Paulas Nachrichten

Paula hat Durst wie ein Fisch im Wasser

18.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

der Sommer geht einfach weiter! Das finde ich klasse! Auch wenn es so richtig heiß ist. Dann trinke ich eben einfach ein bisschen mehr. Der Andreas hat mich dafür gelobt. Ich habe ihn diese Woche wieder auf seiner Terrasse besucht. Und er hat zu mir gesagt: „Sehr gut, Paula! Du lernst schnell. Aber das ist auch wichtig, wenn man bei der Hitze immer Durst wie ein Fisch hat!“

Ich habe den Andreas ein bisschen komisch angeguckt. Denn irgendwie ist mir das seltsam vorgekommen. Ich habe leise vor mich hingeschnattert: „Hm! Durst wie ein Fisch? Wie ein Fisch? Hm. Was stimmt denn da nicht? Hm. Äh, ach ja, Fische leben im Wasser. Da haben die doch gar keinen Durst, oder? Die müssen da doch gar nichts trinken!“

Der Andreas musste lächeln. „Naja, Paula, das ist schon richtig. Aber eigentlich auch nicht! Denn das kommt auf die Fische an. Genauer gesagt: auf ihre Lebenswelt. Es gibt nämlich Salzwasserfische. Das sind die Fische im Meer. Das Meerwasser ist ja salzig. Das weißt du doch, Paula. Das Salz kommt aus Steinen auf dem Weg des Wassers und aus Rissen im Boden und Vulkanen.

Die Meerfische im Salzwasser trinken. Und das kommt so: Jedes Lebewesen hat Salz in seinem Körper. Im Meer ist aber viel mehr Salz als in ihrem Körper. Deshalb geht viel Flüssigkeit aus ihrem Körper raus ins Meer. Das nennt man Osmose.“

„Was für eine Hose?“, wollte ich wissen. Aber der Andreas hat den Kopf geschüttelt und gemeint: „Doch nicht Hose! Osmose! Das Wort kommt vom alten griechischen Wort ,osmos‘. Das heißt auf Deutsch so viel wie ,Eindringen‘. Ja, ja, ich sehe dem süßen Blick deiner Entenäuglein schon an, Paula, das klingt sehr kompliziert.

Pass auf, ich erkläre dir das. Jedes Lebewesen besteht aus vielen, vielen kleinen Minizellen. Du, ich und die Fische natürlich auch. In den Zellchen und um sie herum gibt es eine salzige Flüssigkeit. So, und jetzt kommt das osmotische Gesetz, das ist so eine Regel. Deshalb passiert Folgendes: Im Fisch mit seinen Zellen ist eine salzige Flüssigkeit. Und um den Fisch herum ist auch eine salzige Flüssigkeit.“

„Das ist das Meer!“, habe ich den Andreas freudig schnatternd unterbrochen.

„Richtig!“, hat der gesagt, und er hat mir das weiter erklärt: „Also, noch einmal: Im Fisch gibt es eine salzige Flüssigkeit. Und um den Fisch herum gibt es auch eine salzige Flüssigkeit. Und zwischen den beiden salzigen Flüssigkeiten ist die Haut von dem Fisch. Die Haut ist halb durchlässig. Das heißt: manche Dinge können durch, manche auch nicht. Und die Osmose-Regel sagt jetzt: Wenn das so ist, tauschen sich die beiden salzigen Flüssigkeiten solange aus, bis beide gleich viel Salz in sich haben. Bei unseren Meerfischen heißt das: Die geben Wasser von innen an das Meer ab. Deshalb haben die auch Durst. Und dann trinken die einfach Meerwasser nach. Mit ihren Kiemen können die das Salz rausfiltern. Sonst würden sie es ja nicht vertragen.“

„Ganz schön schlau“, habe ich gemeint. „Und was ist dann mit den Fischen in den Flüssen? Das Wasser von denen nennt man doch Süßwasser. Da ist ja nicht so viel Salz drin. Müssen die dann auch trinken?“

Der Andreas hat ganz arg gestrahlt und gemeint: „Du liebe Ente, Paula! Du bist aber schlau! Das ist nämlich genau der Unterschied. Da ist mehr Salz im Fisch als im Wasser. Also dringt laut Osmose-Regel Wasser in den Fisch ein. Der muss deshalb nicht mehr trinken. Er muss sogar immer wieder Wasser ausscheiden. Als würde er pinkeln. Sonst würde er platzen.“

Das fand ich sehr interessant. Ich habe mal aus dem Keller so einen Stoff-Fisch geholt und mich mit einem Glas Wasser zu ihm gesetzt. Es ist aber nichts passiert.

Der Andreas hat den Kopf geschüttelt und gemeint: „Mensch, Paula. Ein Stoff-Fisch trinkt natürlich nichts. Außerdem ist das gar kein Fisch!“

Ich habe ihn angeguckt wie ein Auto „Was?“, habe ich geschnattert. „Aber das ist doch ein Delfin!“

Der Andreas hat gemeint: „Genau! Und ein Delfin ist wie ein Wal kein Fisch. Das sind Säugetiere. Wie die Menschen oder die Kühe zum Beispiel. Fische legen Eier. Säugetiere bringen ihre Tiere direkt lebendig zur Welt und säugen sie dann. Deshalb heißen sie auch Säugetiere. Außerdem können Fische im Wasser atmen. Die Säugetiere atmen in der Luft. Deshalb kommen die Delfine und Wale auch immer an die Wasseroberfläche. Die können zwar lange tauchen, manche länger als eine Viertelstunde. Aber dann müssen sie zum Schnaufen wieder raus.“

„Hm, und trinken Delfine und Wale dann?“, wollte ich wissen.

Der Andreas hat ganz kritisch geguckt. Dann hat er gemeint: „Das ist eine tolle Frage. Aber sie ist sehr schwer zu beantworten. Ich glaube, das ist so: Die fressen ja kleinere Fische. Und die haben ja weniger Salzgehalt als das Wasser. Das wissen wir doch jetzt. Und damit stillen sie ihren Durst.“

Ich habe mir den Delfin noch einmal angeguckt. Die sind ganz schön schlau, liebe Kinder! Eure Paula

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