Paulas Nachrichten

Paula hat keine Angst vor Mäusen

11.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

vor ein paar Tagen bin ich zum Andreas in die Redaktion gekommen. Es hat mich aber gar keiner begrüßt. Keiner hat sich um mich gekümmert. Die haben mich nicht einmal gesehen. Die sind nämlich alle am Boden rumgekrochen. Sie haben unter die Tische geguckt. Hinter die Heizungen, hinter die Schränke. Manche sind aber auch ganz weit weg gestanden und haben ganz komisch geschaut. So richtig ängstlich.

„He, was ist denn hier los?“, wollte ich wissen. Der Andreas kniete noch immer auf dem Boden. Er hat sich dann aber doch zu mir umgedreht und gemeint: „Hallo, Paula, gut, dass du kommst! Du kannst uns gleich suchen helfen. Wir suchen eine Maus. Oder auch mehrere Mäuse!“

Ich musste lachen. So viel erwachsene Menschen rutschen da auf dem Boden rum. Und dann suchen sie eine kleine, winzige Maus. Eine Kollegin stand weiter weg. Sie hat nicht nach der Maus gesucht. Es sah eher so aus, als würde sie sich vor der Maus verstecken. Die Kollegin sagte zu mir: „Aber, Paula, was gibt’s denn da zu lachen? So eine Maus ist doch nichts zum Lachen.“ Dann hat es sie richtig geschüttelt.

Das habe ich nicht verstanden. Sie haben dann aber aufgehört zu suchen. Und der Andreas ist aufgestanden und hat mich angelächelt. Ich habe ihn gefragt: „Warum habt ihr denn Angst vor einer winzigen Maus?“

Er hat geantwortet: „Naja, alle haben wir ja nicht unbedingt Angst vor der Maus. Aber so richtig brauchen kann sie keiner hier. Die hat schon unsere alten Zeitungen angenagt. Und außerdem stinkt das oft, wo die Mäuse sind. Schließlich müssen die auch mal pinkeln und ihr großes Geschäft erledigen. Bäh!“

Das konnte ich ja noch verstehen. Das nervt natürlich. Aber das mit der Angst wollte ich noch genauer wissen. Der Andreas hat dazu gemeint: „Genau weiß ich das auch nicht. Vielleicht, weil die so klein sind. Man kann sie gar nicht richtig greifen. Und sie können sich verstecken. Das macht sie vielleicht für manchen unheimlich. Dann sind sie ja den Ratten ein bisschen ähnlich. Und wie diese konnten sie vor allem früher Krankheiten übertragen. Deshalb waren sie nicht gern gesehen. Vielleicht wird diese Angst jetzt an manche von Generation zu Generation weitergegeben.“

„Vielleicht habt ihr ja auch nur Angst, dass die Maus euren Käse und eure Zeitung auffrisst“, habe ich gelacht. „Ich habe aber keine Angst vor Mäusen. Ich glaube, dass kein Tier Angst vor Mäusen hat.“

Der Andreas musste kurz überlegen. Dann hat er gesagt: „Weißt du, Paula, manche Menschen glauben, dass Elefanten Angst vor Mäusen haben.“

„Was? Die riesigen Brummer?“, habe ich ganz ungläubig gemeint.

„Ja“, hat der Andreas gesagt, „manche sagen: Die Elefanten haben Angst, dass ihnen einen Maus in den Rüssel kriecht. Das ist aber nicht wahr. Wahrscheinlich stammt diese Vorstellung noch von den alten Römern. Der Wissenschaftler Plinius hat nämlich behauptet, dass Elefanten Mäuse nicht leiden können. Vor ein paar Jahren aber hat das ein deutscher Tierforscher ausprobiert. Das Ergebnis: Die Mäuse sollten eher vor den Elefanten Angst haben.“

Dann hat der Andreas in die Hände geklatscht und ganz laut gesagt: „So, Paula. Jetzt sollten sich die Mäuse auch eher vor uns fürchten. Gleich kommt unser Hausmeister. Und dann stellen wir Fallen auf!“

Ich habe ihn mit ganz großen Augen angeschaut. Ich konnte das gar nicht glauben: „Fallen? Aber die armen Mäuse haben euch doch gar nichts getan!“, habe ich gesagt.

Der Andreas hat mich aber beruhigt: „Keine Angst, Paula, wir nehmen eine sogenannte Lebendfalle.“

Er hat mir das dann gezeigt: In einem kleinen Käfig haben sie ein Stück Lebkuchen befestigt. Wenn die Maus das Stück will, rennt sie in den Käfig. Sie zieht an dem Stück Kuchen – und dadurch wird eine Feder betätigt. Die macht dann den Käfig zu.

„Aus die Maus!“, hat der Andreas gesagt. Dann könnten sie die Maus draußen wieder freilassen. Mal sehen, ob die Maus darauf reinfällt. Ich würde ja lieber auf den Lebkuchen verzichten. Aber wenn da Salat drin wäre . . . Eure Paula

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