Paulas Nachrichten

Paula hätte gerne blaues Wasser

08.08.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche habe ich den Andreas wieder einmal zu Hause besucht. Der musste aber gleich in die Redaktion. Da ist es immer sehr, sehr heiß. Er hat geächzt und gestöhnt. „Na“, habe ich gemeint, „träumst du auch vom Freibad?“

Der Andreas hat mich ein bisschen ärgerlich angeschaut. Er zieht dann ja immer eine Augenbraue so komisch nach oben. Und er hat mir geantwortet: „Träumen? Bei dir ist das bestimmt nicht nur ein Traum, Paula! Ich kenne dich doch. Bestimmt watschelst du nachher ins Freibad. Oder du besuchst deine Entenkumpels am und im Neckar. Und ich bleibe in der Redaktion sitzen und schreibe noch ein paar Artikel!“

Da lag er natürlich gar nicht so falsch. Ich habe gesagt: „Äh, ja, das ist schon hart, ich weiß. Das tut mir ja auch leid. Na gut, äh, soll ich dann bei dir bleiben?“

„Nein, nein, Paula“, hat er gestöhnt, „das ist lieb von dir. Aber gehe ruhig! Ich schwitze für uns beide. Und ich träume derweil nebenbei vom blauen Meer und einer kühlen Brise. Da wäre ich jetzt nämlich jetzt noch lieber als im Freibad!“

„Och“, habe ich gemeint, „blaues Meer? Ich finde das Freibad auch schön. Und blau ist das Wasser dort auch!“

Jetzt war der Andreas richtig wach. Er hat gesagt: „Tja, das glaubst du nur, liebe Zeitungsente! Das ist nur wegen den Kacheln im Becken. Die sind blau. Und das Blau sieht man durch das durchsichtige Freibadwasser durchscheinen!“

„Äh“, habe ich gestottert, „das ist ja interessant. Dann hat das Meer auch blaue Kacheln? Das habe ich gar nicht gewusst!“

Der Andreas musste lachen. Dann hat er mir geantwortet: „Das konntest du auch nicht wissen. Denn es stimmt gar nicht. Das Meer hat keine blaue Kacheln. Blau ist es aber trotzdem.“

„Hm“, habe ich überlegt, „dann kippen die dort am Meer blaue Farbe rein? Damit es den Feriengästen besser gefällt, oder was?“

„Das wäre ja mal eine Idee, Paula“, hat der Andreas wieder lachend gesagt. „Aber dann könnte man das Meer ja auch noch in andere Farben färben. Aber da bräuchte man unglaublich viel Farbe dazu. Das geht so auch nicht.“

„Schön, und warum ist das Wasser im Meer dann blau? Das Wasser aus unseren Leitungen ist ja auch nicht blau. Und dein Trinkwasser aus der Flasche auch nicht . . ., hm . . .“, wollte ich wissen.

„Das hat was mit dem Licht zu tun“, hat der Andreas mir geantwortet.

„Mit dem Licht?“, habe ich gleich losgeschnattert. „Ah, klar, jetzt weiß ich auch, was die Türme an den Stränden mit den großen Lampen immer sollen. Die machen das Meer mit ihrem Licht blau!“

Ich bin dann mal losgewatschelt und habe mir so einen kleinen Leuchtturm vom Andreas seiner Frau geholt. Den habe ich in ein Glas Wasser gestellt. Aber das Wasser ist wirklich nicht blau geworden. Obwohl der Leuchtturm sogar ein bisschen blau war.

Jetzt hat mich der Andreas ganz groß angeguckt. Er hat geguckt wie ein Auto. Denn er hat nicht verstanden, was ich da mache. Dann hat er es doch kapiert und gesagt: „Oh, Mann, äh, oh Ente, Paula! Die Leuchttürme haben doch nichts mit der blauen Farbe des Meeres zu tun. Die Leuchttürme schicken immer ein helles Licht aus. Das ist für die Schiffe. Die wissen dann, wo die Küste ist. Denn sonst würden sie in der Nacht vielleicht sogar dagegen fahren. Aber blaues Licht haben die keines.“

„Toll“, habe ich jetzt ein bisschen grätig gesagt. „Welches Licht macht dann das Meer blau?“

„Also gut“, hat der Andreas geantwortet, „ich erkläre dir das: Das Sonnenlicht macht das Meerwasser blau. Ein Teil des Sonnenlichts schickt das Wasser wieder zurück. Wie ein Spiegel. Bei trübem Wetter sieht das Meer dann eher grau aus. Abends steht die Sonne tiefer über dem Meer. Dann sieht das Wasser etwas goldig aus. Aber das meiste Licht wird nicht zurückgespiegelt. Die meisten Lichtstrahlen düsen nämlich tief ins Wasser rein. Das Licht der Sonne muss man sich so vorstellen: Es setzt sich aus Licht mit verschiedenen Farben zusammen. Denn jedes Licht hat seine ganz eigene Beschaffenheit. Im Wasser trifft das Licht auf die Wasserteilchen. Und die brechen das helle Sonnenlicht in seine einzelne Lichtbestandteile auf. Manches Licht wird verschluckt. Manches zurückgestrahlt. Im Wasser ist das eben das blaue Licht. So wird das Meer blau.“

„Ah, und warum ist dann das Leitungswasser hier nicht blau? Und das Freibadwasser eigentlich auch nicht?“, wollte ich wissen.

„Gute Frage“, hat der Andreas gemeint, „aber auch die kann ich beantworten: Das Wasser wird immer blauer, desto tiefer es ist. Das Meer wird also blau. In deinem kleinen Wasserglas, in deiner Badewanne oder auch im Freibad aber nicht. Das ist zu wenig Wasser.“

Das ist schade, liebe Kinder. Blaues Wasser ist schon schön. Vielleicht muss ich eben auch mal ans Meer! Eure Paula

Paulas Nachrichten

Ein Fuchs im Eis

FRIDINGEN (dpa). Das sieht gruselig aus: Ein Fuchs ist in einem Eisblock eingefroren. Das Foto mit dem Tier ist gerade oft im Internet zu sehen.

Ein Jäger sagt: Der Fuchs sei in einen Fluss eingebrochen und dann im Wasser eingefroren. Er habe den toten Fuchs einige Zeit später mit einer…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten