Paulas Nachrichten

Paula hätte gerne einen Stern für sich

02.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

gestern Morgen war ich ganz arg aufgeregt. Ich hatte schon unsere Zeitung gelesen. Und was hatte ich da gesehen? Ein Bild! Darauf war mein Namen auf einem wunderschönen Stern zu sehen! Ich habe den Bericht dazu gleich gelesen. Da stand drin: Jeder kann sich jetzt einen Stern als Pflasterstein kaufen. Der wird in der Stadt verlegt.

Ihr wisst doch, liebe Kinder, da gibt es gerade in der Fußgängerzone eine riesige Baustelle. Die ist wie ein Labyrinth! Darin habe ich mich doch schon verlaufen. Davon habe ich euch doch erzählt. Naja, und mit dem Geld für den Stern will dann die Stadt was Gutes machen. Häuser für Kinder bauen oder für den Dichter Hölderlin zum Beispiel. Als Dankeschön für das Geld für den Stein darf man dann seinen Namen auf den Stern schreiben. Und am Schluss von dem Bericht stand: Die Nürtinger Zeitung kauft einen Stern mit meinem Namen. Und der sollte gestern Vormittag verlegt werden.

Hach, was war ich aufgeregt! Eigentlich gibt es solche Sternsteine nämlich nur in Amerika, in der Stadt Hollywood. Das hat mir der Andreas mal berichtet. Das spricht man „Hollywutt“ aus. Dort werden viele tolle Filme gedreht. Und die berühmtesten Schauspieler bekommen dann einen Stern mit ihrem Namen darauf. Deshalb heißt der Bürgersteig mit den Namen auch „Walk of Fame“ . Das spricht man „Wok of Fäim“ aus. Das heißt auf Deutsch „Weg des Ruhms“. Da gibt es aber auch Sterne für Sänger und andere Künstler. Deshalb bekommen die Schauspieler auch auf dem Stein eine Kamera unter ihren Namen. Und so eine Kamera war auf meinem Stein in der Zeitung gestern auch! Hmmm, wie ein berühmter Star! „Star“ ist ja auch englisch. Und auf Deutsch heißt das einfach „Stern“. Klar, habe ich mir gedacht, ich bin ja oft der Star hier in der Zeitung.

Deshalb bin ich denn auch schon vor 11 Uhr am Freitag in der Neckarsteige gewesen. So wie es in der Zeitung stand. Da sollte doch der Oberbürgermeister feierlich den ersten Stern mit meinem Namen verlegen. Da war aber niemand. Ich habe schon einmal meinen Stern gesucht. Aber ich habe nichts gefunden.

Naja, ein paar Leute sind dann vorbei gelaufen. Die liefen schon auch langsamer. Manch einer hat gelächelt und mich gegrüßt. Manch einer hat auch richtig gelacht.

Der Andreas hat dann auch gelacht. Der ist nämlich mit seinem Kumpel, dem Fotografen, aufgetaucht.

„Na, Paula“, hat er gesagt, „alles klar?“ Und er hat ganz komisch geguckt. Sein Fotografenkumpel auch.

Ich habe geantwortet: „Ja, äh, eigentlich ist schon alles klar. Ich bin schon da. Der Oberbürgermeister ist aber noch nicht da. Aber jetzt bist wenigstens du da! Äh, wo hast du denn meinen Stern?“

Der Andreas und sein Kollege haben sich angeguckt. Dann haben sie gelacht. Der eine hat gesagt: „April . . .“

Und der andere hat auch gesagt: „April!“

„April? April?“, habe ich laut überlegt. Und der Andreas hat gemeint: „Genau, Paula! April, April!“

Dann war mir alles klar. Mein Gefieder ist richtig rot geworden. Es war doch der 1. April! Da werden doch immer die Leute reingelegt!

„Oh, Mann“, habe ich geschnattert, „warum habe ich da nicht drangedacht? Och Mensch, so ein Stern wäre doch auch schön gewesen!“

„Gell“, hat der Andreas gesagt, „das wäre schön gewesen! Deshalb glaubt man so etwas auch gerne!“

„Hm, aber warum hast du wieder mich veräppeln müssen?“, wollte ich wissen.

„Ach weißt du, Paula“, hat der Andreas geantwortet, „man veräppelt immer gerne liebe Typen. Man muss sich ja Gedanken machen. Man muss überlegen: Wie ist denn der drauf? Nur so kann man den ja veräppeln. Und Gedanken macht man sich lieber über jemand Liebes.“

Das hat mich gefreut. Denn das war lieb vom Andreas. Darum bin dann noch etwas roter geworden. Ich habe gefragt: „Aber warum veräppelt man sich eigentlich immer am 1. April?“

„Naja“, hat der Andreas geantwortet, „das ist nicht ganz klar. Da gibt es verschiedene Erklärungen. Eine finde ich besonders lustig: Vor fast 500 Jahren hat der König von Frankreich den Kalender verändert. Von da an sollte das neue Jahr im Januar anfangen und nicht mehr im April. Aber manche seiner Bürger in einsamen Gegenden haben das nicht mitgekriegt. Die haben weiter am 1. April gefeiert. Und die anderen Franzosen haben sie deshalb ausgelacht.

Manche sagen auch: Im April ist das Wetter so komisch. Keiner kann es voraussagen. Man rechnet vielleicht mit Sonne und dann schneit es! Man wird voll vom Aprilwetter veräppelt.

Sicher ist nur: Schon vor langer, langer Zeit bei den alten Römern und Griechen gab es Unglückstage. An denen sollte man besonders aufpassen. Der 1. April soll dazu gehört haben.“

„Ah ja“, habe ich gemeint, „dann geht das ja noch! So ein richtiges Unglück war das ja heute nicht. Und vielleicht bekomme ich ja noch irgendwann meinen Stern. Und lieber bin ich mal umsonst hier her spaziert. Im Schnee wäre das schlimmer gewesen. Denn jetzt soll doch endlich Frühling werden!“ Eure Paula

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