Paulas Nachrichten

Paula ist doch nicht 63 Jahre alt

30.01.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich zum Andreas gekommen. Er hat gleich gesungen: „Häppy Börsdej tu juuu! Häppy börsdej dir Paula, häppy börsdej tu juuu!“

Ich kann jetzt nicht so super gut Englisch. Das habe ich noch nicht so richtig gelernt. Aber das Lied kenne ich. „Häppy“ schreibt man „happy“. Das heißt glücklich. Deshalb heißt das Lied: „Glücklichen Geburtstag, liebe Paula!“

Hach, habe ich mich gefreut! Geburtstag! Der Andreas denkt jetzt immer an meinen Geburtstag. Viele Kinder haben ihn nämlich immer wieder nach meinem Geburtstag gefragt. Deshalb hat er sich das mal ganz genau überlegt. Vor einem Jahr hat er es mir dann erklärt. Jetzt weiß ich: das erste Mal bin ich vor neun Jahren am Anfang vom Februar in der Zeitung erschienen. Darum muss es mich ja schon im Januar gegeben haben. Sonst hätte mich der Andreas ja noch gar nicht kennen können.

Tja, liebe Kinder, jetzt ist ja schon wieder Ende Januar. Ich habe zum Andreas gesagt: „Das ist lieb von dir, Andreas, dass du an meinen Geburtstag denkst!“

Ich habe ihn mit meinen runden Entenäuglein ganz groß angeschaut. Denn ich habe von ihm schon ein paar Mal eine ganz tolle Geburtstagstorte geschenkt bekommen. Der Andreas hat das bemerkt. Deshalb hat er gesagt: „Na, dann komm mal mit, Paula! Aber zuerst musst du die Augen zumachen.“

Ich habe brav die Augen zugemacht. Ich habe nicht einmal geblinzelt. Denn ich will nicht zu frech und neugierig sein. Sonst bekomme ich womöglich meine Geschenktorte nicht, habe ich mir gedacht. Außerdem ist eine Überraschung toll. Und sie wird immer toller, wenn man sich länger auf sie freut.

Der Andreas hat mir die Hand gegeben. Und dann sind wir ins nächste Zimmer gewatschelt. Also, ich bin gewatschelt. Der Andreas ist gegangen, glaube ich. So genau weiß ich das nicht. Ich hatte ja schließlich die Äuglein zu.

Es hat auch gar nicht lange gedauert. Dann hat der Andreas gesagt: „Sooo, mein liebes Geburtstagskind, jetzt darfst du die Augen aufmachen!“

Das habe ich natürlich gleich gemacht. Und vor mir lag eine . . ., äh, ein . . ., äh, na ja, ich war etwas durcheinander. Denn vor mir lag keine Torte mit einer Kerze. Vor mir lag ein Salatkopf mit Kerze.

Ich habe jetzt nicht gleich losgejubelt. Denn ich war schon sehr überrascht. Der Andreas hat mir das angemerkt. Er hat gesagt: „Na, Paula, was ist denn los mit dir? Freust du dich gar nicht so richtig über deinen Geburtstagssalatkopf?“

Ich wollte ja nicht undankbar erscheinen. Eigentlich mag ich Salat ja auch sehr gerne. Das ist ja schon meine Lieblingsspeise. Aber zum Geburtstag . . .

Na ja, ich habe trotzdem gesagt: „Äh, natürlich freue ich mich sehr, sehr über meinen, äh, meinen Geburtstagssalatkopf! Vielen, vielen Dank, lieber, lieber Andreas!“

„Gell“, hat der Andreas gemeint, „so ein Salat ist doch was Tolles! Und außerdem ist er viel gesünder als eine süße, klebrige Torte. Wir wollen doch eine gesunde Paula! Nicht, dass du bald am Stock gehst!“

Das fand ich dann doch etwas zu frech vom Andreas. Ich musste gleich losschnattern: „Gesund ist ja ganz nett! Aber du mit deinem Geburstagssalatdingsbums! Und warum soll ich denn gleich am Stock gehen?“

Der Andreas hat ganz komisch gelächelt und gesagt: „Also mit 63 Jahren muss du schon aufpassen. Sonst gehst du wirklich am Stock!“

„63?“, habe ich geschnattert, „63? So alt bin ich doch gar nicht! Das ist doch voll gemein!“

„Aber, Paula,“, hat der Andreas gemeint, „jetzt schimpfe doch nicht so! Kannst du dich noch an deinen Geburtstag erinnern? Weißt du, wie alt du bist?“

„Nein, äh, ich kann mich nicht an meinen Geburtstag erinnern. Aber 63 bin ich doch jetzt wirklich nicht!“

„Also gut, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „ich wollte dich bloß ein bisschen ärgern! Tatsächlich kann sich gar niemand an seinen Geburtstag erinnern. Man kann sich erst so an Dinge aus seinem dritten oder vierten Lebensjahr erinnern. Und 63 bist du auch nicht. Früher hat man bei Hunden so gerechnet: Ein Lebensjahr eines Hundes ist so viel wie sieben Lebensjahre von einem Menschen. Bei dir wäre also neunmal sieben gleich 63. Man wollte einfach das Alter von den Menschen und ihren Hundekumpels vergleichen können. Heute rechnet man mit weniger Jahren bei den Hunden.“

„Na gut“, habe ich gemeint, „bei den Hunden! Gibt es denn auch Entenjahre?“

Der Andreas hat gesagt: „Das ist schwer zu sagen, Paula. Es müssten dann bei dir ja auch Zeitungsentenjahre sein. Weißt du was: Du bist einfach so alt, wie du dich fühlst! So, und jetzt essen wir einen richtig schönen Geburtstagskuchen!“

Das haben wir gemacht. Der Andreas hatte nämlich schon noch einen richtig leckeren Kuchen für mich! Und wisst ihr, wie jung ich mich dann gefühlt habe? Ungefähr wie neun! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Wie Wilma ihre Kühe rettete

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