Paulas Nachrichten

Paula hat die Sparschweine sehr gerne

27.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo liebe Kinder,

gestern bin ich durch die Stadt gewatschelt. Prompt habe ich den Jürgen getroffen. Das ist der Fotograf von der Nürtinger Zeitung. Er wollte in die Bank. „He, was machst du denn da? Hast du denn kein Geld mehr?“, habe ich ihn gefragt.

Er hat gelacht und mit dem Kopf geschüttelt. „Nein, nein, Paula, ich muss ein paar Schweine fotografieren!“, hat er gerufen.

Schweine? In einer Bank? Oder meinte er Scheine? Geldscheine müsste es in einer Bank ja genug geben. Ich war sehr neugierig. Deshalb bin ich ihm hinterher gewatschelt. Als ich in die Bank kam, gab es da einen ganzen Raum voller Sparschweine! Ich habe ihn also doch richtig verstanden. Das waren sehr schöne Sparschweine. So bunt! Und so lustig! Eines sah aus wie eine Kuh. Und andere lagen auf gemütlichen Liegestühlen. Ich wollte vom Jürgen wissen, was die Schweine hier machen. Er meinte, ich solle den Andreas fragen.

Kein Problem, dachte ich mir. Und so bin ich zum Andreas gewatschelt. Der konnte mir das auch gleich erklären: Die Schweine wurden von Kindern aus Zeitungspapier gebastelt. Die haben bei einem Wettbewerb teilgenommen. Der gehört zum Projekt „Zeitung in der Grundschule“. Für die schönsten Sparschweine gibt es tolle Preise. Alle Teilnehmer werden nächste Woche ins Kino eingeladen. Dort erfahren sie, wer gewonnen hat. Das ist sehr spannend!

Mir ist die Sparschweinkuh nicht aus dem Kopf gegangen. Ich habe zum Andreas gesagt: „Warum gibt es eigentlich so viele Sparschweine? Und gar keine Sparenten?“

Der Andreas musste lachen und sagte: „Schweine gelten als Zeichen für Glück. Außerdem stehen sie für Fruchtbarkeit. Sie vermehren sich gut. Die Menschen hoffen ja oft, dass sich ihr Geld auch vermehrt. Sogar die Ritter hatten schon Sparschweine.“

Das fand ich gut. Wenigstens waren mal nicht die alten Römer die Erfinder von etwas. Die Ritter gab’s ja erst später. Das habe ich dem Andreas gesagt.

Er hat gesagt: „Tja, aber Sparbüchsen hatten die Römer schon. Und die alten Griechen auch. Bei denen konnte man sein Geld ja nicht einfach auf eine Bank bringen. Da musste man das Geld irgendwo aufheben. Bei den Griechen gab es Sparbüchsen, die sahen wie ein Tempel aus. Die Griechen bewahrten nämlich Schätze oft in Tempeln auf. Und deshalb sahen ihre Sparbüchsen aus wie diese Tempel. Diese Tempel hießen übrigens ,thesauros‘.“

Ein bisschen erschrocken bin ich schon. Das hört sich ja wie Saurier an. „Warum gibt’s dann heute keine Spardinosaurier?“, wollte ich wissen.

„Das hat mit Sauriern nichts zu tun, Paula!“, hat er geantwortet. „So hießen einfach die Schatztempel. Später hat man auch einfach zu Schätzen so gesagt. Und dann ist in anderen Sprachen aus dem Wort ,thesauros‘ das Wort ,Tresor‘ entstanden.“

Da musste ich mal lachen. „Das ist ja toll! So ein Tresor ist ja auch einfach so ein richtig großes Sparschwein! Aber Tresore sind eben nicht aus Zeitungspapier gemacht!“ Eure Paula

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Paula möchte auch ein Denkmal für sich

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche hat ja sogar manchmal die Sonne gescheint. Deshalb wollte ich wieder einmal bei meinen Entenkumpels am Neckar vorbeigucken. Besonders gerne gehe ich da runter zur Steinachmündung. Ich bin ganz lustig da runter gewatschelt. Ich habe ein lustiges Liedchen…

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