Paulas Nachrichten

Paula gefällt der große Bücherbehälter gut

15.08.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hallo, liebe Kinder,

in dieser Woche bin ich durch die Stadt gewatschelt. Da sind mir drei Jungs entgegen gekommen. Die haben beinahe so laut und lustig geschnattert wie ich sonst. Jeder von ihnen hat eine schwere Tasche getragen. Und einer hat aus seiner Tasche gerade ein Buch rausgeholt und es den anderen Jungs gezeigt.

Das fand ich sehr interessant. Die hatten trotz der Hitze super Laune. Und ich hatte gleich den Verdacht: In den schweren Taschen haben die noch viel mehr Bücher drin! Ich bin dann gleich mal zum Andreas weiter gewatschelt. Dem habe ich diese Geschichte erzählt. Der Andreas hat gleich mit dem Kopf genickt und gemeint: „Das ist doch klar, Paula! Die waren in der Stadtbücherei! Das ist eine richtige Bibliothek!“

Ich habe ihn ein bisschen krumm angeschaut. Ihr wisst schon: Ich habe wie ein Auto geguckt! Und ich habe den Andreas gefragt: „Biblowas? Bibeltheke? Gibt es an der Theke dort lauter Bibeln? An einer Theke gibt es doch was zu trinken, und keine Bibeln. Und das Buch von dem Jungen hat auch gar nicht ausgeschaut wie eine Bibel!“

Der Andreas musste natürlich ein bisschen lachen. Aber nicht arg. Er hat mir geantwortet: „Das Wort heißt B-i-b-l-i-o-t-h-e-k. Für die alten Griechen war die Bibliothek einfach ein Bücherbehälter. Denn Theke kommt vom alten Griechenwort für Behälter. Aber das hat auch etwas mit der Bibel zu tun. Da liegst du gar nicht so falsch. Ich erkläre dir das, Paula: Also, das Wort Bibel für das Buch von den Christen kommt vom alten griechischen Wort Byblos. Damit haben die damals Bücher oder Papierrollen gemeint. Die haben nämlich die alten Ägypter früher aus dem Bast von den Bäumen gemacht. Bei denen hieß der Stoff Papyrus. Daher kommt auch unser Wort Papier. Dieser Bast wurde damals hauptsächlich in der alten Stadt Byblos am Mittelmeer verkauft. Deshalb haben sie die Bücher und die Rollen so genannt: Byblos. Die Christen haben dann ihre Bibel Bibel genannt, weil die für sie das Buch der Bücher ist – tja, und weil in der Bibel viele Bücher zusammengeschrieben wurden.“

„Und wir haben in unserer Stadt so einen Bücherbehälter?“, wollte ich wissen.

„Genau“, hat der Andreas gesagt. „Die Stadtbücherei findest du gleich neben unserem schönen, roten Rathaus. Die haben dort viele, viele Bücher. Die kann man sich sogar ausleihen!“

Das fand ich super. Ich habe gemeint: „Äh, also, gut, dann mach’s mal gut. Ich schaue da gleich mal vorbei.“

Ich habe mich nämlich schon bei der Hitze im Schatten liegen sehen – mit ein paar spannenden Büchern.

Also bin ich losgewatschelt. Ich habe die Bücherei auch gefunden. Da waren viele, viele Bücher. Auf mehreren Stockwerken! Meine runden Entenäuglein sind immer größer geworden! Plötzlich hat jemand ganz lieb zu mir gesagt: „Hallo, Paula, schön, dass du uns mal besuchst! Willst du dir etwas ausleihen? Dann bekommst du von mir einen Ausweis dafür! Komm’ mal mit!“

Das hat mich sehr gefreut. Aber ich dachte mir: Woher kennt die mich nur?

Ich habe sie das gefragt. Sie hat geantwortet: „Ich bin die Inge. Die Chefin von der Bücherei. Und du bist doch die berühmte Zeitungsente Paula Print. Wir haben sogar ein Buch von dir! Das mit deinen Geschichten! Meine Kollegin Saskia zeigt es dir. Die kennt sich nämlich besonders mit Kinderbüchern aus!“

Ich habe gemeint: „Was? Ihr habt sogar ein paar Bücher nur für Kinder?“

Die Inge musste lachen. Sie hat gesagt: „Ein paar? Wir haben insgesamt 80 000 verschiedene Sachen zum Ausleihen. Das wären für jeden Nürtinger zwei. Denn wir haben nicht nur Bücher. Wir haben auch Filme, Spiele, Zeitschriften, Musik, Konsolenspiele und so – gerade für Kinder. Wir haben nämlich 32 000 Bücher für Kinder und Jugendliche.“

„Oje“, habe ich gemeint, „dann kann ich die ja alle gar nicht lesen!“

„Naja“, hat die Inge gemeint, „auf einmal nicht! Aber du kannst sie dir mal anschauen. Und dann kannst du dir ein paar mitnehmen. So viel wie du willst.“

Ich habe mir alles angeschaut. Die haben da sogar ein Zelt. Da kann man sich reinkuscheln und lesen. Ich habe mich aber auf ein lustiges Auto gesetzt. Da waren ein paar Kinder. Der eine hat zu seinem Kumpel gemeint: „So viele Bücher! Das nächste Mal komme ich mit dem Lastwagen und nehme alle mit!“

Ich habe gemeint: „He, das ist doch voll fies! Dann ist ja für die anderen Kinder nichts mehr da!“

Der Junge hat gelacht und gemeint: „Keine Angst, Paula, das war doch nur ein Spaß! Ich nehme nur ein paar mit!“

Haha, habe ich gedacht, der ist ja so lustig wie der Andreas. Der veräppelt mich ja auch immer.

Ich habe mir dann ein paar Bücher ausgesucht. Die Inge hat mir noch gezeigt, wie man sich die an so einem Computertisch selber ausleihen kann. Das hat Spaß gemacht. Und dann hat sie gesagt: „Du kannst uns ja wieder einmal besuchen, Paula. Wir machen auch viele Veranstaltungen für Kinder. Zum Beispiel Vorlesestunden oder Puppentheater.“

Das werde ich mir bestimmt mal anschauen. Vielleicht sehen wir uns ja dann dort, liebe Kinder. Eure Paula

Paulas Nachrichten

Paula findet die Geschenk-Ente gut

Hallo, liebe Kinder,

vor Kurzem bin ich zum Andreas in die Redaktion gewatschelt. Der kam gerade von einem Termin. Ich habe zu ihm gesagt: „Hallo, wo kommst denn du schon wieder her? Warst du wieder auf einem Termin?“

„Natürlich“, hat der Andreas gesagt, „und das war ein sehr…

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