Paulas Nachrichten

Paula gibt nur ein kleines Stück Kuchen ab

09.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche gab es ja zum Glück richtig schöne Tage. Die Sonne hat geschienen. Es war schön warm. Aber auch nicht so blöd heiß. Ich bin mal beim Andreas vorbeigewatschelt. Er war noch in der Arbeit. Aber seine Frau hat mich reingelassen. Sie hat gesagt: „Hallo, Paula, schön dass du da bist! Ich habe ein Stückl Kuchen für dich! Willst du eines? Du kannst es gemütlich auf der Terrasse im Schatten essen! Der Andreas kommt gleich!“

Ich habe natürlich gleich ganz aufgeregt mit meinem schönen, runden Entenköpflein genickt. „Klar will ich ein Stück! Danke!“, habe ich geschnattert.

Und dann bin ich mit dem leckeren Kuchen raus. Aber irgendwie habe ich mir schon gedacht: „Puh, wenn ich jetzt mit meinem schönen Kuchen auf die schöne Terrasse gehe . . . Hm, dann kommen bestimmt gleich wieder diese ganz und gar nicht schönen und lieben Flugviecher in Gelb-Schwarz angesummt . . .“

Ich habe es trotzdem versucht. Und tatsächlich . . . Kaum bin ich gesessen, ging’s los. Bssssssssssssssssss! Eine Wespe! Die hat zuerst ein bisschen in der Luft rumgezappelt wie ein Hubschrauber. Dann ist sie im Zickzack immer näher gekommen – meinem Kuchen ist sie auch immer näher gekommen.

Ha! Ich bin natürlich gleich aufgesprungen! Und ich habe ganz wild in der Gegend rumgefuchtelt. Ich wollte die Wespe ja verjagen. Aber das hat irgendwie nicht geklappt! Die hat immer lauter gesurrt! Und ist immer aufgeregter rumgedüst! Und ich bin immer ängstlicher geworden! Und bin auf der Terrasse rumgerast. Und habe aus jeder Lage nach der Wespe geklatscht! Nichts!

Plötzlich kam noch etwas anderes dazu. „He, Paula“, habe ich eine bekannte Stimme auf einmal hinter mir gehört. „Was machst du denn da? Haben wir schon wieder ein Tor geschossen? Habe gar nicht mitgekriegt, dass wir schon wieder spielen!“

Ich habe aus dem Winkel meiner runden Entenäuglein den Andreas gesehen. Er war ganz ruhig und hat gegrinst. Pah! Während ich da gegen das gemeine Flugstechtier kämpfe!

„Siehst du nicht, was hier los ist?“, habe ich geschnattert. Ich habe ihn aber dabei nicht angeguckt. Ich habe nur auf die Wespe gestarrt. Damit sie mich ja nicht noch besser angreifen kann!

Der Andreas ist ganz ruhig geblieben. Er hat mir den Kuchen abgenommen und ihn schnell nach drinnen gestellt. Die Wespe blieb blöderweise in meiner Nähe. Aber irgendwie wurde ich auch ruhig. Weil ja der Andreas da war. Und die Wespe wurde auch ruhiger. Dann kam gleich der Andreas wieder. Er hat die Wespe ganz gemütlich mit der Hand weggeschoben. Und tatsächlich: Das Viech ist plötzlich viel höher rumgehubschraubert. Dann hat es noch einmal ein bisschen tiefer gesurrt. Und dann ist es einfach abgehauen. Bsssssssst!

„So“, hat der Andreas gesagt. „Jetzt hole ich den Kuchen wieder. Für dich! Hm“, hat er sich überlegt, „und für mich bringe ich ein Stück Schokolade mit!“

Ich habe ihn riesengroß angeglotzt. Wie ein Auto. „Was?“, habe ich dann wieder losgeschnattert, „Schokolade? Dann kommen ja noch mehr!“

„Nein, nein, Paula, eben nicht“, hat mir der Andreas geantwortet. „Die mögen keine Schokolade! Die mögen zwar Kuchen und Marmelade. Ja, und auch rohes Fleisch zum Beispiel! Da sind Sachen drin, die die brauchen. Für sich selbst und für ihre Nester. Aber Schokolade mögen sie nicht!

Tja, und du solltest nicht so wild herumfuchteln. Das mögen die auch nicht. Das macht die richtig böse. Denn sie fühlen sich dadurch bedroht. Ja, und wenn du so herumhüpfst, musst du mehr atmen. Und dann ist in deinem Atem viel Kohlenmonoxid . . .“

„Was?“, habe ich dazwischen geschnattert, „Ich atme Kohlen? Nur wegen der Wespen? Die spinnen wohl!“

Der Andreas hat eine Augenbraue hochgezogen und gemeint: „Quatsch! Keine Kohlen! Kohlenmonoxid! Das ist ein Gas! Das entsteht beim Atmen. Und das macht die Wespen auch böse! Also hauch sie nicht an! Ja, und wenn du so rumhampelst, schwitzt du auch mehr. Ja, und Angst brauchst du nicht zu haben. Wenn sie dich stechen, tut das zwar weh. Aber für die meisten ist das nicht gefährlich. Dann kühlen wir das und tun eine Zwiebel drauf. Denn wenn du Angst hast, riecht dein Schweiß anders . . .“

Ich habe den Andreas wieder unterbrochen und gemeint: „ . . . und das macht die Wespen bestimmt auch böse!“

Ich war ganz verzweifelt. Der Andreas hat das gemerkt und gesagt: „Richtig. Aber weißt du was? Dein schwarz-weißes Gefieder ist gut. Die fliegen eher auf knallige Farben. Und wir können sie ablenken. Wir stellen einfach erst einmal ein Stück Kuchen an die andere Ecke von der Terrasse. Das können sie ruhig vespern! Und uns in Ruhe lassen!“

„Na gut“, habe ich gemeint, „geben wir ein Stück ab! Aber nur ein kleines! Das reicht!“ Eure Paula

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