Paulas Nachrichten

Paula ist schon neugierig

18.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

ich besuche den Andreas ja oft in der Redaktion. Das ist sein Büro. Dort machen seine Kollegen und er die Zeitung. Direkt am Eingang steht zurzeit ein schöner Weihnachtsbaum. Und unter dem liegen schon eine Menge Geschenke.

Der Andreas behauptet immer, er sei gar nicht neugierig. Aber nur, wenn es um die Geschenke geht. Er will gar nicht wissen, was er bekommt. Er lässt sich gerne überraschen. Bei mir ist das nicht ganz so. Das muss ich zugeben.

Deshalb hat es mich diese Woche richtig im Bauch gekribbelt, als ich mal zum Andreas gekommen bin. Da ist nämlich gerade ausnahmsweise keine Kollegin von ihm unten am Eingang gesessen. Der Stern auf der Baumspitze und die Kerzen haben ganz verlockend und frech geleuchtet. Und die Geschenke haben auch so richtig schön geleuchtet.

Ich habe mich noch einmal umgeschaut. Es kam keiner. Also bin ich ganz langsam zum Baum gewatschelt. Tapp, tapp, tapp. Dann habe ich mal eines der Geschenke ganz vorsichtig angefasst. Ich wollte mal schauen, ob da irgendwo mein Name draufsteht. Aber da war nichts. Der Karton hat sich auch ganz leicht angefühlt. „Hm, was könnte da wohl drin sein?“, habe ich ganz leise vor mich hingesagt. Ich habe sogar mal ein bisschen geschüttelt.

Plötzlich aber ist mir schier mein Herz stehen geblieben. Ich habe gekreischt und geflattert. Und warum? Weil mich jemand riesig erschreckt hat. Und wer? Natürlich der Andreas! Er hat mir auf die Schulter getippt und ganz laut gesagt: „Luft, Paula! Da ist Luft drin!“

Eigentlich wollte ich mit ihm schimpfen. Weil er mich so erschreckt hat. Aber ich hatte ein schlechtes Gewissen. Schließlich hatte ich ja an den Geschenken rumgemacht. Trotzdem habe ich zu ihm gesagt: „Willst du mich zu Tode erschrecken, damit du eine Weihnachtszeitungsente für dein Festmenü hast?“

Ich habe mich langsam wieder beruhigt. Und der Andreas hat zu mir gesagt: „Paula, da sind doch gar keine Geschenke drin! Die Schachteln sind doch als Zierde gedacht, weil sich alle auf Weihnachten freuen. Auf deine Geschenke musst du schon noch bis Heiligabend warten.“

„Hm“, habe ich gezetert, „da habt ihr mich ganz schön veräppelt. Noch eine Woche warten . . . Das ist schon noch ganz schön lange!“

„Sei froh, dass du eine deutsche Zeitungsente bist. In Frankreich zum Beispiel gibt es die Geschenke erst einen Tag später. Und in meinem Lieblingsland Amerika auch. Da glauben die Kinder, dass der Weihnachtsmann die Geschenke heimlich in der Heiligen Nacht bringt. Oder in Spanien erst! Die kriegen die Geschenke erst am 6. Januar. Da müsstest du zwei Wochen länger warten!“

Das habe ich nicht verstanden. Ich habe gefragt: „Wieso das denn? Findet dort der Weihnachtsmann nicht den Weg? Oder hat es dort zu wenig Schnee und der Weihnachtsmann kann deshalb nicht seinen Schlitten benützen?“

„Ach was, Paula“, hat der Andreas gemeint. „Die machen das einfach ein bisschen anders als wir. Der 6. Januar ist der Tag der Heiligen Drei Könige. Das sind die Typen, die dem Jesuskind Geschenke gebracht haben. Mit den Geschenken an diesem Tag erinnern sie daran. Das ist toll!“

Ich habe aber geantwortet: „Toll? Ich weiß ja nicht. So müssen die Kinder einfach länger auf die Geschenke warten.“

„Das ist doch kein Problem“, hat der Andreas gemeint. „Vorfreude ist doch die schönste Freude! Und so hast du auch noch Zeit, ein Gedicht oder ein Liedchen zu lernen. Sonst bekommst du womöglich gar keine Geschenke.“

„Liedchen lernen? Gedichte?“, habe ich überlegt. Vielleicht sollte ich das lieber einfach machen . . . Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten