Paulas Nachrichten

Paula hat Angst um die Tiere

12.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

der Andreas war vor Kurzem wieder mal im Urlaub. Ich habe mich gefreut, als er wieder da war. Als ich kam, saß er gerade auf der Terrasse. Neben ihm lag eine Menge Muscheln.

Er hat gesagt: „Na, gefallen dir meine neuen Haustiere?“

Ich wollte die Muscheln gerade einmal anfassen. Aber als er das sagte, habe ich meine Finger weggelassen. „Haustiere? Die Muscheln sind doch harte Schalen und keine Tiere.“

„He, da hast du ja völlig recht, das sind harte Schalen. Aber in den Schalen finden sich ganz weiche Tiere. Aber nur, wenn sie leben. Dann werden sie von zwei zusammengewachsenen Schalen geschützt. Aber vor denen brauchst du nie Angst haben. Die beißen nicht.“

„So, dann sind die schönen Schalen nur die Überreste der Tiere. Aber du wirst die doch nicht extra gejagt haben!“, habe ich eingewendet.

„Aber nein“, hat mir der Andreas gleich versichert. „An den Stränden findet man ganz viele Muscheln. Vor allem in Florida. Da war ich ja jetzt im Urlaub.“

„So, so“, habe ich mit dem Kopf geschüttelt. „Und ich habe gedacht, du bist wieder in Amerika.“

Der Andreas musste lachen: „Aber Paula! Florida gehört doch zu Amerika. Das ist ein wunderschönes Land ganz im Süden von den Vereinigten Staaten von Amerika. Da gibt es zwar keine Berge und auch keine tiefen Schluchten. Und auch keine Wüsten. Aber dafür ist das Land an drei Seiten vom Meer umschlossen. Rechts ist der Atlantik. Und links der Golf von Mexiko.“

Da musste ich schlucken. „Dort gibt es ja gerade die Probleme mit dem Öl“, habe ich gesagt. „Sind die Muscheltiere dann dort am Öl gestorben?“, wollte ich wissen.

„Nein, Paula“, hat der Andreas geantwortet. „Dort, wo ich war, gibt es keine Verschmutzung durch das Öl. Das ist weiter im Norden. Aber das kann sich leider schnell ändern. Die Menschen haben jetzt Angst vor der Sturmsaison. Das Wasser im Golf hat sich schon sehr erwärmt. Nur dann gibt es die Hurrikane, die schlimmen Stürme. Die könnten das Wasser aufwirbeln und mit den Wellen das Öl überall dort ans Land spülen. Das wäre sehr schlimm. An unserem Strand hat es nämlich nicht nur Muscheln gegeben. Da kamen abends auch Pelikane. Die haben die Fische gejagt, die uns sonst immer zwischen den Beinen durchgeschwommen sind. Die Pelikane haben einen Schnabel wie einen Beutel. Da ist dann aber nicht ihr Einkauf drin, sondern ihre Fischbeute. Die Möwen wollten ihnen gleich die Fische wieder wegnehmen. Dann gab’s zugleich auch noch Reiher. Manche von denen haben mit ihren langen, gebogenen Schnäbeln im nassen Sand nach Krebsen gesucht. Das war richtig spannend.“

Da musste ich lachen: „Da hast du ja jeden Tag ein kleines Theaterstück gehabt.“

„Nicht jeden Tag“, hat mir der Andreas erklärt. „Manchmal waren die nicht da. Aber dann hat man die tollen Muscheln sammeln können. Oder die Sanddollars.“

„Dollars aus Sand? Dollars sind doch Geld“, habe ich gefragt. „Hast du mit denen deinen Urlaub bezahlt? Haben die Amerikaner das denn nicht gemerkt?“

„Das wäre toll gewesen, aber die Sanddollars heißen nur so, weil sie rund wie Geldmünzen sind. Das sind aber keine Muscheln, sondern Seeigel“, hat mir der Andreas erklärt.

„Hoffentlich hast du dich an denen nicht gepikst“, habe ich gesagt.

Aber der Andreas hat mich beruhigt: „Nein, nein, die piksen nicht. Die ähneln echt eher den Muscheln.“

Das hat sich alles sehr spannend angehört. Na ja, vielleicht sollte ich doch mal verreisen. Nach Florida. Hoffentlich klappt das mit dem Öl, liebe Kinder! Eure Paula

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