Paulas Nachrichten

Paula hat keinen Hund verschluckt

16.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

gestern bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Es war schon kurz vor der Mittagspause. „Na, Paula, knurrt dein Magen auch schon?“, hat mich der Andreas begrüßt.

Ich habe das nicht so ganz verstanden . Ich habe gemeint: „Hä? Ich bin doch kein Hund! Enten knurren nicht, die schnattern. Nur Hunde knurren!“

Der Andreas hat gelächelt und gemeint: „Wau, wau, wau!“

Und ich habe ihn weiter nicht verstanden. Deshalb hat er mir über mein rundes Entenköpflein gestreichelt und gemeint: „Klar bist du kein Hund! Hast du schon einmal einen Hund gesehen, der Salat isst? Nee? Also! Klar bist du eine Ente! Aber auch Enten haben einen Magen. Und der kann knurren!“

„Na ja“, habe ich gemeint, „soll ich vielleicht einen Hund verschluckt haben? Oder warum soll sonst mein Magen knurren? Das ist ja auch komisch.“

„Tja“, hat der Andreas lachend gesagt, „das ist es ja gerade! Wenn du einen Hund verschluckt hättest, würde dein Magen nicht knurren!“

Das habe ich erst recht nicht verstanden. Ich habe ihn angeguckt wie ein Auto. Wie ein Riesenauto. Wie ein Feuerwehrauto mit großer Leiter darauf. Der Andreas hat das gleich gemerkt. Deshalb hat er zu mir gesagt: „Das ist doch klar, Paula! Nur ein leerer Magen knurrt! Ein Magen mit Hund drin knurrt nicht. Aber das ist ja sowieso Quatsch! Keiner isst Hunde. Zumindest keiner, den ich kenne. Das war ja nur Spaß!“

„Das verstehe ich aber immer noch nicht“, habe ich geschnattert. „Was knurrt denn in einem leeren Magen? Da ist doch gar nichts drin!“

Der Andreas hat wieder ein bisschen gelächelt. Und er hat mir das dann erklärt: „Also, Paula, eigentlich hast du recht. Da ist eigentlich nichts drin. Zumindest ist nichts Essbares drin. Aber im Magen und im Darm ist oft Luft. Der Magen, der Darm und die Speiseröhre arbeiten eigentlich immer. Nicht nur, wenn sie voll sind. Und auch nicht nur, wenn sie leer sind. Sie bewegen sich immer auf und ab. So als würden sie atmen. Sie ziehen sich zusammen. Und dann gehen sie wieder auseinander. Das machen die immer. So können sie unser Essen immer weiterschieben. Von oben bis ganz unten. Na ja, du weißt ja was ich meine, mit ganz unten.“

„Klar“, habe ich dazwischengeschnattert, „du meinst den P . . .“.

Und da hat mich wiederum der Andreas gleich mal unterbrochen und gemeint: „Genau, liebe Paula, aber so genau wollen wir es gar nicht wissen. Also: Magen, Darm und Speiseröhre ziehen sich immer zusammen. Hunger hat man, wenn man nichts gegessen hat. Also ist eigentlich nichts drin. Es ist aber schon was drin: nämlich Luft. Der Magen ist wie ein Sack. Der Darm ist wie ein Rohr. Und wenn sich die zusammenziehen, bewegt sich die Luft darin. Sie fängt an zu schwingen. Und das hört man dann. Das ist das Knurren. Man kann auch Magenmusik dazu sagen!“

„Magenmusik?“, habe ich geschnattert, „das finde ich lustig! Und jetzt verstehe ich das auch! Bei einem Musikinstrument ist das auch so! Bei einem Horn oder einer Trompete bläst man auch Luft rein und die bewegt sich dann und macht Krach!“

„Na ja“, hat der Andreas gemeint, „nicht unbedingt Krach! Manche können ja so ein Instrument richtig spielen. Dann ist das Klang und nicht Krach!“

„Ja, kann man das mit dem Magen eigentlich auch machen?“, wollte ich wissen.

„Hm“, hat der Andreas überlegt, „man kann wahrscheinlich nicht so ein richtiges Lied spielen mit Melodie oder so. Man kann aber seinem Magen schon ein bisschen beim Knurren helfen!“

„Ich weiß wie!“, habe ich geschnattert. „Man muss bloß eine Weile nichts essen!“

„Ja“, hat der Andreas gemeint, „und dann kann man ihm noch mehr helfen! Man muss einfach an ganz leckeres Essen denken. Dann bewegt sich der Magen noch mehr und er knurrt los! Also, dann stelle dir doch jetzt einfach mal einen schönen, grünen Salat vor, liebe Paula!“

Ich habe das gleich mal gemacht. Aber so richtig habe ich meinen Magen nicht gehört. In den Moment ist eine Kollegin vom Andreas vorbeigekommen. Die hat gemeint: „Pah! Grüner Salat, Paula! Ich habe nur euch zuhören müssen. Ihr habt ja dauernd kurz vor der Mittagspause über Essen geredet. Und da hat mein Magen gleich losgeknurrt! Da, hör mal!“

Ich habe dann mal an ihren Bauch hingehört. Und ich habe wirklich ein bisschen ein Knurren gehört. Deshalb habe ich gesagt: „Na gut, äh, dann äh, ja, dann äh, sollten wir wirklich was essen gehen!“

Das haben wir dann auch gemacht. Knurrt euer Magen auch schon, liebe Kinder? Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula findet die Geschenk-Ente gut

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der kam gerade von einem Termin. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, wo kommst denn du schon wieder her? Warst du wieder auf einem Termin?“

„Natürlich“, hat der Andreas gesagt, „und das war ein sehr…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten