Das war ja ganz interessant. Aber ich wollte wissen, was das jetzt für Geld ist in seinem Schrank. „Also, Paula“, hat er erklärt, „das ist die gute, alte deutsche Mark. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man die eingeführt. Und die hat es bis vor acht Jahren noch in Deutschland gegeben. Kein Wunder, dass du die nicht kennst. Du bist ja noch viel zu jung.“

So ganz habe ich das nicht verstanden. Ich wollte wissen: „Vor acht Jahren . . . Und dann kam der Euro. Aber den gibt’s doch in anderen Ländern auch. Hatten die davor auch die Mark?“

„Nein, Paula“, hat der Andreas gesagt, „die Mark gab’s nur in Deutschland. Alle anderen hatten ihr eigenes Geld. Das nennt man Währung. Die Österreicher hatten zum Beispiel die Kronen. Die Spanier die Peseten. Die Italiener die Lira. Und die Griechen zum Beispiel die Drachmen. Heute gibt es in 22 europäischen Ländern den Euro. Das ist praktischer. Wenn man in diese Länder reist, muss man kein Geld mehr umtauschen. Das ist natürlich auch für die Firmen toll, die miteinander Geschäfte machen. Das ist praktischer und billiger.“

„Und was machst du jetzt mit deinem alten Geld?“, wollte ich wissen.

„Das habe ich einfach als Erinnerung behalten. Damit ich meinem Kind und meiner lieben Zeitungsente mal von der Mark erzählen kann.“

„Ja, das ist spannend. Aber sicher freuen sich jetzt alle, dass das mit dem Euro so gut klappt“, habe ich gemeint.

„Naja, manchmal gibt es Ärger. Aber das ist eine andere Geschichte, die erzählte ich dir ein anderes Mal“, hat er gesagt.

Damit war ich einverstanden. Aber ich werde ihn bestimmt bald danach fragen. Versprochen! Eure Paula

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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