Paulas Nachrichten

Paula hat keine Schweißfüße

24.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche wollte ich mal durch die Stadt watscheln und später beim Andreas in der Redaktion vorbeischauen. Ich bin schon ganz früh los. Ich mag zwar den Sommer. Und ich liebe auch die Wärme. Aber zu viel muss es denn auch nicht sein. Stellt euch mal vor, unterwegs habe ich den Andreas getroffen!

Ich habe gleich mal losgeschnattert: „He, was ist denn mit dir los? Bist du aus dem Bett gefallen?“

Normalerweise schläft der Andreas ja immer etwas länger. Als Redakteur muss er abends länger arbeiten. Und da fängt er morgens eben später an.

Er hat zurückgeschnattert, äh, zurückgemault: „Was heißt aus dem Bett gefallen? Du weißt doch: Ich laufe jeden Tag eine Runde ins Geschäft und wieder zurück! Das ist gesund!“

„Ja“, habe ich gemeint, „aber morgens fährst du Schlafmütze lieber schnell mit dem Auto oder dem Fahrrad ins Geschäft. Deshalb wundere ich mich halt!“

„Na gut“, hat der Andreas ganz lieb gesagt, „da hast du ja recht. Aber jetzt ist es eben so heiß. Deshalb laufe ich gleich morgens. Dann ist es noch nicht so warm. Mittags laufe ich zurück. Und dann schwitze ich richtig! Dann ziehe ich mich um. Und nach dem Essen fahre ich wieder mit dem Auto in die Redaktion.“

„Aha“, habe ich gemeint, „das ist ja ganz schön schlau! Aber ich bin ja auch ganz schön schlau. Ich watschele auch schon morgens los. Wobei . . . Das mit dem Schwitzen finde ich ja witzig! Ihr Menschen seht dann immer ganz komisch aus. Als hättet ihr gerade mit Klamotten geduscht. Und als hättet ihr das Abtrocknen und das Föhnen vergessen. Lustig! Hihihi!“

„Hahahaha“, hat der Andreas ganz komisch gesagt. Ich kenne das schon. Das war ein ironisches Lachen. Das heißt: Er findet meinen Witz eigentlich gar nicht zum Lachen und deshalb lacht er gaaaaanz komisch. Ich soll das ja merken. Dann hat er weitergeschnattert. Jetzt hat er nämlich wirklich geschnattert: „Sehr lustig, meine liebe Komiker-Ente! Nur weil ihr komischen Vögel nicht schwitzt! Ihr macht das ja gerne über eure Füße?“

„Was?“, habe ich jetzt geschnattert. „Über die Füße? Ich soll über die Füße schwitzen? Ich habe doch keine Schweißfüße! Die stinken doch! Und ich stinke doch gar nicht! Aber wenn ich da manchmal an deine Turnschuhe denke . . . Die stehen doch immer gleich hinter der Haustür, hmmm, und manchmal hat man dann gar keine Lust zum Reinkommen!“

„Na, du bist aber heute hart, liebe Paula. Das habe ich doch gar nicht gesagt. Du hast natürlich keine Schweißfüße! Deshalb brauchst du ja nicht so gemein über meine stinkenden Turnschuhe schimpfen. Menschen haben ganz viele Schweißdrüsen an den Füßen. Die meisten am ganzen Körper. Da schwitzt man also sehr stark. Vor allem, wenn es warm ist. Dann macht der Schweiß die Füße feucht. Und warm ist es ja auch im Schuh. Hm, und dunkel ist es auch noch. Das mögen ein paar komische Bakterien besonders gern. Du weiß doch: Das sind die kleinen, unsichtbaren Tierchen. Die mögen dann auch noch die feuchte, dicke Haut an den Füßen. Wir nennen die Hornhaut. Die fressen die. Und dann gibt es eben Abfallprodukte beim Fressen – wie bei den Menschen und den Tieren auch. Und die stinken. Nach ranzigem Essig. Oder auch nach Käse. Deshalb spricht man nicht nur von Schweißfüßen. Man spricht auch von Käsefüßen. Aber für die kann man eigentlich gar nichts. Man muss halt immer seine Füße waschen. Und man muss die Schuhe immer gut auslüften. Am besten an der frischen Luft. Socken aus Baumwolle helfen auch.“

„Ach so“, habe ich gemeint, „na gut, aber Käsefüße klingt besser als Schweißfüße.“

„Klar“, hat der Andreas gemeint, „du denkst wieder nur ans Essen. Riech ruhig mal an meine Schuhe ran – dann vergeht dir der Appetit!“

Dabei hat der Andreas auch noch frech gelacht. Ich habe geantwortet: „Vielen Dank! Lieber nicht. Zum Glück bin ich eine Zeitungsente mit Nichtschweißfüßen!“

„Genau. Aber wie gesagt: Die Menschen kühlen sich durch Schwitzen ab. Deshalb müssen wir im Sommer auch mehr trinken. Wir bestehen ja zu einem großen Teil aus Wasser. Und dann pinkeln wir ja auch noch. Deshalb müssen wir das Wasser immer gut nachfüllen. Ihr Enten macht das anders. Ihr habt eigentlich immer kalte Füße. Das ist gut im Winter. Ihr habt nämlich ganz viele kleine Äderchen im Fuß. Damit kühlt ihr das Blut ab, das in eure Füße fließt. Und das Blut, das rauf in den Körper fließt, wird dabei gewärmt. Damit spart ihr Energie im Winter. Im Sommer könnt ihr das schlaue Adernetz einfach abschalten. So schützt ihr euch gegen Überhitzung. Eure Körpertemperatur sinkt dann.“

„Ha“, habe ich gemeint, „wir Enten sind halt sehr schlau. Und dir helfe ich jetzt auch. Wir gehen nachher heim und lüften deine Schuhe.“ Eure Paula

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