Paulas Nachrichten

Paula ist jetzt auch flügge geworden

14.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich in der Stadt herumgewatschelt. Da bin ich auch an der Mörikeschule vorbei gekommen. Das ist doch die Schule mitten in der Stadt. Plötzlich ging die Tür auf. Aber es kamen keine Kinder raus. Und auch keine Lehrer. Der Andreas kam raus.

Ich habe gleich losgeschnattert: „Ah, schön, dass du endlich in die Schule gehst. Dann lernst du mal etwas.“ Ich wollte ihn eben ein bisschen ärgern.

Er hat auch gelächelt. Und dann hat er gemeint: „Na ja, also ich drücke da drinnen jetzt nicht die Schulbank, Paula!“

„Die Schulbank drücken?“, habe ich geschnattert. „Das wäre ja auch blöd. Man drückt doch jemanden, den man lieb hat. Also du mich zum Beispiel. Und eine Schulbank . . .“

Der Andreas hat wieder einmal eine Augenbraue nach oben gezogen. Er hat ganz genervt gesagt: „Oh, Paula! Das ist doch auch anders gemeint. Natürlich umarmt man in einer Schule keine Bank. Die Kinder sitzen ja heute auch auf Stühlen in der Schule und nicht auf Bänken wie früher. Der Spruch mit dem ,drücken‘ bedeutet auch etwas ganz anderes. Der bedeutet einfach: Man geht zur Schule. Na ja, und wenn man lange in der Schule sitzen muss und mal auch keine Lust dazu hat, dann kann der Stuhl eben auch mal am Hintern drücken.“

Das habe ich verstanden. Also habe ich zum Andreas gesagt: „Na gut, du drückst nicht die Schulbank. Was machst du dann in der Schule?“

„Ach, ich habe eine vierte Klasse wegen unseres Projekts ,Zeitung in der Grundschule‘ besucht. Mit den Kindern spreche ich dann oft über unsere Zeitung und über meinen Beruf. Tja, und oft sprechen wir auch über dich! Die Kinder haben da viele Fragen. Und manchmal erzählen sie mir auch etwas über dich, Paula!“

Das fand ich natürlich toll. Ich habe gleich losgeschnattert: „Echt? Über mich? Äh, heute auch? Was haben dir denn die Kinder von mir erzählt?“

„Du bist aber wirklich eine neugierige Zeitungsente, meine Liebe“, hat der Andreas geantwortet. „Na gut, die haben mir wirklich etwas Interessantes von dir berichtet.

Die haben gesagt: ,Wir haben im Unterricht eine Geschichte über die Paula bekommen. Wir mussten damit der Paula auf einer Spur durch die ganze Stadt folgen. Denn die Paula war verschwunden. Am Ende haben wir sie gefunden: Sie lag auf der Nestschaukel auf unserem Pausenhof. Dort hat sie sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.‘

Und ich habe gleich gesagt: ,Das kann ich mir gut vorstellen, liebe Kinder!‘“

Jetzt habe ich aber ganz streng geguckt und gesagt: „Äh, das hört sich schon gut an mit so einer Schaukel und der Sonne. Aber ich war das gar nicht!“

Der Andreas musste lächeln. „Aber Paula! Das war ja auch nur eine Geschichte! Wobei . . . Also, du bist schon flügge geworden . . .“

„Was bin ich geworden? Ein Flügel? Oder eine Mücke oder was? Was soll denn das?“, habe ich ganz laut geschnattert.

Der Andreas hat ganz ruhig gemeint: „Vielleicht solltest du nicht immer gleich so laut herumschnattern. Dann könntest du besser zuhören. Das Wort heißt ,flügge‘. F-l-ü-g-g-e. Ein junger Vogel wird flügge. Das bedeutet einfach: Er kann jetzt fliegen. Bei Menschen oder Zeitungsenten meint man damit: Die sind jetzt schon so alt oder sogar erwachsen, sodass sie ihre eigenen Wege gehen können.“

Ich habe kurz überlegt. Dann habe ich gesagt: „Na ja, das stimmt schon ein bisschen. Ich watschele ja jetzt schon ab und zu ohne dich durch die Stadt. Aber ich bin schon noch oft bei dir! Also . . .“

„Na ja, oft bei mir . . .“, hat der Andreas gemurmelt. Dann hat er lauter gesagt: „Es gibt ja nicht nur Geschichten von einer gewissen Paula auf der Schaukel hinter der Schule in der Sonne. Es gibt ja auch noch Nachrichten von einer Paula Ente im Freibad!“

Da habe ich natürlich schon wieder schnattern müssen: „Was? Freibad? Das hat schon auf? Das wusste ich gar nicht! Da muss ich echt mal vorbei gucken! Aber die Geschichte von der Ente Paula ist bisher wirklich auch nur eine Geschichte! Ich war in diesem Jahr noch gar nicht im Freibad!“

Der Andreas hat ein bisschen gelacht. Er hat gesagt: „In Ordnung, Paula! Aber schaue doch einfach mal vorbei im Freibad!“

Das habe ich dann auch gemacht. Und wisst ihr was, liebe Kinder? Im großen Becken war so gut wie kein Mensch. Es war ja auch ziemlich kalt. Aber eine Ente ist tapfer eine Bahn geschwommen! Das habe ich noch nie gesehen. Normalerweise baden meine Entenkumpels ja immer im Neckar. Aber der Ente gefällt es im Freibad wahrscheinlich so richtig gut! Ich weiß allerdings nur nicht, ob die auch schön brav Eintritt bezahlt hat. Ich nenne sie trotzdem Paula die Zweite! Eure Paula (die Erste)

Paulas Nachrichten

Paula findet die Geschenk-Ente gut

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der kam gerade von einem Termin. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, wo kommst denn du schon wieder her? Warst du wieder auf einem Termin?“

„Natürlich“, hat der Andreas gesagt, „und das war ein sehr…

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